Unfaßbar, daß ein so hilflos erscheinendes kleines Wesen schon selbstständig durchs Leben gehen muß und anscheinend kann. Muß ja wohl irgendwie klappen, sonst hätte diese Art sich nicht so lange halten können.
Beiträge von dagmarjung
-
-
Cara wog 9 Kilo und ich habe sie sogar im Lenkerkorb transportiert.
Körbe für den Gepäckträger können größer und auch länger sein als die kleinen für den Lenker und sie werden immer fest montiert. Da lag für mich das Problem, weil meine Fahrradtaschen dann gar nicht oder schlecht druntergepaßt hätten. Wenn du aber keine Fahrradtaschen verwendest, sollte nichts gegen einen Korb für den Gepäckträger sprechen.
Ein Anhänger hat ein Eigengewicht und das Fahren damit belastet die Knie. Außerdem ist die Mitfahrt in Öffis umständlicher.
-
Dann kann ich das vorerst nur über die Gitter machen. Wegschicken läßt er sich noch nicht. Dann muss ich ihn da begrenzen und mich selber Minutenweise außer Reichweite bringen auch wenn er motzt.
Nicht du sollst weggehen, sondern du sollst ihn von dir weg schicken. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Er muß dann auch nicht ins Körbchen oder an einen bestimmten Ort, sondern einfach weg aus deiner direkten Nähe. Das verstehen Hunde ganz unmittelbar, wenn du es wirklich ernst meinst.
Stell dir vor, du hantierst mit einem Topf kochendem Wasser, während dein Junghund zwischen deinen Füßen rumkaspert. Du würdest ihn in diesem Falle sehr bestimmt von dir wegschicken. 100% authentisch. Genau diese Energie des Willens ist es, die du brauchst.
-
Kleinpudelin Cara war an sich umkompliziert, was das Fressen betraf - aber auch sie mäkelte regelmäßig, wenn sie zu lange dasselbe Trockenfutter bekam.
Die Lösung war einfach: immer nur kleine Gebinde kaufen und verschiedene Sorten immer wieder durchwechseln.
-
Durch gar keinen Kontakt lernt ein Welpe halt auch nichts. Die Jugendzeit ist schon die richtige Zeit, in der ein junger Hund angemessenes Sozialverhalten gegenüber Artgenossen lernen muß.
Deswegen lass ich meine Hunde anfangs nur mit Hunden zusammen, die ich sehr gut kenne und von denen ich weiß, dass sie ein gutes Vorbild für meinen Hund sind.
Das ist schön, wenn man die Möglichkeit dazu hat.
Wenn man aber nicht schon durch einen Vorgängerhund über entsprechende Kontakte verfügt, gibt es für den frischgebackenen Welpenhalter noch gar keine anderen Hunde, die man gut kennt. Man muß sich also schon öfters mal auf Fremdhundekontakt einlassen, um hoffentlich geignete Hunde - und mögliche spätere echte Hundefreunde - erst mal kennenzulernen.
Was hier aber wichtig ist, ist eine gute Begleitung und Kontrolle jeder Fremdhundbegegnung. Man muß den eigenene Welpen und auch den fremden Hund einschätzen können. Nicht einfach machen lassen, so wie offenbar bisher geschehen. Dafür würde ich mir Unterstützung durch eine Hundetrainerin holen, die den Junghund live sieht und das Verhalten erklären kann.
Ich vermute auch, der Welpe ist nicht im eigentlichen Sinne frech, sondern fiddelt aufdringlich (hektisches "Einschleimen" beim eigentlich angstmachenden Fremdhund) und ist mit der Situation oft oder immer überfordert. Dafür braucht er Hilfestellung vom Menschen.
Es anderen Hunden zu überlassen, ihn "erzieherisch" zu maßregeln, kann extrem gefährlich werden. Fremde, nicht der eigenen Gruppe zugehörige erwachsene Hunde haben keinen Grund mit fremden Welpen freundlich oder geduldig umzugehen. Viele tun es trotzdem, aber andere eben nicht.
-
Kurzer Einwurf, fernab von Vibrissen – würde der Pudel in freier Natur überleben?
