Beiträge von dagmarjung

    Ich wüsste ehrlich gesagt nicht wo ich so eine Konstruktion hinstellen würde…

    Kein Problem, die sind zum Zusammenklappen! :D

    Meiner passte problemlos in den Winkel hinter der Küchentür, wo auch der Klapptritt steht.

    Für einen Zwergpudel reicht ein kleiner und preisgünstiger Tisch unter 200 Euro, es muß kein teures Profimodell für den Hundesalon sein. Aber auf jeden Fall mit Galgen!

    Kann dann auch sein, daß der nicht höhenverstellbar ist, ich habe gerade mal gegoogelt, das ist aber auch okay. Meinen Tisch habe ich jetzt nicht gefunden, der war aber damals auch ein Auslaufmodell.

    Google mal "Schertisch" und "Trimmtisch". Ich hatte meinen damals bei Ehaso gekauft.

    Vielleicht fragst du mal im Pudelthread, was die User so empfehlen.

    Falls du einen einigermaßen günstigen Tisch mit doppelseitiger Halterung findest, wo der Galgen also vorne und hinten befestigt ist, würde ich das für einen sehr zappeligen Hund vorziehen. Dann kannst du ihn vorne am Halsband fixieren und zusätzlich hinten mit einer weichen Schlaufe unterm Bauch.

    Für Cara hat der einfache Galgen ausgereicht.

    Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist auch, daß der Hund verknüpft, Bürsten, Kämmen und sonstige Pflegemaßnahmen finden immer auf dem Schertisch statt und nur da. Das heißt, man vergiftet nicht den übrigen Umgang mit den Hund, wenn er jedesmal befürchten muß, daß ungeliebte Pflegemaßnahmen kommen, wenn man ihn auf dem Boden anfasst oder sich dort zu ihm setzt.

    Von mir gibt's eine Empfehlung für einen richtigen Pflegetisch mit Galgen. Das hat unser Leben so viel einfacher gemacht und damit auch die Arbeitszeit verkürzt!

    Ich habe da lange an der falschen Stelle gespart und mit Notlösungen wie Duschmatte auf einer Truhe gearbeitet.

    Cara hat sich zwar gut bürsten lassen und nie geschnappt, aber wollte ihre Kontrollettinase immer gerne zwischen Pfote und Schemaschine stecken.

    Der höhenverstellbare Tisch bringt den Hund in die richtige Arbeitshöhe, und mit dem Galgen und richtig eingestellem Halsband und Kette hat man das Vorderende einfach viel besser unter Kontrolle.

    Lass sie von der Tierärztin und daneben auch von einer Physiotherapheutin untersuchen. Die beiden ergänzen sich und sehen insgesamt deutlich mehr.

    Wenn die Hündin ungeschickt ist, kann das eine Ursache im Körperbau haben, die abgeklärt werden muß.

    Daß ein Hund sich "verspringt", ist nicht normal und daher kennt es hier zum Glück auch nicht jeder. ;)

    Gut, daß du an den gesundheitlichen Themen von Lui dran bist. :bindafür:

    Da kommt ja leider allerhand zusammen. Was auch mit Sicherheit zum allgemeinen Dauerstress/Unwohlsein von Lui beiträgt. Zahnschmerzen und entzündetes Zahnfleisch wegen Zahnstein sind nicht lustig.

    Die Prostata kann ein Schlüssel zum Markier- und Aufreitproblem sein.

    Ich hatte angenommen, sie sei schon mit untersucht worden, weil das eigentlich Standard ist, wenn ein Rüde wegen übermäßigen Markierens/Sexualverhaltens vorgestellt wird und du sagest ja anfangs, Lui sei untersucht worden und gesundheitliche Ursachen wären dabei ausgeschlossen worden.

    Aber egal wie und wann, Hauptsache du hast es jetzt auf dem Schirm und gehst dem nach.

    Wie andere schon sagten, bevor die Gesundheit nicht abgeklärt wurde und vorhandene Probleme im Griff sind, braucht man im Grunde gar kein Training anzufangen. Gegen Schmerzen oder hormonelle Störungen kann man nicht antrainieren.

