Ich bin keine Kennerin, interessiere mich aber seit langem für die Rasse, die als hübscher, aktiver Begleithund in knapp mittlerer Größe auch auf meiner Liste stand.
Ich hatte das Glück, wenigstens einen Rüden und zwei Hündinnen etwas näher kennenzulernen, sei es im Hundesport (Obedience) oder im Park.
Der Rüde war toll im Hundesport, kooperativ, leistungsbereit und aufmerksam.
Manko: die ausgeprägte Artgenossenagressivität besonders gegenüber Rüden. Aber nicht wegen dicken Eiern, sondern weil er sehr schnell von anderen Hunden genervt war, also tendenziell unsicher.
Wir nahmen gemeinsam an einem Wochenendseminar Obedience teil. Für alle anderen Hunde war es kein Problem, im Kreis neben ihren Hundeführerinnen angeleint dabei zu sein während die Seminarleiterin etwas erklärte, natürlich ohne direkten Kontakt. Der Kooiker mußte als einziger stets mit größerem Abstand weggesperrt werden.
Während man das vielleicht bei Gebrauchs- und Schutzhundrassen erwarten kann, ist es bei Begleithunderassen, besonders solchen, die ursprünglich Jagdhunde waren doch recht untypisch und erschwert den Alltag.
Die Besitzerin ließ den Rüden ankören. Ich wußte, daß sie sein Wesen nicht optimal fand und fragte daher nach. Sie sagte, die Rüden dieser Rasse wären durch die Bank so. Für sich selbst wählte sie dann als Zweithund eine andere Rasse mit ausgeglichenerem Wesen.
Die beiden Hündinnen waren ebenfalls, wenn auch weniger ausgeprägt, im Umgang mit anderen, vor allem gleichgeschlechtlichen Hunden mit Vorsicht zu genießen. Sie wurden nicht sportlich geführt.
das sehr oft unsichere Wesen hingegen schon. Sensibler Hund ok, aber ich wollte schon etwas Nervenstärke haben, und nicht einen Hund, der sehr leicht zum Angstbeisser wird.
Es ist nun mal eine Rasse, die durch ein genetisches Nadelöhr ging und daher heute sehr ingezüchtet ist. Und das bringt auch im Wesen Probleme mit sich.