Das klingt für mich, als ob ihr immer oder meistens nur reagiert und den Schäferhund nach der Tat zurechtweist. Dann hat der junge Rüde den unmittelbaren Erfolg seines Handelns - die ängstliche/ausweichende Reaktion des Labradors - aber bereits für sich verbuchen können. Die Korrektur hinterher kommt immer zu spät.
Der richtige Zeitpunkt einzugreifen wäre im Ansatz, also bereits dann, wenn der Schäferhund auch nur die Absicht hat, den Labrador schief anzugucken.
Anzufügen ist auch, dass der Schäferhund sehr schnell eifersüchtig wird auf den Ersthund. Wenn wir ihn streicheln kommt er, „beißt“ den Labrador in die Hinterbeine und verscheucht ihn somit.
In dieser Situation seid ihr ja unmittelbar dabei. Wie kommt es, daß der Schäferhund den Labrador trotzdem vertreiben kann? Könnt ihr ihn nicht zB mit einem Kommando oder per Körpersprache auf Distanz halten, während ihr den älteren Hund streichelt?
Wenn sie mal miteinander spielen artet das oft im Streit aus… Diese Woche wäre es fast auch zu einem ernsten Beißvorfall gekommen.
Bitte nehmt diese Entwicklung sehr ernst. Laßt die beiden nicht mehr "spielen". Kennt der Schäferhund einen Maulkorb? Falls nicht, ist es allerhöchste Zeit dafür.
Der junge Rüde kommt jetzt in das Alter, indem er körperlich und mental in der Lage sein wird, seinen Konkurrenten, als den er den Labrador offenbar empfindet, endgültig zu vertreiben. Bzw ihn ernsthaft zu verletzen, wenn dieser einfach nicht gehen will. Anders als Wildcaniden kann ja keiner die Gruppe verlassen.