Beiträge von dagmarjung

    Ja, ich habe so eine, auch bei mir für den Urlaub. Das Prinzip ist vergleichbar wie beim Fahrradschloss, innen ist Stahldraht. Der Halsteil muß so eng am Hals anliegen. daß er nicht über den Kopf gezogen werden kann. Es läßt sich stufenlos einstellen und dann per Schlüssel sichern. Dann wird der Schloßteil der Leine um einen Laternenpfahl oder eine ähnliche sichere Befestigungsmöglichkeit geschlungen und abgeschlossen. (Halsteil und der Rest der Leine sind ein einziges Band, da kann nichts getrennt werden)

    Das ist sicher kein 100 %iger Schutz. Aber ein Dieb müßte schon einen Drahtschneider dabei haben, einfach die Leine lösen wie bei einer normalen Leine geht eben nicht. Auch der Halsteil läßt sich nicht unbefugt lösen.

    Und da solche abschließbaren Leinen extrem selten sind, rechnet ein Dieb damit bestimmt nicht.

    Die abschließbare Leine kann aber nicht gleichzeitig als normale Führleine genutzt werden, dazu ist sie zu steif und zu unbequem. Sie ist wirklich nur zum Anbinden geeignet.

    Ich finde das Prinzip durchdacht und kann es empfehlen.

    PS: meine Leine ist von einer anderen Firma als der von Eilinel verlinkten. Ich habe sie im normalen Futtermittelmarkt gekauft. Leider kann ich die Firma nicht nennen, weil ich nach Caras Tod alle Hundesachen im Keller verstaut habe.

    während in den ersten Posts oben das Thema "Schütteln" mehr oder weniger als NoGo gesehen wurde, dreht es sich gerade ein wenig zu "unter vertrauten Spielern kann das ok sein". Das steht für mich exemplarisch für meine Wahrnehmung von Hundetrainingsorten: Es gibt 1000 verschiedenen Einstellungen und noch mehr Wahrnehmungen, wie eine Situation zu bewerten ist.

    Die ersten Posts bezogen sich konkret auf die von dir geschilderte Situation, in der es ja ganz klar um eine ernsthafte körperliche Auseinandersetzung ging.

    Inzwischen wurde das Thema um völlig andere, spielerische Situationen erweitert, in denen ein ähnliches Verhalten auch mal eine andere Bedeutung haben kann. Hunde sind ja in ihrem Verhalten sehr flexibel.

    Das hat jetzt aber nichts mit 1000 verschiedenen Meinungen zum Thema zu tun.

    Dein Hund soll in der Welpenstunde vielleicht lernen, ruhig zu liegen - aber jeder Welpe wird in dieser neuen Situation mit so vielen aufregenden Reizen unruhig sein, lebhaft und hüpfig. Nicht gut für die Heilung.

    Hör unbedingt auf deinen Tierarzt. :smile:

    Daher meine Überlegung: Was haben die Pudelzüchterinnen eigentlich richtig gemacht?

    Was du in deinem Beitrag schreibst, hat mich auch immer erstaunt. Ja, es mag vereinzelt und in anderen Ländern jagdliche Linien geben, aber die Masse der Pudel betrifft das nicht, schon gar nicht in allen Größen. @Lockenwolf, du betonst immer wieder, daß Pudel aus ausgesprochenen Showlinien besonders sportlich, fit, wesensfest und nervenstark sind, aber andere Rassen müssen im Showring dasselbe leisten und bei denen hat das keinerlei positive Folgen, gerade in bezug auf Wesen, Gesundheit und Fitness. Da sehe ich einen Wiederspruch.


    Zwei Theorien habe ich als Antwort auf die obige Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe:

    1: der liebe Gott ist dem Charme des Pudels erlegen und hat ein Wunder gewirkt;

    2: zu Beginn der offiziellen Rassehundezucht waren Pudel schon längst da, und zwar zahlreich und auf mehrere Länder in Europa verteilt. Eine breite genetische Basis war also vorhanden, von der die Pudel, so vermute ich, heute noch zehren.

    Auch in England und den USA waren Pudel sehr bald stark verbreitet, so daß die Rasse sich auch nach zwei Weltkriegen recht schnell erholen konnte.


    In fast 14 Jahren Pudelklub Ortsgruppe (und natürlich auch außerhalb) habe ich viele Pudel aller Größen und deren HalterInnen kennenlernen dürfen. Dabei habe ich nie Wesensschäche oder fehlene Nerven als pudeltypisch feststellen müssen, egal welche Größe oder Herkunft. Bei verhaltensorginellen oder ängstlichen Hunden reichte ein Blick auf die Halter und deren Umgang mit dem Hund, um die Ursache zu erkennen. In anderen Fällen, bei Pudeln aus dem Tierschutz, war zB eine Herkunft zB aus isolierter Hoardinghaltung der Grund dafür, daß ein Pudel wesensmäßig hinter seinen Möglichkeiten zurückblieb.

