Beiträge von dagmarjung

    Selbst wenn du mit sehr viel Arbeit und Geduld deinen Hund dazu bringen kannst, in deiner Gegenwart und unter deiner direkten Aufsicht die Katzen zu tolerieren, hast du noch lange nicht gewonnen. Auch wenn er sich scheinbar völlig daran gewöhnt hat und den Katzen keine Beachtung mehr zu schenken scheint. Denn sobald du den Rücken kehrst oder nicht anwesend bist, gibst du in Hundeaugen deinen Anspruch auf die (Beute) Katzen auf, und der Hund hat dann quasi "legal" freie Hand - nach allgemeiner Hundeetikette.

    Dasselbe Prinzip hat man ja auch bei der oft gestellten Fage, wie man Hunden klarmachen kann, daß Bett oder Sofa auch dann tabu sind, wenn keiner draufsitzt oder hinschaut. Das ist extrem schwer bis unmöglich zu vermitteln.

    Falls du dir also das Endziel gesetzt haben solltest, daß Hund und Katzen sich irgendwann auch ohne Aufsicht vertragen, das sehe ich bei euch nicht als realistisch an.

    Ist das realistisch?

    Natürlich nicht! Mit einem Jahr ist ein Hund mitten in der Pubertät, manche Hündinnen sind dann noch nicht einmal geschlechtsreif. Das meiste an Höhenwachstum ist dann zwar erreicht, aber es kommt danach noch einiges an Breite und Substanz hinzu. Mental ausgereift sind Hunde erst mit 2, 5 bis 3 Jahren.

    Also wäre das Alter von einem Jahr mit ungefähr 15 Jahren beim Menschen und das Alter von 4 Jahren mit 30 Jahren realistischer dargestellt.

    Selbst bei einem Familienhund könnte man dabei schreiben: sie ist stubenrein, leinenführig, kennt Kinder und Katzen, Autofahren ecetera... aber darum geht es hier ja nicht.

    Wer jetzt sofort eine Hündin zum Vermehren will, mitsamt Papieren, Austellungsschleifen und Gentest, (egal was die wert sind) für den könnte sich der teure Preis durchaus rechnen. Wenn die Hündin bei der nächsten Läufigkeit gedeckt wird und einen Wurf austrägt, sind die Kosten plus Gewinn im Laufe dieses Jahres locker wieder drin.

    Die Welpen sind bis dahin üblicherweise in Patenfamilien, die die Grunderziehung übernehmen.

    Ja, aber diese Hündin wird halt so im Züchterrudel mitgelaufen sein. Also nix von wegen sorgfältige Grunderziehung und Umweltgewöhnung im Hinblick auf zukünftige Aufgaben.

    ich finde 4000 für einen geeigneten Kandidaten mit Grundausbildung sogar günstig.

    Da steht aber nun wirklich gar nichts von einer wie auch immer gearteten Grundausbildung.

    "Aus dem Gröbsten heraus" sein heißt doch einfach nur, daß sie kein Welpe mehr ist, sondern alt genug, um als Vermehrer-Zuchthündin sofort eingesetzt zu werden. Genau darauf richten sich alle Verkaufsargumente der Anzeige.

    Wie der Erziehungsstand ist, darüber kann man nur spekulieren.