Richtig, das hatte ich vorhin noch vergessen zu fragen: wie lang ist die Leine?
An einer kurzen Leine ist der Hund so schnell am Ende der Reichweite, daß er sehr oft korrigiert werden muß und entsprechend ständig gefrustet ist. Überhaupt ist längeres Laufen an der kurzen Leine im angepassten Tempo eine Konzentrationssache, die viele jüngere Hunde überfordert.
Ein längere Leine kann da entspannend wirken. An einer längeren Leine kann der Hund auch mal kurz stehenbleiben oder ein paar Schritte vorauslaufen.
Ob eine 4 bis 6 Meter "Schlamperleine" oder eine 10 Meter Schleppleine besser sind hängt auch wieder vom Hund und den Umständen ab. Er soll ja gerade in ländlicher Umgebung nicht in Gräben und Böschungen nach Wildgerüchen suchen.
Die von mir für meinen Junghund viel genutzte "Schlamperleine" läßt sich einfacher händeln als die Schleppleine.
Die Schleppleine kommt dagegen dem eigentlichen Freilauf schon näher, muß aber sehr konzentriert geführt werden, damit der Hund nie mit Anlauf reinknallen kann, sonst können sich Hund und Mensch ernsthaft verletzen. Das bedeutet man muß ständig nachfassen oder freigeben, damit der Hund nur immer soviel Freireum hat, wie er gerade benötigt.