Die TE hat ihre Entscheidung nach besten Gewissen und ethisch korrekt im Sinne des Hundes getroffen, ins enger Absprache mit mehreren TierärztInnen, die den Mops alle aktuell live gesehen haben.
Wenn ich ein Tier erwerbe, dann bin ich von diesem Moment an diesem Tier gegenüber in der Verantwortung und nicht dem Vorbesitzer.
Der Vorbesitzer hat das Recht, für das Tier zu entscheiden, mit dem Verkauf aufgegeben.
An Stelle der TE hätte ich meine Energie auch zu 100% in den Hund investiert und mir keinerlei zusätzlichen Stress mit der Vorbesitzerin angetan, geschweige ihr den Hund zu irgendwelchen Zwecken zurückgegeben.
Das Argument, daß die Vorbesitzerin 5 Jahre mit dem Mops verbracht hat und es ihm bisher wohl nicht so schlecht gegangen ist, also warum jetzt? - ist sehr schwach.
Zum einen ist es so daß die Symptome sich ständig verschlimmern. Es kann also sein, daß es letzten Sommer noch nicht ganz so katastrophal war wie dieses Jahr.
Außerdem ist es ein bekanntes Phänomen, daß langjährige HalterInnen von Möpsen & Co den Zustand ihrer Hunde meist wesentlich besser einschätzen als er ist. Man hat den Hund von kleinauf, die Probleme beginnen und steigern sich ganz allmählich. So gewöhnt man sich unmerklich an den immer schlechter werdenden Zustand. Schnarchen ist niedlich und das tun ja eh alle Möpse, er rennt und spielt doch so munter (muß sich aber nach 2 Minuten hinlegen), die Stressminik mit weit zurückgezogenen Lefzen und aufgerissenen Augen wird als "Lächeln" interpretiert usw. Oder auch: der Hund wurde ja operiert, nun ist alles gut.
Es ist also mehr als wahrscheinlich, daß der Blick der TE, die den Hund erst seit kurzem kennt, tatsächlich wesentlich objektiver ist als der der Vorbesitzerin.