    Damit will ich dir auf keinen Fall nahelegen, den Termin mit der Hundetrainerin abzusagen! Aber informiere sie über den derzeitigen gesundheitlichen Zustand und auch darüber, was noch untersucht werden muß.

    Leider ist es nicht selten, daß Vorbesitzer einen Hund gesundheitlich verkommen lassen, sei es wegen Unwissenheit, oder weil man das Interesse am Tier verloren hat und Geld sparen will, da der Hund eh weg soll.

    Wie eine Tierarztpraxis ohne Röntgengerät vernünftig arbeiten soll, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Ich denke da nicht nur an Rücken- oder Gelenkprobleme und Knochenbrüche, sondern auch an Darmverschlüsse, verschluckte Fremdkörper oder Legenot bei Vögeln, alles Standardprobleme in jeder Kleintierpraxis. Aber gut, Hauptsache der Arzt schickt einen dann flott weiter zu jemand, der ein entprechendes Gerät besitzt.

    Alles, was Hunde lernen, vom Rückruf über das Laufen an der Leine bis zum Alleinebleiben, lernen sie kontextbezogen.

    Das heißt, sie können es mit dem Menschen und in der Umgebung, in der sie es gelernt haben.

    Ein Hund, der im alten Zuhause top gehorsam war und gut alleine bleiben konnte, muß das alles im neuen Zuhause und mit dem neuen Menschen wieder neu lernen. Meistens geht das sehr viel schneller als beim ersten Mal, aber es muß trotzdem von leicht nach schwer neu aufgebaut werden.

    Deshalb wird so dringend angeraten, einen neu angeschafften Hund erst dann von der Leine zu lassen, wenn er den Rückruf auch beim neuen Besitzer wieder verläßlich beherrscht. Und deshalb kann ein Hund, der zuhause gut alleine bleibt, das noch lange nicht im fremden Hotelzimmer. Oder beim neuen Besitzer in dessen Wohnung. Und deshalb bekommen Blindenhunde nach ihrer Ausbildung erst mal eine längere gemeinsame Trainingszeit mit dem neuen Besitzer, in der der Sehbehinderte und der Hund miteinander umgehen lernen, mit Hilfe des Ausbilders.

    Das sind tatsächlich Basics der Hundehaltung.

    Hunde sind keine Elektrogeräte, die man einmal einstellt und die dann laufen, egal wer sie bedient.

    Wenn ein Vorbesitzer sagt, der Hund kann mehrere Stunden alleinebleiben, dann kann der Hund das in der gewohnten Umgebung. Da er es einmal gelernt hat, kann man davon ausgehen, daß er es in einer neuen Umgebung auch wieder lernen kann. Aber nicht, daß er es dort von Anfang an kann.

    Mir ist gestern nach bisschen Abstand was aufgefallen.

    Ich finde es prima, daß du Lui und sein Verhalten jetzt mit mehr Ruhe beobachtest und analysierst. Tiere erzählen einem so viel über sich selbst, wenn man zuhört.

    Texas hat sich die ersten Tage nach dem alleine bleiben auch unfassbar gefreut und ist kaum runter gekommen. Lui hat alleine diese Anfangsfreude von Texas x10.

    Es ist im Grunde immer ein Alarmzeichen, wenn ein Hund sich bei der Wiederkehr seines Menschen unfassbar freut. In dieser Aufregung zeigt sich nämlich der ganze Stress der vorherigen Trennung. Das Ausmaß der "freudigen" Erregung ist der direkte Gradmesser für den Leidensdruck vorher.

    (Es gibt Ausnahmen von dieser Regel, weil manche Menschen sich selber allzu begeistert über soviel "Liebe" freuen und das aufgeregte Begrüßungsverhalten dadurch fördern. Davon lassen sich Hunde natürlich gerne anstecken.)

    Mir war es immer am liebsten, wenn Cara mich freundlich, aber quasi nebenbei zur Kenntnis genommen hat und bei der Begrüßung erstmal gegähnt und sich gestreckt hat. Daraus sah ich, daß sie bis zum Geräusch des Wohnungsschlüssels entspannt geschlafen hatte.

