Beiträge von dagmarjung

    Prima, daß du die Brachyzephalie auf dem Schirm hast und auch gute Bedingungen für den Hund schaffen kannst. Ist ja nicht selbstverständlich, weil Chihuahuas keine Rasse ist, die man als allererstes mit diesem Problem verbindet.

    Der Anregung, auch Fachärzte hinzuzuziehen und sich nicht nur auf den Allgemein-Tierarzt zu verlassen möchte ich mich anschließen. Auch Richtung Herz denken!

    Zurück zur Brachyzephalie: Auf lange Sicht könnte auch eine Operation die Lebensqualität verbessern, wenn verstopfendes Gewebe aus den Atemgängen entfernt wird.

    Sind beide Hüften gleichermaßen schlecht bemuskelt oder nur eine? Falls beide, kann es an Bewegungsmangel liegen, bei einseitig muß man an falsche Belastung durch Schonhaltung denken und dann sind Schmerzen sehr wahrscheinlich und es muß natürlich nach der Ursache geschaut werden. Chonischer Dauerschmerz ist nicht unbedingt immer durch Abtasten festzustellen, zumal sich Hunde beim Tierarzt nicht selten "zusammenreißen".

    Wenn dein TA auf Physiotherapie verweist und ansonsten keinen Handlungsbedarf sieht, dann hoffe ich auf Bewegungsmangel als Ursache für beidseitige schlechte Bemuskelung, was sich bei dir sicher bald bessern wird.

    Er hat eine sehr kurze Schnauze und schnarcht sehr laut und ist daher beim laufen kurzatmig und er läuft recht schlecht durch seine Hüfte

    Was genau ist an der Hüfte? Sind Schmerzen ausgeschlossen?

    Hast du dich schon zum Thema "Brachyzephales Syndrom" informiert, also die Leiden, die durch eine zu kurze Schnauze entstehen?

    Außer Atemnot (Schnarchen und Kurzatmigkeit) ist auch die Hitzeempfindlichkeit ein großes Risiko, besonders wenn demnächst Sommerhitze kommt. Kurzschnäuzigen Hunde fehlt der Nasen- und Rachenraum, den Hunde normalerweise zum Luftaustausch und damit zur Kühlung nutzen. Deshalb sind sie besonders gefährdet, einen Hitzschlag zu bekommen, auch bei Temperaturen, die Hunde mit normal langer Nase noch gut vertragen.

    Ich habe keine Meinung zu deiner Hundeschule, ich habe ja nicht gesehen, wie dort gearbeitet wird und kann mir nur aus deiner Beschreibung heraus kein Urteil erlauben.

    Aber mal ganz grundsätzlich: Solltest du jetzt oder in Zukunft zu der Meinung kommen, Hundeschule X oder Trainer Y bringt euch nichts und schadet eher als das es nutzt, dann sollte das verbrannte Geld für die restlichen Stunden deine allergeringste Sorge sein.

    Denn wenn die Methoden dem Hund schaden, dann zerstörst du sein Vertrauen in dich, der Hund verliert die Freude an der Zusammenarbeit mit dir und womöglich kannst du anschließend mit einem neuen Trainer wieder bei minus Null anfangen, was die Sache im Endeffekt dann noch teurer macht.

    Der Hund ist einfach dadurch gestresst, daß sein Leben (mal wieder) umgekrempelt wurde und er sich an völlig neue Regeln, Sozialpartner usw anpassen muß.

    Dafür benötigt er ZEIT. Du kannst die Bedingungen bestmöglich gestalten, aber du kannst diesen Prozess nicht abkürzen durch machen und tun. Es gibt keinen Zaubertrick, um dem Hund seinen derzeitigen Stress zu nehmen.

    Die Hunde Trainer und der Tierarzt haben das gesagt sofern Training und Änderungen nichts bringen. Da es einfach einige Hunde gibt die unter ihren Hormonen zu sehr gestresst sind.

    Ja, solche Hunde gibt es. Es ist aber viel zu früh, um beurteilen zu können, ob Lui dazugehört. Ob Training und Änderungen was bringen, erfährst du nur, wenn du die nötige Geduld aufbringst. Denn außer Training und Änderungen im Umgang gehört erstmal die schlichte Gewöhnung an die neuen Lebensverhältnisse zu den Dingen, die "was bringen" können. In anderen Worten, Zeit. Und ich rede da nicht von den wenigen Wochen bis Anfang August, sondern von einem halben Jahr, einem ganzen Jahr, vielleicht länger, das kann man nicht vorhersagen. Bedenke, daß Lui zur Zeit immer noch im Notstandsmodus unterwegs ist. Er kann ja nicht wissen, daß er nicht morgen schon wieder woanders hingegeben wird.

    Welches Verhalten genau meinst du, wenn du von dominieren sprichst? Kannst du das genauer beschreiben?

    Danke fürs Update!

    Ich freue mich, daß einige Dinge schon besser klappen. :smile:

    Ich sejhe allerdings immer noch deine Tendenz, am Grashalm zu ziehen, damit er schneller wächst. :roll:

    Setz dir bitte keine Fristen "bis dann und dann muß X klappen, sonst...".

    Erfahrene Hundehalter reden von mindestens einem halben Jahr, bis ein Hund innerlich angekommen ist. Und Lui ist doch noch nicht einmal 14 Tage bei dir. Gib ihm Zeit, anstatt kurzfristig ein Hormonchaos in dem kleinen Kerl anzurichten.

    Das Markieren sehe ich gerade bei ihm nicht als Ausdruck von Dominanz, sondern im Gegenteil als Ausdruck von Unsicherheit und Stress. Er ist nicht selbstsicher, sondern versucht im Gegenteil durch Verteilen seines Geruchs seinem eher schwachen Selbstbewustsein aufzuhelfen. Kennt er das überhaupt vom Vorbesitzer, nachts alleine zu schlafen?

    Auch beim Anknurren und Schnappen sehe ich den Versuch, seine Individualdistanz zu verteidigen. Der Begriff Dominanz passt dafür nicht.

    Bitte macht euch keine Vorwürfe. Es ist normal, daß man sich hinterher solche Fragen stellt, aber ihr werdet mit einigem Abstand ganz sicher zu dem Schluß kommen, daß ihr richtig und im Sinne eurer Hündin entschieden habt.

    Ich hätte an eurer Stelle genauso entschieden.

    Bei eurer Hündin ist ja quasi der ganze Organismus in sich zusammengebrochen. So einen Zustand will man nicht unnötig verlängern, zumal die Ursache ja ungeklärt war. Mit einer klaren Diagnose und einer soliden Aussicht auf Heilung bin ich immer dafür, das Risiko einzugehen und im Zweifelsfall zu operieren. Aber das sah bei euch ja ganz anders aus.

    Ich wünsche euch viel Kraft! :streichel: