Beiträge von Getier

    Und mir ist auch einfach das "Zucht voranbringen" nicht wichtig. Das soll und darf einfach nicht auf Kosten von den Tieren gehen.

    Wieso geht es auf die Kosten der Tiere? Das größte (moralische) Problem bei einer Abgabe dürfte der Mensch haben, nicht der Hund. Wenn der weiterhin ordentlich verpflegt wird, passts doch.

    Mich stört es nicht mal, wenn es eine "Geldanlage" ist, so lange alle auf ihre Kosten kommen. Für "gute Qualität" bin ich gerne bereit ein entsprechenden Lohn zu zahlen und da kann der Züchter mit machen was er will. :ka:

    Ehrlich gesagt, würde ich da kein großes Theater drum machen. Der Hund wird den Weg schon 1000 mal gegangen sein, jetzt hat er natürlich erstmal eine schlechte Erfahrung gemacht und will vermeiden, dass sich diese wiederholt.

    Mach alles, wie sonst auch, überzeuge den Hund mitzugehen und nach ein paar Tagen dürfte das Thema wieder gegessen sein. Mein Hund wurde auch schonmal von einem E-Zaun "gebissen".

    Als Züchter sollte man auch Zeit und Platz für seine Althunde haben. Schließlich bringen die die Zucht nach vorne und haben einfach ihren Alterssitz verdient.

    Na ja. "Die Zucht nach vorne bringen" ist halt auch Definitionssache. Einfaches Beispiel: Ich habe Zeit, Platz, Geld, etc. für 3 Hunde (inkl. Ausstellungen, Prüfungen, Sport, etc.) und zwei Würfe im Jahr. Eine Hündin ist nun ein älteres Semester, hat ihren "Dienst" getan, bis dahin ein schönes Leben bei mir gehabt, etc. pp. scheidet aus der Zucht aus. Nun, wenn ich an die Zukunft denke, dann brauche ich eine Nachwuchshündin oder ich muss irgendwann einige Zeit darauf verzichten zu züchten. Wenn man das will, klar, dann kann die Hündin bleiben. Ich sehe aber auch kein Problem darin, den Hund in gute Hände abzugeben und mir den Junghund ins Haus zu holen, um weiter Pläne für die Zukunft zu schmieden. :ka:

    Zucht hat für mich auch was mit Verbesserung der Rasse und "eine eigene Linie" fahren, zu tun. Das geht nicht, wenn ich nur alle Jahre mal einen Wurf habe und die Welpen dann alle in fremde Hände gebe ...

    Er ist 8 Monate alt und mich würde interessieren,was da so typische Verhaltensweisen sind und welche man noch in den Griff kriegen kann :-)

    Typische Verhaltensweisen? Ein gutgezogener, wesensfester Junghund hat eigentlich 1000 lustige Ideen am Tag, ist fröhlich, freundlich und voller Tatendrang. Also "typisch Junghund" sind für mich keine deiner Probleme, eher im Gegenteil. Es kann zu entwicklungsbedingten Unsicherheiten kommen, ja - aber bei dir scheint sich das wie ein roter Faden durch den Alltag zu ziehen.

    Aber dein Hund ist eben auch kein mit bedacht gezüchteter und aufgezogener Junghund, sondern ein Hund der nicht gewollt wurde und unter schlechten Bedingungen aufgezogen wurde - klar, dass es da zu Problemen kommen kann, woran im Laufe des Lebens gearbeitet werden muss bzw. Rücksicht genommen werden muss.

    Aber wie lange sollen denn die Rücklagen halten, wenn man wirklich berufsunfähig wird und 1-2 chronisch kranke Tiere hat die jeden Monat teure Medikamente brauch? Solche Tiere nimmt auch kein Verein mal eben auf. Außerdem hast du meine Frage leider nicht beantwortet, ob du wirklich auch deine Tiere hergeben würdest, wenn du sonst schon alles verloren hast.

    Ja, ich würde meine Tiere hergeben, wenn ich sie mir nicht mehr leisten könnte. Notfalls eben ins städt. Tierheim. Bei chronisch (schwer) kranken, alten Tieren würde ich allerdings eher den Weg zum Tierarzt wählen.