    So manchen Pudel habe ich für seine Anpassungsfähigkeit und Geduld bewundert. Hunde anderer Rassen wären manchen Haltern schon längst um die Ohren geflogen.

    Früher waren DSH, Rotti, Aussi und Co komplett unauffällig weil sie einfach bei Leuten lebten die ihnen gerecht werden konnten

    Ich erinnere mich an Zeiten (70er bis Mitte der 80er ) in denen Schäferhunde und Rottweiler einen vergleichbar schlechten Ruf hatten wie später die Kampfhunde, nämlich als gefährliche, bissige Bestien. Diese Rassen kamen entweder als Wachhunde nie vom eigenen Grundstück weg oder kannten als Sporthunde nur Zwinger und Hundeplatz. In die Schlagzeilen kamen regelmäßig vor allem die Wachhunde, nämlich dann, wenn sie aus dem Grundstück ausbrachen und dann Menschen und Hunde zusammenbissen. Tödlich auch für Menschen konnte es werden, wenn solche Hunde zu zweit oder gar zu dritt unterwegs waren.

    Große Rassen, die als Begleithunde in dieser Zeit auch im städtischen Umfeld (Stuttgart) oft gehalten wurden, waren zB Langhaarcollies, Bobtails, Dalmatiner, Irish Setter, Boxer. Unter den kleineren Rassen waren Cocker, Dackel, Zwergpudel, Westies und Yorkshire Terrier beliebt.

    Aussies und Retriever gab es noch nicht.

    - Aber sehr wohl deren angebliche Mischlinge: jahrelang wurden alle Hunde unbekannter Herkunft, die im Stuttgarter Tierheim vermittelt wurden, als Labrador Mix bezeichnet. Vorausgesetzt, sie waren schwarz. kurzhaarig und hatten Hängeohren.

    Zu dieser Zeit hatte ich, obwohl ich regelmäßig auf den beliebtesten Freilaufmeilen Stuttgarts unterwegs war, noch keinen einzigen Labrador live gesehen.

    Falls es doch einen gegeben haben sollte, muß das ein wahrer Casanova gewesen sein... :woozy_face:

    Beute wird totgeschüttelt, vor allem kleinere Beute wie Ratten und Kaninchen.

    Während auf den Boden drücken den Gegner beeindrucken soll, aber nicht verletzt, wenn der sich nicht muckt, deutet Schütteln auf eine klare Beschädigungsabsicht hin. Ob das im Übersprung geschah - aus Gegner wird Beute - oder aus (menschliche ausgedrückt) "Hass" weil der andere ihn solange genervt hat, ist eine andere Frage.

    Es ist schon so, daß Hunde im Übersprung leicht ins Jagdverhalten kippen können, zum Beispiel kann so aus einem Rennspiel Ernst werden.

    Da mit Beute nicht verhandelt wird, ist das sehr gefährlich für den unterlegenen Hund, dessen Beschwichtigungssignale nicht mehr ankommen, wenn er zur Beute degradiert wird.

    An der Hundeschultrainerin erscheinen mir zwei Dinge fraglich. Zum einen, warum läßt man es zu, daß ein Hund einen anderen über längere Zeit bedrängt? Zum anderen, Schütteln ist niemals harmlos. Innere Blutungen und andere Verletzungen geschehen sehr schnell.

    Ich hätte eventuell für einen Hund (Luke) einen Interessenten, jedoch hab ich auch gehört, dass man das Rudel nicht auseinanderreißen soll.

    Eure Hunde sind kein echtes Rudel wie eine Wolfsfamilie im Wildleben, wo sich ein Paar freiwillig zusammenfindet, sondern eine vom Menschen willkürlich zusammengestellte Gruppe, die halt miteinander auskommen muß.

    Deine Beschreibung der einzelnen Hunde klingt nicht so, als würden sie sehr aneinander hängen. Du schilderst jedenfalls einige Spannungen zwischen den Hunden.

    Ihr kennt eure Hunde am besten. Würden sie unter einer Trennung voneinander wirklich leiden? Oder vielleicht sogar das Leben als Einzelhund genießen?

    Da gibt es kein "man soll" oder "man soll nicht". Manche Hunde blühen regelrecht auf, wenn sie ihre Menschen ganz für sich haben, andere sind auf mehr Artgenossengesellschaft angewiesen. Das ist individuell sehr unterschiedlich.