Beiträge von dagmarjung

    Das ist keine schöne Situation für euch und ich kann verstehen, daß euch das viel Stress macht, besonders im Hinblick auf die Nachbarn.

    Hat eure Hündin vor diesen 2 Monaten auch schon Ansätze zu diesem Verhalten gezeigt oder kam das eher plötzlich?

    Wie steht es um Läufigkeiten und Scheinträchtigkeit? War sie schon einmal läufig?

    Wie ist euer Tagesablauf?

    Bellt oder fiept sie vor allem zu bestimmten Zeiten oder bei bestimmten Anlässen? Erkennt ihr irgendein Muster?

    Wo kommt sie her?

    Kann sie alleine bleiben? Ich finde es sehr bedenklich, dass man nicht die Tür schließen kann, ohne dass der Hund jammert.

    Das muß keineswegs zusammenhängen. Meiner Pudeline konnte schnell und gut alleinebleiben, aber schwerer fiel es ihr, in der Nähe aber nicht dabei sein zu dürfen, wenn ich etwas ihrer Meinung nach Interessantes tat.

    Türgitter haben wir noch. Sie tigert aber dann ruhelos hin und her und bettelt, dass sie in den Raum darf.

    Das würde ich aushalten und den Hund einfach mal ignorieren oder besser vergessen.

    Wie lange würde sie das denn durchhalten?

    Der Unterschied zwischen Deckentraining und Türgitter ist der, daß der Hund sich auf der Decke aktiv selbst beherrschen muß. Fehlen ihm dafür die mentalen Kapazitäten, wird er überfordert und ist entsprechend gestresst.

    Ein Türgitter trennt den Hund passiv vom Geschehen, ohne daß er sich selbst um Beherrschung bemühen muß.

    Es gab mal eine wissenschaftliche Versuchsreihe zu diesem Thema, da wurden die Stresshormone gemesssen und es zeigten sich deutliche Unterschiede.

    Vielleicht könnt ja ihr erst mal mit Absperrungen arbeiten. Später wird das Liegen auf der Decke sicherlich wieder möglich sein, wenn die größten pubertären Wallungen mal vorbei sind.

    Meine Pudelhündin war auch nicht von allem begeistert und wollte sich in manchen Situationen gerne entziehen. Baden: doof. Ohrentropfen: doof. Pfoten ausscheren: doof.

    Habt ihr euch schon zum Thema "Medical Training" informiert?

    Sehr wichtig ist in eurem Fall, daß ihr für sie berechenbar werdet und sie nicht ständig befürchten muß, im Alltag "überfallen" zu werden. Darin sehe ich im Moment euer Hauptproblem. Deswegen ist das hier:

    Die Ohrentropfen haben wir immer auf dem Boden gegeben, wenn wir daneben gesessen haben. Gleiches gilt auch für das Kämmen, usw.

    keine Erleichterung, sondern im Gegenteil sehr ungünstig!

    Bitte benutzt fürs Kämmen, Krallenschneiden, Ohren kontrollieren und alle anderen Manipulationen immer einen extra Tisch! Nur dort finden dann doofe Sachen statt und überall sonst darf eure Pudeline sich sicher fühlen. Das wird ihr Vertrauen hoffentlich bald wieder herstellen. Auf dem Boden passiert nichts "Böses".

    Entweder habt ihr einen geeigneten Tisch in der Wohnung oder ihr kauft euch einen Schertisch für Hunde. Ich empfehle letzteres.

    Ich habe jahrelang improvisiert und mich dann geärgert, daß ich nicht von Anfang an einen solchen Tisch gekauft habe. Er erleichtert die Arbeit ungemein. Ich weiß nicht, ob ihr selber schert, aber selbst wenn ihr nur kämmt und pflegt, ist ein Schertisch eine sehr gute Investition. Er läßt sich zusammenklappen und hat eine rutschfeste Oberfläche, auf der der Hund sicher steht. Auch der Galgen, an dem der Hund angeleint werden kann, sichert ihn und verhindert zB daß sich eine hektische Kontrollettinase zwischen Schere und Pfote schiebt.

    Der Hund steht auf einem solchen Tisch wesentlich ruhiger als auf dem Boden.

    Man hat den Hund auf Arbeitshöhe und muß sich nicht drüberbeugen.

    Der Tisch alleine ist natürlich kein Wundermittel, das Vertrauensaufbau und Gewöhnung ersetzt. Aber er wird euch sehr weiterhelfen, indem normales Miteinander und gelegentliche Zumutungen örtlich streng getrennt werden, das ist dann für den Hund berechenbar.

