Beiträge von dagmarjung

    Die TE hat ihre Entscheidung nach besten Gewissen und ethisch korrekt im Sinne des Hundes getroffen, ins enger Absprache mit mehreren TierärztInnen, die den Mops alle aktuell live gesehen haben.

    Wenn ich ein Tier erwerbe, dann bin ich von diesem Moment an diesem Tier gegenüber in der Verantwortung und nicht dem Vorbesitzer.

    Der Vorbesitzer hat das Recht, für das Tier zu entscheiden, mit dem Verkauf aufgegeben.

    An Stelle der TE hätte ich meine Energie auch zu 100% in den Hund investiert und mir keinerlei zusätzlichen Stress mit der Vorbesitzerin angetan, geschweige ihr den Hund zu irgendwelchen Zwecken zurückgegeben.

    Das Argument, daß die Vorbesitzerin 5 Jahre mit dem Mops verbracht hat und es ihm bisher wohl nicht so schlecht gegangen ist, also warum jetzt? - ist sehr schwach.

    Zum einen ist es so daß die Symptome sich ständig verschlimmern. Es kann also sein, daß es letzten Sommer noch nicht ganz so katastrophal war wie dieses Jahr.

    Außerdem ist es ein bekanntes Phänomen, daß langjährige HalterInnen von Möpsen & Co den Zustand ihrer Hunde meist wesentlich besser einschätzen als er ist. Man hat den Hund von kleinauf, die Probleme beginnen und steigern sich ganz allmählich. So gewöhnt man sich unmerklich an den immer schlechter werdenden Zustand. Schnarchen ist niedlich und das tun ja eh alle Möpse, er rennt und spielt doch so munter (muß sich aber nach 2 Minuten hinlegen), die Stressminik mit weit zurückgezogenen Lefzen und aufgerissenen Augen wird als "Lächeln" interpretiert usw. Oder auch: der Hund wurde ja operiert, nun ist alles gut.

    Es ist also mehr als wahrscheinlich, daß der Blick der TE, die den Hund erst seit kurzem kennt, tatsächlich wesentlich objektiver ist als der der Vorbesitzerin.

    Frage: Was ist den bei allem unter 18 Grad? Ist es dann sage ich mal ´lebenswürdig´ oder hat er die gleichen Probleme nur etwas gemildert?

    Die Ausage, daß es dem Hund bei Temperaturen unter 18 Grad angeblich gut gehen soll, ist genauso zu bewerten wie andere Aussagen der Vorbesitzerin.

    Es wird ihm immer noch schlecht gehen, nur vielleicht nicht ganz so katastrophal wie jetzt, wo er buchstäblich jeden Moment mit dem Tod ringt. Der wird immer noch schnarchen und röcheln, nur Mini-Gassigange machen können im Vergleich zu normalen Hunden, nur schlecht und vermutlich mit Spieli im Maul schlafen können.

    Die meisten Wohnungen sind ja schon mehr geheizt als 18 Grad.

    Ah, danke. Ich hatte mich gewundert, daß deine Hunde Radfahrer immer noch als Bedrohung wahrnehmen, obwohl sie seit 2016 im Einsatz sind.

    Überall, wo ich mich bewege, sind auch immer viele andere Radfahrer. Sogar, wenn ich mal raus aufs Land zum Wochenendausflug fahre sind das keine einsamen Strecken, da kommen jeden Tag Dutzende oder Hunderte Radler vorbei. Deswegen dachte ich, deine Hunde müßten eigentlich längst daran gewöhnt sein.

    Ich steige nicht ohne Not ab, weil ich Schmerzen beim Gehen habe, aber nicht auf dem Rad. Aber ich wäre langsam gefahren. Besonders, wenn mir die Hunde das so deutlich nahegelegt hätten wie du das geschildert hast. So schnell bin ich eh nicht, ich habe kein E-Bike.

    Freundlich und klug passt, das war’s aber auch. Einen faulen (jungen) KHC habe ich noch nie gesehen und der Rest ist Erziehungssache und je nach Typ auch nicht so schnell „installiert“ wie man sich das vorstellt.

    Dasselbe trifft auch auf Pudel aller Größen zu! (Weil die hier schon mehrfach genannt und empfohlen wurden)

    Spielplätze, Schwimmbäder und viele Kindereinrichtungen dürfen nur ohne Hund besucht werden - so kompatibel ist das nicht.

    Das ist auch ganz wichtig! Dazu kommt noch, daß Welpen noch nicht alleine bleiben können und das erst langsam lernen müssen. Bei einigen geht es schneller, andere tun sich sehr lange schwer damit. Vorhersagen kann man da nichts.

    Das ist sehr schlimm für deinen Hund, und es ist auch für dich hart, dem Leiden zuschauen zu müssen.

    Um jeden Atemzug ringen zu müssen und niemals genug Luft zu bekommen ist eine extreme Qual. Die Hitzesaison hat ja gerade erst angefangen. Und auch wenn es im Winter besser ist - gut im eigentlichen Sinne ist es für deinen Mops ja niemals, das darfst du nicht vergessen - der nächste Sommer kommt bestimmt und das Leiden wird mit jedem Jahr schlimmer werden, weil das Gewebe sich immer weiter verdickt.

