Beiträge von dagmarjung

    Die Kastration ist beim Rüden wie bei der Hündin ein Eingriff, der nicht nur Nachwuchs verhindert, sondern weitgehende Konsequenzen für das weitere Leben und die Gesundheit hat. Der ganze Hormonhaushalt wird verändert.

    Das umschließt sowohl erwünschte als auch nachteilige Auswirkungen auf Gesundheit und Wesen. Darüber solltest du dich vorher gründlich informieren.

    Eine Hündin sollte immer in der Ruhephase nach Läufigkeit und Scheinträchtigkeit kastriert werden. Jetzt unmittelbar vor der nächsten Hitze ist es also zu spät.

    Dein Rüde ist noch sehr jung und benötigt seine Hormone, um körperlich und geistig erwachsen zu werden.

    Du wirst also vorerst auf jeden Fall trennen müssen, um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. Denn dein junger Rüde kann schon zeugungsfähig sein oder es in Kürze werden.

    Ein wunderschöner Hund - und so wie er aussieht bestimmt noch keine 10 Jahre. :smile:

    Klickerbox, Plüschtiere, Schnüffelbuch, Schnüffelteppich

    Das klingt für mich so, als hättst du dir einen Hund vom Typ Pudel erhofft, einen munteren, lustigen Begleiter, der jeden Blödsinn mitmacht, gerne Tricks lernt usw.

    Da du dich aber für eine Wundertüte unbekannter Rasse aus dem Auslandstierschutz entschieden hast, hoffe ich einfach, daß du flexibel genug bist, deine Erwartungen an diesen ganz anderen, sehr viel ernsteren Hundecharakter anzupassen.

    Bisher sieht es so aus, als hättest du mit Casanova einen ausgesprochenen Glücksgriff getan. :smile:

    Ich glaube, Geduld ist hier das Zauberwort. Feine Antennen deinerseits, um Casanovas Wesen zu erfassen und wertzuschätzen. Ich bin überzeugt, dann wird er auch mit dir deutlicher kommunizieren bzw du wirst mit der Zeit seine Kommunikation besser erkennen. Ich bin nämlich überzeugt, daß er schon längst mit dir spricht, du das aber noch nicht genügend erkennst, weil du seine Sprache noch nicht verstehst. Deine Erwartungen oder auch Erfahrungen mit anderen Hundetypen stehen dir dabei im Wege,

    Ein Thread hier im Forum über Hunde aus Rumänien:

    Dreierrudel
    2. November 2018 um 14:32

    Mich würde ja sehr interessieren, was du von seiner Vorgeschichte weißt. Auch ein Bild wäre schön, dann könnte man vielleicht erkennen, was für ein Hundeschlag er ist. Wie groß ist Casanova?

    Hunde, die als Welpen ohne intensiveren Menschenkontakt aufwuchsen, kennen es natürlich nicht, daß Menschen interessante Sozialpartner sind, mit denen man etwas gemeinsam unternehmen und Spaß haben kann.

    Zuim Beispiel, daß Menschen manchmal bestimmte Worte aussprechen und daß es sich für den Hund lohnen kann, darauf zu achten wegen Belohnung, das ist keine Selbstverständlichkeit für einen Hund, der das Prinzip nicht von frühauf kennt..

    Dein Hund ist aber offensichtlich zumindest zahm und scheint dir zu vertrauen, denn er läßt sich ja anfassen führen usw. Du erwähnst auch nichts von Ängstlichkeit, das finde ich sehr positiv.

    Du schreibst, er mag keine Leckerchen. Was für Futter bekommt er denn und frißt er das gerne? Wenn ja, kannst du etwas davon als Leckechen abteilen und als Belohnung verwenden.

    Es kann verschiedene Gründe haben, warum er keine Leckerchen nimmt. Zum einen, wenn er sich in einer Situation nicht wohl fühlt und innerlich zu angespannt ist, um zu fressen. Oder wenn er die Leckerchen nicht kennt. nach dem Motto: was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht.

    Hast du schon mal andere Sachen als gekaufte Leckerli, Wurst und Käse ausprobiert? Sowas wie trocken Brot zum Beispiel?

    Es gibt für Hunde (auch für andere Lebewesen inclusive Menschen) vier grundsätzliche Arten, mit Bedrohung und Konflikt umzugehen:

    Angriff (Fight)

    Flucht (Flight)

    Beschwichtigen (Fiddle)

    Erstarren (Freeze)

    nach den englischen Begriffen werden sie auch die 4 F's genannt.

    Von diesen vier Möglichkeiten sind Flucht und Angriff leicht erkennbar, das Beschwichtigen wird oft mit Spiel verwechselt und die vierte Reaktion, das Erstarren wird oft gar nicht erkannt. Deine Beschreibung läßt mich daran denken, daß das auch bei deinem Hund eine Rolle spielen könnte. Ein Hund der "einfriert" bewegt sich langsam oder gar nicht, scheint reaktionslos, störrisch, uninteressiert. In Wirklichkeit ist er aber nur von der Situation überfordert.

    Wenn Casanova aus einem Shelter in Rumänien kommt und als nächstes in einem Hundeschulkurs "funktionieren" soll, finde ich das absolut verständlich, wenn er überfordert ist.

    War er von Anfang an bei dir so wie jetzt oder hat sich da was verändert? Auch zum Guten hin?