    Ich weiß nicht, wofür ihr Deckentraining konkret im Alltag braucht. Ich habe es für Cara nicht gebraucht, mir hat es gereicht, wenn ich sie nach Bedarf wegschicken konnte, zB zeitweise aus der Küche. Sie mußte dann an keinen bestimmten Ort gehen, nur eben die Küche nicht betreten.

    Das Deckentraining, so wie ihr es durchführt, verlangt viel Selbstbeherrschung von eurer pubertierenden Hündin und überfordert sie anscheinend zur Zeit. Zusätzlich wird bei jeder Korrektur wieder Druck ausgeübt, womit eure Hündin zur Zeit nicht so gut umgehen kann. Ich würde diese Situation daher erst einmal vermeiden, wenn euch das möglich ist. Später, wenn die Pubertätsmurmeln nicht mehr so kreisen, kann man das Thema dann wieder bearbeiten.

    Sollte das Deckentraining hauptsächlich deshalb empfohlen worden sein, um dem Hund gegenüber Autorität zu demonstrieren (manche Trainer arbeiten so) würde ich mir Alternativen überlegen, zB einen Gitterauslauf, wenn man den Hund mal für eine Weile aus dem Weg haben will, oder den Hund einfach vom unerwünschten Ort wegschicken, ohne ihm weitere Vorgaben zu machen.

    Das ist kein Mali. Falls überhaupt, dann ein Malimix. Nur die dunkle Gesichtsmaske erinnert an einen Malinois, vom Körperbau ist dieser Hund aber viel kräftiger, hat üppigeres Stockhaar und wirkt auch nicht zu dick. Auf dem dritten Bild zeichnet sich der Rippenbogen deutlich ab, auf dem vierten wirkt der Rücken nicht zu breit.

    die Ursachen sind hier aber in der individuellen Vorgeschichte zu suchen.

    - und natürlich in der Haltung der derzeitigen Hundehalterin. Einen bissigen Hund, der sogar schon mal ein Kind angefallen hat, als armes Seelchen aus dem Tierschutz einfach weiter machen zu lassen, dabei sogar gegen Auflagen zu verstoßen - (was ich von dieser Frau halte, das sage ich jetzt besser nicht) - eine solche Person ist ein großer Teil des Problems, weil der Hund ja keinerlei Führung bekommt und folgerichtig weiter eskaliert.

    Ihr macht mehrere kurze Gassigänge draußen, aber haltet ihr euch auch mal länger draußen auf?

    Der Welpe ist ja nun 2 Wochen bei euch und hat sich sicher schon gut eingewöhnt. Da sollte er auch Gelegenheit haben, die Welt draußen kennenzulernen, sich frei zu bewegen, zu laufen, zu schnüffeln usw. Könnt ihr ihn irgendwo ohne Leine laufen lassen oder mit einer leichten Schleppleine?

    Die strenge 5Minuten Regel, nach der man mit Welpen nur soundsoviele Minuten gehen sollte, bezieht sich auf das Mitlaufen im Tempo des Menschen an der kurzen Leine. Das können Welpen noch nicht lange. Aber sie dürfen sich ohne Schaden sehr viel länger draußen aufhalten und das brauchen sie auch zum Spielen und um ihre Welt zu erkunden.

    Mit seinen Geschwistern hat euer Welpe bisher jedenTag nach Lust und Laune Renn- und Raufspiele gemacht. Welpen in dem Alter haben durchaus Energie für mehr als nur Fressen, kurz Gassi und Schlafen.

    Ich kenne Border Collies hauptsächlich vom Hundesportverein und diversen Turnieren, den einen oder anderen auch vom Spazierengehen. Besonders im Hundesport (Obedience) trifft man ja echt viele.

    Keiner war bissig gegen Menschen. An allen kann man problemlos nah vorbeigehen oder mit den Besitzern auf einer Bank sitzen.

    Das Uangenehmste was ich von einigen BCs kenne ist die Neigung, Hüte/Jagdverhalten an anderen Hunden auszuleben kombiniert mit der Ignoranz ihrer Besitzerm die das nicht als das das erkennen, was es ist. Stichwort "willnurspielen".

    Ich denke, jeder Hund jeder Rasse kann bissig werden, die Ursachen sind hier aber in der individuellen Vorgeschichte zu suchen.