Nein. Die Haare wachsen wie beim Menschen immer weiter, anstatt wie beim Wolf oder Schäferhund eine vorbestimmte Länge zu erreichen und dann auszufallen. Das Leben eines freilebenden Wildnispudels wäre beendet, sobald die Haare so lang und so verfilzt sind, daß er weder sehen, noch sich unter den Filzplatten bewegen könnte. Der Wildwuchs am Hintern würde verhindern, daß er sich lösen kann, ohne sich selbst zu beschmutzen und eine betonähnliche verklebte Masse aus Haar und Kot am Anus würde das engültige Ende bedeuten.
Mit anderen Worten: Pudel und alle Rassen/Typen mit ähnlichem Haarwuchs sind existentiell darauf angewiesen, daß der Mensch sie regelmäßig vom überflüssigen Haarwuchs befreit. Es gibt keine verwilderten Pudel, die auf sich gestellt längerfristig überleben können.
-
Zur Frage 1: Woher einen Galgo?
Es gibt deutsche Tierschutzorgas wie "Windhunde in Not" oder "Galgohilfe e V" wo du Hunde auf Pflegestellen kennenlernen kannst und nicht unbesehen aus dem Ausland kaufen mußt. ICh würde meinen zukünftigen Hund auf jeden Fall vorher kennenlernen wollen.
Da du schon einen Windhund hattest und offenbar mit diesem Typ Hund gut zurechtkommst, hast du sicherlich gute Chancen, hier einen Hund zu bekommen. Windhunderfahrung ist auf jeden Fall ein Pluspunkt. Nicht jeder harmoniert mit Windhunden, oft sind die Erwartungen doch anders.
Mit der von dir so positiv herausgehobenen Verträglichkeit gegenüber anderen Hunden kann es bei Galgo & Co gelegentlich kritisch sein. Grund ist die isolierte Haltung in Zwingern in den Ursprungsländern. Wenn die Hunde als Welpen nur Windhunde als Artgenossen kennengelernt haben, können sie andere Hunde, vor allem kleinere, leicht als Beutetiere ansehen und dann wie Wild hetzen und töten.
Kann sein, daß du das längst weißt, ich konnte das aus deinem Text aber nicht klar herauslesen und schreibe es deshalb.
Ich saß schon an so vielen Adoptionsanfragen für tolle Hunde und hab sie dann doch nie abgeschickt... denn damit wird es so real.
Die Schwelle vom Hundetraum zum realen, echten Hund mußt du natürlich schon irgendwann überspringen, wenn der Traum Wirklichkeit werden soll... der neue Hund wird , ob Galgo oder nicht, sowieso keine Ivy II sein, sondern eine ganz neue Persönlichkeit.
Ich wünsche dir Glück dabei!

-
Gesund ist sie augenscheinlich und so wie sie frisst/schläft/sich erleichtert, auch keine Anzeichen. Wir haben dennoch für ihre jährliche Routinekontrolle einen Termin nach Neujahr vereinbart. Ich hoffe, dass sich dort vielleicht die Sache klärt.
Das finde ich gut, denn wenn ein erwachsener Hund sein Verhalten ohne ersichtliche Ursache nach langer Zeit ändert, dann ist sehr oft eine verdeckte Krankheit oder sonstige gesundheitliche Störung die Ursache.
Ansonsten würde ich aber auf jeden Fall den Spaziergang am Morgen kürzer und vor allem wesentlich langweiliger gestalten, ohne Attraktionen wie Futterbeutel, Spiel, Training oder Jogging. Einfach nur bummeln und schnüffeln.
Dann ist der gefühlte Bruch zwischen Spiel, Spaß und Spannung versus Alleinebleiben und nix los nicht so groß.
Aktion kann dann ja in der Abendrunde stattfinden.
-
im Internet findet man von "Lenk es um und mach ihn zum Balljunky"
Das ist jedenfalls keine Lösung. Wie das Wort "Junkie" schon sagt, würdest du, falls du dieses Rezept befolgst, deinen Hund buchstäblich zum Suchtkranken machen.
Außerdem ist es keineswegs so, daß ein ballsüchtiger Hund nicht trotzdem Katzen. Rehe, Kaninchen, Jogger oder Hunde jagt. Im Gegenteil wird er ja mit dem Ball darauf konditioniert, daß er ständig sich schnell bewegende Beuteobjekte hetzen darf und soll. Und da ein Süchtiger immer auf der Suche nach dem nächsten Kick ist, kann man sich die Folgen denken.
-
"Frodo! Sam! Haltet durch!"