Den Bereich kann ich leider nichts ins Wohnzimmer stellen da ich dort einen alten Dielenboden habe.
Wenn du einen Bereich im Wohnzimmer für Lui abgrenzen willst, leg doch was wasserdichtes drunter. ZB PVC Boden aus dem Baumarkt, sowas gibt es auch billig als Restposten.
Er markiert aber auch draußen und bei anderen Menschen im Haushalt die keine Tiere haben, daher für mich kein Grund, das es an den Katzen liegt.
Er kann ja verschiedene Gründe nebeneinander für Markieren haben. Katzen sind dann nur einer davon, aber aben auch ein Grund unter mehreren.
Lui ist nicht gestresst wieso Check das hier keiner 😅 wir haben einen Mega ruhigen Alltag.
Für ausnahmslos jeden Hund ist ein Besitzerwechsel eine starke Belastung, die nicht mal eben in ein paar Tagen oder wenigen Wochen erledigt ist. Bis ein Hund sich mit neuen Menschen, neuen tierischen Mitbewohnern und in einer neuen Umgebung wirklich sicher, vertraut und zuhause fühlt, das dauert länger. Und diese Zeit der Eingewöhnung kann man nicht abkürzen.
Lui ist ein Hund. Deshalb trifft es auch auf ihn zu, egal wie ruhig euer Leben ist.
Ich gebe mal ein Beispiel:
Wegen eines längeren Krankenhausaufenthalts mit anschließender ReHa mußte ich meine Pudelhündin Cara zu Freunden in Pflege geben. Insgesamt waren das mehr als 8 Wochen.
Cara kannte meine Freunde gut und mochte sie auch sehr gern. Wir waren dort regelmäßig zu Besuch und sie kannte sich im Haus gut aus.
Sie fügte sich bei meinen Freunden auch problemlos ein und alles verlief gut.
Als ich wieder zurückgekehrt war, erzählte meine Freundin ganz nebenbei, daß Cara sich, anders als ihre eigenen Hunde, bei Spaziergängen netterweise immer gleich leerpinkelte und nie markierte und ich so: "Was? Reden wir vom selben Hund???" - weil Cara bei mir immer allergrößten Wert auf Pinkelstellenkontrollen und Markieren legte, fast wie ein Rüde.
An diesem Anzeichen wurde mir deutlich, daß Cara sich bei meinen Freunden eben nicht zuhause gefühlt hatte. Auch nach 8 Wochen noch nicht! Sie verhielt sich still und vorsichtig und vermied es nach Möglichkeit, ihren Geruch im Viertel zu verteilen. Lieber kleine Brötchen backen im fremden Revier, war ihr Motto.
Mit mir zusammen dagegen fühlte sie sich als Teil einer starken Gemeinschaft, war entsprechend selbstbewußter, und konnte es sich dann wieder leisten zu markieren.
(Anders als Lui und viele andere Hunde, besonders Rüden, benutzte sie Markierverhalten nicht als Krücke zum Egoaufbau, da sind Hunde auch individuell unterschiedlich.)
Ich bin sicher, wäre Cara dauerhaft bei meinen Freunden geblieben, wäre sie nach und nach aufgetaut und hätte dann auch wieder angefangen zu markieren. Irgendwann wäre sie dann innerlich angekommen im neuen Leben. Aber eben nicht schon nach 8 Wochen.