Für kleine bis mittlere Hunde: Statt der teuren Kotbeutel die billigen Frühstücksbeutel verwenden, die es für unter einem Euro pro hundert Stück gibt. Erhältlich in Drogeriemärkten oder Supermäßkten.
Beiträge von dagmarjung
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Etwas früher als bei größeren Rassen, ja. Aber nicht, wenn er gerade erst in den Zahnwechsel gekommen ist.
Daß manche Hunde recht früh anfangen zu markieren hat damit nichts zutun.
Wenn Übungen wie "Sitz" & Co mit 16 Wochen noch nicht immer klappen, würde ich die Ursache ganz woanders suchen. Vom "Beherrschen" solcher Übungen kann in dem Alter noch nicht die Rede sein, auch wenn manches schon öfters klappt. Aber die Routine fehlt noch, junge Hunde sind schnell abgelenkt, und dasselbe Hörzeichen muß an vielen Orten und in vielen verschiedenen Situationen geübt werden, bis es zuverlässig sitzt.
Auch steigern stolze Hundehalter nach den ersten Lernerfolgen die Anforderungen leicht mal zu schnell und überfordern damit den Hund.
Faustregel, wenn's nicht so recht klappt und man weiß nicht wieso: Pause machen, drüber schlafen, und beim nächsten Versuch 2, 3 Schritte zurückgehen in den Anforderungen, Hilfen geben. Die Aufgabe so leicht machen, daß es klappen muß. Von da aus dann wieder langsam steigern.
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beißt in alles, was sie zwischen ihren Fang bekommt. Lässt sich nur sehr ungern streicheln
Das beschreibt 1 zu 1 meine Kleinpudelhündin im selben Alter. Jeder Streichelversuch wurde alsbald in ein Beißrangelspiel umgewandelt.
So sind Welpen halt!

Verspielt immer - und Rauf-, Beiß- und Jagdspiele stehen ganz oben auf der Hitliste.
Verschmust - ungefähr so wie wir als kleine Kinder, wenn Tante Erna uns ein dickes Bussi aufdrücken wollte - ihbäh!

Keine Sorge: das ändert sich mit der Zeit. Irgendwann, wenn sie aus dem Piranha-Alter rausgewachsen sind, lernen sie auch Zärtlichkeiten mehr zu schätzen.
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Zu deiner Wunschbeschreibung passen Langhaarcollies meiner Meinung nach ganz ausgezeichnet. Ich kenne sie als freundlich zurückhaltende Hunde gegenüber Fremden und verträglich gegenüber Artgenossen.
Wegen des Gewichts würde ich mir keine Sorgen machen, denn unter dem üppigen Fell stecken lange Stelzen und ein eher leichter Körper, also deutlich weniger Gewicht als ein Labrador trotz etwas mehr Höhe.
Abgesehen davon ist es natürlich Erziehungssache, ob ein Hund leinenführig wird oder nicht. Wenn du aber einen Labrador händeln kannst, wirst du auch bei einem noch ungebärdigen Jungcollie keine Probleme haben.
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Hat dein Hund Papiere?
Da muß dann der Zuchtverein drinstehen.
Alle Vereine, die im VDH organisiert sind, findest du auf deren Webseite. Da kann man auch Rassen eingeben und findet darüber die entsprechenden Zuchtvereine.
Neben den im VDH organisierten Vereinen gibt es jedoch noch jede Menge sogenannte Dissidenzvereine. Unter diesen sind viele, denen es egal ist, was ihre Miglieder machen, sie existieren in erster Linie nur dafür, damit die dort produzierten Hunde als "Rassehunde mit Papieren" teurer verkauft werden können als Hunde ohne Papiere. Kontrollen gibt es dort nicht.
Falls die "Züchterin" wider Erwarten doch Mitglied in einem dem VDH angeschlossenen Zuchtverein sein sollte, dann allerdings solltest du den Verein über deine Beobachtungen informieren. Die Haltung der Hunde, so wie du sie schilderst, verstößt gegen jede Vereinssatzung, der die ZüchterInnen sich verpflichtet haben. Ein seriöser Zuchtverein ist sewhr daran interessiert, schwarze Schafe aus seinen Reihen zu verbannen.