    Wenn ich sie ausnahmsweise mal zu ugewöhnlichen Zeiten alleine gelassen habve, zB abend wegen Kino, dann wurde ich "freudiger" - also aufgeregter - begrüßt als normalerweise.

    Den Bereich kann ich leider nichts ins Wohnzimmer stellen da ich dort einen alten Dielenboden habe.

    Wenn du einen Bereich im Wohnzimmer für Lui abgrenzen willst, leg doch was wasserdichtes drunter. ZB PVC Boden aus dem Baumarkt, sowas gibt es auch billig als Restposten.

    Er markiert aber auch draußen und bei anderen Menschen im Haushalt die keine Tiere haben, daher für mich kein Grund, das es an den Katzen liegt.

    Er kann ja verschiedene Gründe nebeneinander für Markieren haben. Katzen sind dann nur einer davon, aber aben auch ein Grund unter mehreren.

    Lui ist nicht gestresst wieso Check das hier keiner 😅 wir haben einen Mega ruhigen Alltag.

    Für ausnahmslos jeden Hund ist ein Besitzerwechsel eine starke Belastung, die nicht mal eben in ein paar Tagen oder wenigen Wochen erledigt ist. Bis ein Hund sich mit neuen Menschen, neuen tierischen Mitbewohnern und in einer neuen Umgebung wirklich sicher, vertraut und zuhause fühlt, das dauert länger. Und diese Zeit der Eingewöhnung kann man nicht abkürzen.

    Lui ist ein Hund. Deshalb trifft es auch auf ihn zu, egal wie ruhig euer Leben ist.

    Ich gebe mal ein Beispiel:

    Wegen eines längeren Krankenhausaufenthalts mit anschließender ReHa mußte ich meine Pudelhündin Cara zu Freunden in Pflege geben. Insgesamt waren das mehr als 8 Wochen.

    Cara kannte meine Freunde gut und mochte sie auch sehr gern. Wir waren dort regelmäßig zu Besuch und sie kannte sich im Haus gut aus.

    Sie fügte sich bei meinen Freunden auch problemlos ein und alles verlief gut.

    Als ich wieder zurückgekehrt war, erzählte meine Freundin ganz nebenbei, daß Cara sich, anders als ihre eigenen Hunde, bei Spaziergängen netterweise immer gleich leerpinkelte und nie markierte und ich so: "Was? Reden wir vom selben Hund???" - weil Cara bei mir immer allergrößten Wert auf Pinkelstellenkontrollen und Markieren legte, fast wie ein Rüde.

    An diesem Anzeichen wurde mir deutlich, daß Cara sich bei meinen Freunden eben nicht zuhause gefühlt hatte. Auch nach 8 Wochen noch nicht! Sie verhielt sich still und vorsichtig und vermied es nach Möglichkeit, ihren Geruch im Viertel zu verteilen. Lieber kleine Brötchen backen im fremden Revier, war ihr Motto.

    Mit mir zusammen dagegen fühlte sie sich als Teil einer starken Gemeinschaft, war entsprechend selbstbewußter, und konnte es sich dann wieder leisten zu markieren.

    (Anders als Lui und viele andere Hunde, besonders Rüden, benutzte sie Markierverhalten nicht als Krücke zum Egoaufbau, da sind Hunde auch individuell unterschiedlich.)

    Ich bin sicher, wäre Cara dauerhaft bei meinen Freunden geblieben, wäre sie nach und nach aufgetaut und hätte dann auch wieder angefangen zu markieren. Irgendwann wäre sie dann innerlich angekommen im neuen Leben. Aber eben nicht schon nach 8 Wochen.

    Das würde dazu passen, daß Lui nach deinem Bericht besonders bei den Junghunden in der Hundeschule aufgeritten ist. Freilauf mit mehreren unbekannten Hunden ist an sich schon eine sehr aufregende Situation, dazu sind es noch noch wuselige Junghunde.

    Außerdem erfassen Hunde meist schon ganz gut, bei wem sich sich was leisten können und bei wem sie dafür auf die Mütze kriegen.