Beiträge von dagmarjung

    Ich kenn das zu gut… bevor ich meine Tage bekomme sehe ich auch (noch mehr) Gespenster, wenn der Hund sich mal anders verhält.

    Ja, das kenne ich aus den "Tagen vor den Tagen". Da erschienen mir alle meine Sorgen riesengroß. Wenn es dann losging, war ich beruhigt, weil ich dann realisierte, daß es meine homonbedingt verschobene Sicht auf die Dinge war und nicht die objektive Realität.

    Als mir das klar wurde, konnte ich mit einem Blick auf den Kalender "ist es bald wieder so weit?" auch meine Ängste besser einordnen.

    Drama ist hier mein Problem, denn es fühlt sich so an als wenn ich zwischen leben und Tod entscheiden müsste. Was ja Quatsch ist

    Ganz, ganz wichtiger Punkt!

    Deine Hündin wird eines Tages sterben. Aber nicht, weil du irgendwas falsch gemacht oder getan oder nicht getan hast, sondern weil sie, wie jedes lebende Wesen sterblich ist.

    Das klingt vielleicht hart, was ich aber meine ist: Nicht du entscheidest, ob sie lebt oder stirbt. Das ist nämlich bereits entschieden. Zu jedem Leben gehört auch der Tod am Ende.

    Bei nem Hund, der eh schlecht frisst und evtl wegen Alter nicht mehr so dynamisch ist, ist es vielleicht schwieriger zu bemerken.

    Das war bei meiner Cara der Fall. Sie litt im hohen Alter unter mehreren Krankheiten und Leiden, bekam Schmerzmittel und andere Medikamente, war schlapp und appetitlos, als sie noch dazu eine Pyometra bekam, die ich leider nicht rechtzeitig bemerkt habe, zumal sie kurz zuvor zuvor negativ darauf untersucht worden war. In der NotOP zeigte sich dann, daß sie Krebs an mehreren inneren Organen hatte, davon war 4 Wochen zuvor bei einer gründlichen klinischen Untersuchung noch nichts zu sehen gewesen. Also offenbar sehr schnell wachsend. Daraufhin habe ich zusammen mit der Tierärtztin entschieden, sie nicht mehr aus der Narkose aufwachen zu lassen.

    Ich schreibe das nicht, um dir Angst zu machen.

    Es war einfach so, daß Caras Lebensuhr zu diesem Zeitpunkt in mehrfacher Hinbsicht abgelaufen war. Nichts, was ich oder die Tierärzte hätten tun können, hätte daran etwas verändert.

    In die Wilhelma, den zoologisch-botanischen Garten darf man leider keine Hunde mitnehmen. Ein Besuch lohnt sich trotzdem!

    In den Höhenpark Killesberg darf man Hunde mitnehmen, aber nur an der Leine.

    Der kleine Chinesische Garten auf halber Höhe Richtung Killesberg ist ein Juwel und offen auch mit Hund.

    Bin ehemalige Stuttgarterin! :smile:

    Meine liebste Hunderunde führte zum Bismarkturm. Das Wohnhaus von Theodor Heuß, dem ersten Bundespräsidenten, liegt am Anfang der Tour und kann besichtigt werden. Der Bismarkturm selbst bietet eine schöne Aussicht auf Stuttgart und man kann Fangespiele mit dem Hund auf den Stufen des Turms machen, sich gegenseitig rund um den Turm jagen.

    Auf den Wiesen am Bismarkturm hat im Sommer auch eine Schafherde ihr Quartier, also aufpassen.

    Wer eine lange Runde machen möchte, kann von dort direkt in den Kräherwald und ins Feuerbacher Tal wandern. Dort ist dann auch der Feuerbach, in dem der Hund sich erfrischen und man selbst sich zumindest die Füße nass machen kann.

    Fenjali, jeder Hund ist halt anders. Ich habe auch nicht jeden gleich von der Leine gelassen. Man guckt wie der Hund so tickt und danach richtet man sich dann. Hier im Thread wurde weder frei laufen lassen noch Leine dranlassen lächerlich gemacht. Es wurden nur diverse Erfahrungen berichtet.

    ich weiß nicht, warum man das mit Facepalms kommentieren muß.

    (m voraus schon Danke für den nächsten.) :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Und dann kam Ida mit 11 Wochen, ich Dödel war fest der Meinung der Folgetrieb sei in den Hund natürlich eingebaut, keine Frage.

    Folgetrieb ist real - aber im Kleingedruckten steht, daß die Bindung an die sichere Wohnhöhle bei jungen Caniden weitaus stärker ist, damit die Eltern Jagdausflüge ohne ihre Kleinkinder machen können.