    Ich weiß nicht, wo du deinen Mops hast operieren lassen. Es gibt einige Spezialkliniken, die sich auf solche OPs spezialisiert haben. Dort würde ich noch einmal anfragen, inwieweit eine weitere OP eventuell Hilfe bringen könnte. Der Kehlkopf wurde bei deinem Hund noch nicht operiert?


    https://www.tierklinik-hofheim.de/die-klinik/fac…es-syndrom.html

    https://kleintierklinik.uni-leipzig.de/kurzkopf#f8

    Mit Alltagstips kann deinem Hund nicht geholfen werden. Wenn keine OP möglich oder sinnvoll ist, die Chico das Leben wesentlich erleichtert, dann würde ich dem Rat des Tierarztes folgen und ihn einschläfern lassen.

    Denn das:

    Er schläft mit Spielzeug im Maul, aber röchelt trotzdem so extrem, dass ich Angst habe, dass er nicht mehr aufwacht.


    ... Er nimmt kaum am Leben teil, quält sich wahnsinnig.

    ist schlicht kein zumutbarer Zustand.

    Und als nächsten Hund bitte nie wieder einen Mops oder eine andere kurznasige Rasse! Die gibt es nicht in gesund, sie sind alle krankgezüchtet, auch wenn die Produzenten das ableugnen.

    Der Hund wäre perfekt für uns. Er schläft den ganzen Tag auf einem Fleck und braucht nicht mehr als eine Stunde Spaziergang im Tag.

    Wenn das mein Hund wäre und er kein uralter Hundegreis ist, würde ich ihn gründlich beim Tierarzt durchchecken lassen. Herz, Bewegungsapparat, Wirbelsäule, alles.

    Denn soviel Teilnahmslosigkeit ist für einen gesunden Hund nicht normal.

    Es gibt Besitzer, die das nicht auf dem Schirm haben und im Grunde ganz froh sind, weil es ja auch bequem ist. Nicht jedes Gesundheitsproblem ist offensichtlich. Tiere verstecken oft vieles.

    aber ein großer Zwerg oder ein Kleinpudel das passt einfach total mit Kindern.

    Aber faul sind sie halt nicht, sondern aktive, lebhafte Hunde mit Bewegungsbedarf und die klugen Köpfchen möchten auch gefordert werden.

    "Eher faul" ist kein gesunder Hund, der nicht entweder krank oder alt ist.

    Daher kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Empfehlungen in diversen Internet-tests. Leider sind einige dieser Rassen tatsächlich krank (Mops) oder haben ein extrem hohes Krankheitrisiko (Cavalier King Charles Spaniel.) Andere sind sehr zart und klein (Malteser, Bolonka) und leider hält sich immer noch das Vorurteil, kleine Hunde bräuchten wenig Bewegung und kurze Spaziergänge würden daher reichen.

    Tatsächlich ist es aber so, daß kleine Rassen gerne genausoviel Zeit draußen verbringen wie große - mit Bewegung, Schnüffeln, Spielen und Erkunden - und lediglich die zurückgelegte Strecke bei langen Beinen logischerweise größer sein kann als bei kurzen.

    Zu lebhaften und kleinen Kindern würde ich keinen allzu kleinen und zarten Hund wählen, sondern eher einen stabilen kleinen Hund bis untere Mittelgröße. Denn kleine Kinder sind doch eher grobmotorisch unterwegs.

    Ich lese gleich mal komplett aber heilige da habt ihr euch aber auch gleich das härteste an Rassen rausgesucht, die euch gefallen. Mali und Co sind einfach nicht geeignet für Leute, die keinen aktiven Hundesport machen und unter den Voraussetzungen, die ihr sonst habt....

    Das ist der Familie durchaus klar... ;)

    Faul ist also wie gesagt keine Eigenschaft, die ihr von einem gesunden jungen Hund erwarten könnt.

    Kinderlieb hat ganz viel mit eurem Management und eurer Erziehung von Kindern und Hund - in dieser Reihenfolge - zu tun.

    Klug sind alle Hunde, weil sie eben Hunde sind. Die Aufzucht beim guten Züchter, der die Welpen umsichtig an eine vielfältige Umwelt gewöhnt, spielt hier die allergrößte Rolle, ganz unabhängig von der Rasse.

    Eine reizarme Umwelt beim Massenproduzenten behindert Welpen nachhaltig in ihrer geistigen Entwicklung.

    Freundlich - was versteht ihr darunter? Gegenüber der Familie? Gegenüber Fremden? Gegenüber Artgenossen?

    Nicht zu stürmisch und vorsichtig: solche Wünsche erfüllen vor allem sensiblere Gemüter wie zB Shelties. Aber Sensibelchen sind nicht unbedingt die beste Kombination mit lebhaften jüngeren Kindern. Sie leiden schnell unter Stress, wenn es unruhig um sie herum ist, und ein Hund, der sich - wenn auch unbeabsichtigt - bedroht fühlt kann auch zubeißen.

    Außerdem spielt auch hier die Erziehung und das Management des Hundes eine große Rolle. ZB kann muß man aufpassen, daß der Junghund nicht durch zu langes Toben mit den Kindern überdreht und daß er im Alltag genügend zur Ruhe kommt, auch wenn die Kinder spielen. Junge Hunde lassen sich immer gern von jeder Aktivität anstecken und drehen dann gerne auf.

    Ein älterer, schon gesetzter Second Hand Hund könnte Ansprüche wie eure erfüllen. Dann ist aber wiederum die Frage, wie es mit seinen Vorerfahrungen mit Kindern steht.

    "War immer lieb und hat alles mit sich machen lassen" ist zB keine Aussage, mit der ich einen Hund für eine Familie kaufen würde. So eine Aussage zeigt nämlich, daß die Besitzer dem Hund schlechte Erfahrungen mit Kindern zugemutet haben, was sich sehr rächen kann.