Beiträge von dagmarjung

    Diese Frage beschäftigt mich auch schon seit Anfang des Threads, denn ein "lauffauler" Dalmatiner, der sich seit seinem ersten Jahr nicht mehr bewegen mag, klingt extrem unnormal. Gerade bei dieser Rasse.

    Ein einmaliges traumatisches Erlebnis in der Jugend reicht mir als Erklärung für lebenslange Bewegungsunlust nicht aus.

    Aber wie dem auch sei, nun ist die Hündin hochbetagt, hat Demenz und seit Wochen eine akute Lähmung, da sollte man sich wohl besser auf die aktuellen Themen konzentrieren.

    Der angebliche Zeitmangel kann ja so schlimm nicht sein, wenn man anbietet, den Hund tageweise oder bei Urlaub zubetreuen.

    Ich vermute Tierarztkosten als eigentlichen Grund. Das letzte Jahr ist nun mal das teuerste. Bei Hunden wie bei Menschen. Das darf dann gerne jemand anders übernehmen.

    Ich habe explizit aufgeführt, dass der Hund von Tag eins Physiotherapie usw. ...

    Lediglich bei Kastration gab ich an, dass nur bei gesundheitlichen Gründen durchzuführen und dass wir bisher 3 Hunde ohne Nachwuchs hatten. Ich habe daraufhin keine Antwort mehr erhalten.

    Wenn der Hund gehandikapt ist und Physio benötigt, dann spricht schon aus medizinischen Gründen alles dafür, ihm sein Testosteron zu erhalten, das ja schließlich auch für gute Bemuskelung zuständig ist, die er besonders dringend braucht.

    "Cäppie misst entspannte 40cm und ist damit kaum größer als eine Maine Coon Katze." :beaming_face_with_smiling_eyes: :nerd_face:

    Ach ja.

    Das Maine Coon Argument habe ich auch schon mal ins Feld geführt, als ein Schaffner Cara nicht als Kleinhund (und damit nicht bezahlpflichtig) akzeptieren wollte. "Katzen brauchen auch keine Fahrkarte und es gibt Katzen, die sind sogar größer als mein Hund!" zog leider nicht. :roll:

    Zusätzlich zur TÄ würde ich sie unbedingt noch einer Physiotherapheutin vorstellen. Die sehen und fühlen noch andere Dinge als die TÄ und beides ergänzt sich sehr gut.

    Auch Unwohlsein oder Schmerzen, die nichts mit dem Bewegungsapparat zu tun haben können zu Bewegungsunlust führen. Wurde deine Hündin daraufhin untersucht?

    Also alles von Bauch über Zähne, Ohren usw?

    Für mich ist die große Frage immer die nach der Lebensqualität. Womit ich nicht nur ein teilnahmlsoses Dahindämmern meine sondern: ist noch so etwas wie Lebensfreude spürbar?

    Manchmal hilft ja ein Pro und Contra Liste, um sich selbst ein besseres Bild zu machen.

    Woran hat die Hündin noch Freude, und wieviel Zeit am Tag nehmen diese Dinge oder Aktivitäten ein?

    Worunter leidet sie (Angst, Stress, Schmerzen?) und wieviel Zeit am Tage nimmt das in Anspruch?

    Meine persönliches Credo ist: wenn eine realistische Aussicht auf Besserung besteht, mute ich einem Tier, auch einem alten, durchaus Leiden zu, in der begründeten Aussicht auf Licht am Ende des Tunnels.

    Bei einem Tier in der absehbar allerletzten Lebensphase frage ich mich dagegen, was hat das Tier wirklich von der Verlängerung des augenblicklichen Zustands?