    Der Trick ist, den Welpen vom Heim wegzutragen oder zu -fahren. In unbekannter Umgebung regiert dann der Folgetrieb, der aber individuell auch unterschiedlich sein kann. Verläßt der Welpe sein Heim auf eigenen Pfoten, dann kann leicht genau das passieren, was du schilderst. Heimweh! :dizzy_face:

    Weil ich in Teenagerzeiten oft Hunde ausgeführt habe, habe ich einige Erfahrung damit, ab wann ich einen Hund frei laufen lassen kann und wann noch nicht. Das richtet sich nach verschiedenen Kriterien, unter anderem natürlich nach der Sicherheit der Umgebung, dem Wesen des Hundes, seinem Radius, seiner Reaktion auf den Rückruf, vor allem aber wie ich die Bindung zwischen uns einschätze.

    Cara habe ich mit 8,5 Wochen bekommen und in geschützer Umgebung (aber ohne eigenen Garten) von Anfang an viel frei laufen lassen. Großzügige Parkanlagen oder Kleingartenkolonien boten Schutz vor dem Autoverkehr. Auch als Cara größer wurde, gab es keine Phase, wo ich dauerhaft eine Schleppleine hätte dranlassen müssen. Wo mit Wild zu rechnen war, mußte sie an die Leine, sonst nicht.

    In Mietwohnungen wird von Hunden nun mal noch mehr Anpassung gefordert als im Eigenheim. Hauptproblem: Bellen und Jaulen. Kann der zB der Hund nicht oder nur schlecht alleinebleiben und jault und bellt und die Nachbarn beschweren sich, dann muß der Hund schnell weg oder die Kündigung droht.

    Gesäugetumoren verhinderst du mit einer so späten Kastration ohnehin nicht mehr. Dazu müßte man eine Hündin am besten vor der ersten, spätestens vor der zweiten Läufigkeit kastrieren, was aber gravierende Nachteile hat, da die Hündin ihre Hormone zur körperlichen und geistigen Ausreifung benötigt.

    Abgesehen davon, ein Hund kann auch einen Milztumor bekommen. Und er kann ohne Milz leben. Trotzdem wird keinem Hund als Krebsvorsorge die Milz wegoperiert.

    Das Risiko einer Gebärmutterentzündung bleibt natürlich weiterhin real. Daß man eine Hündin nach der Läufigkeit gut beobachten muß und wenn sie matt ist, lieber einmal zuviel zum TA geht, ist dir ja bekannt.

    Später im hohen Alter muß man auch im Hinterkopf behalten, daß eine Hündin wegen anderer Leiden matt sein und aber zusätzlich noch eine Gebärmutterentzündung bekommen kann, das ist dann nicht so einfach zu erkennen wie bei einer sonst gesunden Hündin.

    Ich finde es nicht zielführend, eine Entscheidung wie diese aufgrund von doch eher diffusen eigenen Ängsten zu treffen. Also ob du dich mehr vor einer Narkose fürchtest oder vor einer möglichen Krankheit, sollte nicht das Entscheidungskriterium sein. Lieber so gut und umfassend informieren wie möglich und dann mit bestmöglicher Sachkenntnis entscheiden.

    Eine Kastration ist kein leichter Eingriff, auch abgesehen vom Narkose- und OP-Risiko. Das gesamte Hormongefüge wird verändert und das kann positive, aber auch negative Folgen haben.

    https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.p…odul=3&ID=18951

    Tierschutzhund ist ja nicht gleich Tierschutzhund. Jeder hat seine eigene Geschichte seine eigenen Erfahrungen oder schlimmer, einen Mangel an Erfahrungen.

    Ich würde daher die Aussagen der Pflegestellen nicht gleich als Ausrede werten. Immerhin sind das ja die Personen, die die jeweiligen Hunde bisher am besten kennen und einschätzen können. Wir haben auch hier im Forum immer wieder Fälle, bei denen Halter mit ihren aus dem Tierschutz übernommenen Hunde nicht zurechtkommen, weil des Leben in der Enge eines Mehrparteienhausens schon herausfordernd sein kann für einen Hund, der sowas gar nicht kennt.

    Weitersuchen und die Augen offen halten bis der Richtige kommt wäre meine Devise. Manche Züchter geben auch ehemalige Zuchthündinnen ab, das wäre eventuell auch eine Möglichkeit, an einen erwachsenen Hund zu kommen.

    Wenn ich bei unserem großstädtischen TH schaue, gibt es dort nur wenige kleine Hunde, und die haben alle ganz gehörige "special effects". Kleine, nette und gesunde Hunde landen nur ganz ausnahmsweise im TH, für die finden sich fast immer anderweitig Interessenten.