Das alles bezieht sich aber nur auf das, was der Zuchtverein tun kann. Er kann ein Mitglied rauswerfen, das gegen die Vereinssatzung verstößt. Er kann aber weiter nichts unternehmen im Sinne der Hunde.
Wenn du eine Verbesserung für die Hunde erreichen willst, dann solltest du dich ans Veterinäramt wenden uind deine Beobachtungen dort schildern.
Es ist aber vermutlich schon fünf Jahre her, daß du Kontakt mit der "Züchterin hattest, wenn ich das richtig verstanden habe.
Ob die Verhältnisse nachweislich so schlecht sind, daß das Vetamt sich zum Eingreifen veranlaßt sieht, kann man nicht sicher sagen. Das Vetamt als Behörde hat aber Befugnisse, der Sache nachzugehen, die Haltung zu kontrollieren und gegebenenfalls Auflagen zu erteilen.
Es wäre nicht das erste Mal, daß solche Animal Hoarding Fälle auffliegen und die Hunde dann auch weggenommen werden.
Beweisen mußt du weder gegenüber dem Zuchtverein noch gegenüber dem Vetamt irgendetwas. Wenn du deine Beobachtungen glaubhaft schilderst, werden sie kontrollieren kommen und dann selbst sehen, was Sache ist.
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Das ist keine Zucht, das ist Animal Hoarding.
Verein sagt noch gar nichts, es gibt dutzende Vereine, da können sich die Züchter die Papiere selbst ausdrucken und es findet keinerlei Kontrolle statt.
Sollte sie aber tatsächlich Mitglied in einem Zuchtverein sein, der dem VDH angehört, dann müßte der zuständige Zuchtwart die Würfe abnehmen, d.h. sie oder er müßte jeden Wurf besuchen und würde dann die unterirdischen Haltungsbedingungen der Hunde sehen und die "Züchterin" würde dann, wenn es auch nur halbwegs ordnungsgemäß abläuft, hochkant aus dem Verein fliegen.
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Ich vermute, sie ist beim Vorbesitzer kaum oder gar nicht rausgekommen und war an eine Katzentoilette oder ähnliches in der Wohnung gewöhnt. So daß sie quasi keine Umwelterfahrung draußen sammeln konnte. Das ist leider nicht ganz ungewöhnlich bei Kleinsthunden.

Das jetzt nachzuholen wird dir Geduld abverlangen, aber es ist durchaus möglich. Ein gutes Zeichen sehe ich darin, daß sie sich immerhin auch auf dem Rasen löst und nicht nur in der Wohnung.
Mich würde auch ihre Vorgeschichte und ihr Alter interessieren und wie lange sie schon bei dir ist.
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Dieser Artikel kann dir weiterhelfen:
Denn da wird genau auf deine Frage eingegangen.
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Denn sie fiddelt tatsächlich und wirkt erleichtert, wenn sie meinen Blick trifft und wir weitergehen.
Sie unterwirft sich erst und spielt danach wahrscheinlich nur zum beschwichtigen.
Viele Hunde wählen in der Jugend diese Strategie, um mit der für sie unangenehmen Situation einer Hundebegegnung umzugehen. Mit dem Erwachsenwerden im Alter zwischen einem und drei Jahren wächst dann das Selbstbewustsein und man entdeckt, daß man andere Hunde auch agressiv angehen kann, um sie zu vertreiben und das eigene Ego zu polieren.
Oft sind dann kleinere und schwächere Hunde die ersten Opfer der neuen Strategie, denn an gleichstarke Gegner traut man sich noch nicht ran.
Es kommt auch vor, daß in dieser Übergangsphase ein Spiel leicht in den Ernst kippt, weil der pubertäre Hund zwischen zwei Emotionen steckt.
Viele Besitzer nehmen diese Entwicklung nicht rechtzeitig wahr und sehen immer noch den lieben Welpen in ihrem Hund, der aber schon längst zum mobbenden Halbstarken mutiert ist.
Ich bin froh, daß du nach nur wenigen Erfahrungen dieser Art wachsam geworden bist und aktiv gegensteuerst.

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Daß ein neu eingezogener Hund dir ständig nachläuft, ist ganz normal. Deine Hündin hat ihre ganze bisherige Welt verloren und du bist vorerst ihre einzige Sicherheit, die man im Auge behalten muß. Das sollte sich mit der Zeit legen, wenn du selbst gelassen bleibst. Ganz wichtig dabei ist, daß du dich nicht ständig auf sie fokussierst. Das merkt der Hund und es hindert ihn daran, sich zu entspannen.
Beschäftige dich jeden Tag auch mit anderen Dingen und laß den Hund so lange links liegen. Wenn die Kleine nach einem längeren Ausgang gefressen hat, satt ist und sich danach nochmal lösen konnte, ist ein guter Zeitpunkt, "Hundepause" zu machen und sich zu 100% mit etwas anderem zu beschäftigen.
Mit 18 Wochen ist sie kein Welpe mehr, sondern ein Junghund, dessen Ruhebedürfnis nicht mehr so hoch ist wie der eines (jungen) Welpen. 16, 17 Stunden Ruhe sollte sie zwar schon haben, aber das bedeutet nicht, daß sie dabei die ganze Zeit tief schlafen muß. Sie kann auch leicht dösen oder einfach so herumliegen und sich ruhig beschäftigen.
In dem jungen Alter muß man einen Hund nicht im eigentlichen Sinne auslasten, aber nach einer Woche sollte deine Kleine so weit eingewöhnt sein, daß ihr auch mal längere Ausflüge machen könnt. Das heißt nicht Strecke machen und stramm laufen, sondern mit dem Hund an einen interessanten Ort gehen und ihn dort mal die Welt erforschen lassen. Natur, Wiese, Wald, Wasser. Im eigenen Tempo des jungen Hundes fortbewegen oder verweilen. Schnüffeln lassen, spielen, klettern, Wasserplanschen, tolle Sachen entdecken. Kontakt zu passenden Hunden ermöglichen.
Nach einem solchen Ausflug, der fordert aber nicht überfordert, sollte der Hund dann auch gerne und freiwillig ruhen.
Junge Hunde wollen wie Kinder ihre Umwelt erforschen. Dabei muß man auch nicht auf die Uhr schauen.
Ich habe in dem Alter mit Cara (Kleinpudel) stundenlang draußen verweilt.
Alle paar Tage dann auch mal - dies aber nicht stundenlang - an Orte wie Fußgängerzonen, in Geschäfte, Restaurant oder in die Nähe eines Kinderspielplatzes gehen, Bus oder Straßenbahn fahren, je nachdem, was für euren Alltag wichtig ist. Das soll der Hund allmählich alles kennenlernen und gleichzeitig lernen, daß man sich dort ruhig verhält und nichts Aufregendes passiert.
Bällchenspielen im Garten fährt den Hund unnötig hoch, das würde ich wenn überhaupt, nur selten und kurz machen. Jedenfalls auf keinen Fall als ständige und Dauerbeschäftigung. Wer hochgefahren ist, kommt natürlich im Anschluß erstmal schwer zur Ruhe.
Zusammengefaßt, einem jungen Hund von 18 Wochen kannst du mehr Zeit draußen zumuten, von irgendwas muß er ja auch müde werden. Es kommt dabei aber sehr darauf an, wie diese gemeinsame Zeit verbracht wird. Der Fokus sollte auf Umwelterforschung und gewöhnung liegen, das entspricht dem natürlichen Bedürfnis in diesem Alter.
Unnötige Kriegsschauplätze um Box und Korb würde ich nicht eröffnen. Ein Welpenauslauf oder Türgitter können hilfreich sein, aber ich würde erstmal am Tagesablauf ansetzten.