    Gibt es Dinge, die er gerne tut?

    Du schreibst zB, daß er gerne im Garten liegt und seine Umwelt beobachtet. Das ist eine Lieblingsbeschäftigung vieler Hunde, besonders von Wachhunden. Das ist auch kein sinnloses Glotzen, sondern solche Hunde behalten aufmerksam ihre Umgebung im Auge.

    Frage: sind deine Katzen denn uneingeschränkt hundeverträglich?

    Ich habe die drei Katzen, für die meine (große) 2-Zi-Whg eigentlich schon etwas eng ist.

    Das klingt nach möglichem Stress für deine Katzen, wenn du Hunde in deine Wohnung bringst. Die Katzen müssen dem Hund ja aus dem Weg gehen können ohne sich dabei eingeschränkt zu fühlen.

    Außerdem sind viele katzenverträgliche Hunde zwar mit den haushaltseigenen Katzen verträglich, fremde werden aber trotzdem gejagt.

    Wenn du dagegen Gassiservice für Hunde aus der Nachbarschaft anbietest, dann müßten die ja nicht in deine Wohnung kommen.

    Aushänge in Supermärkten, bei Fressnapf & Co sowie in Tierarztpraxen oder schlicht am Rande von Parks und Hundeauslaufgebieten oder in Nachbarschaftstreffpunkten sind da sicher hilfreich.

    Es gibt aber auch Nachbarschaftsnetzwerke im Internet, die durchaus auch von älteren Menschen frequentiert werden. Wobei es ja gerade Berufstätige sind, die besonders auf Gassigeher angewiesen sind.

    Ruhe lernen

    an kurzer Leine laufen

    auf kleinem Raum/ in einer Box fixiert werden

    sich Dinge wegnehmen lassen

    sich Nahrung wegnehmen lassen

    nicht über Tische und Bänke toben

    keine Leute anspringen

    keine Leute beißen

    keine Sachen ankauen (mit wenigen Ausnahmen)

    dies nicht tun

    das sein lassen

    jenes nicht tun

    - was wir von unseren Hunden und besonders von Welpen verlangen, ist schon ganz schön heftig. Das sind große Anpassungsleistungen. Unsere Welpen sollen vor allem lernen, was sie alles nicht tun dürfen.

    Ganz viel Selbstbeherrschung, sich zurücknehmen, Passivität statt Aktivität.

    Was lernen dagegen gleichalte Wolfs- oder Fuchswelpen?

    Rennen

    Klettern

    Ringen

    Raufen

    Körperbeherrschung

    Schnüffeln

    Jagen

    Hetzen

    Fangen

    die Umgebung als Abenteuerspielplatz erobern

    Probleme selbstständig lösen

    Gefahren einschätzen

    die Alten nicht belästigen

    bis auf den letzten Punkt sind das alles aktive Dinge, die spielerisch und freiwillig angegangen werden. Dafür sind Caniden geboren.

    Klar, wir sind darauf angewiesen, daß sich unsrere Hunde in der engen Lebenswelt unserer Zivilisationsgesellschaft angepasst und unauffällig verhalten.

    Trotzdem sollten wir meiner Meinung nach mit der ersten Liste behutsam umgehen und den Welpen nicht überfordern und ihm als Ausgleich so viele selbstbestimmte Aktivitäten von der zweiten Liste ermöglichen, wie es in den Grenzen unserer Lebenswelt möglich ist. Klar gehört das Jagen und Hetzen von Tieren nicht dazu, aber ausreichende Bewegung nach eigenem Ermessen unbedingt.

    Bei einer Welpenstunde sollte man vor allem darauf achten, dass die moderiert wird und Welpen sich nicht gegenseitig mobben?

    unter anderem. Das ist aber nur einer von mehreren Aspekten. Wir haben hier schon verschiedene Threads über Welpenstunden gehabt, die findest du über die Stichwortsuche.

    Aus einer gut geführten Welpenstunde kann man sich viel mitnehmen und der Welpe profitiert davon, aber eine schlechte kann sehr schaden. Lieber gar keine als eine schlechte.

    Falls du vorhast, eine Welpenstunde zu besuchen, dann schau dir eine solche Stunde einmal live an, bevor dein Welpe einzieht. So kannst du verschiedene Angebote vergleichen und dich für das beste entscheiden und du vermeidest schlechte Erfahrungen für deinen Welpen.

    Icj war sehr froh, daß ich das damals so gemacht habe, denn eine Welpenstunde, deren Internetauftritt sehr überzeugend war, fiel live direkt raus und ich war froh, daß ich Cara und mir diesen Mist erpart habe.

    Naja, der sollte besser den Mund halten, er war ja auch nicht immer.... aber mit Yakari????? :face_screaming_in_fear:

    gerade nachgeschaut: für dieses exotische Pairing gibt's noch nicht mal Fanfiction*. Und es gibt sonst zu allem Fanfiction.

    Wobei Geralt Yennefer das Glück, endlich leibliche Mutter zu werden, eigentlich gönnen sollte, das war ja das Leid ihres Lebens. Aber gleich 10 auf einmal? :dizzy_face:

    - entweder grenzenloser Optimismus oder magietechnisch ist da was ausgerutscht.

    * außer, offensichtlich in den Kleinanzeigen

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