Beiträge von Borderlunde

    Ich war auf einem Seminar von Thomas Baumann über Raufer.
    Die von ihm geführten Raufer-Gruppen bedeuten niemals, dass aggressive Hunde mit Maulkorb unkontrolliert auf einer Wiese zusammengeschmissen werden.
    Sondern die Hunde werden vorher genau analysiert, das Zusammentreffen mit ausgesuchten einzelnen anderen Hunden bestens vorbereitet, und begleitet von Sachkundigen, die auch jederzeit eingreifen können...
    Da wurde auch ggf. eine kleine Pöbelei, ein kurzer Kommentkampf zugelassen.
    Aber auch hier, von absoluten Fachleuten begleitet!!
    Es war unglaublich lehrreich, auch die Veränderungen bei den Hunden erstaunlich.
    Es ging ja auch nicht darum, aus dem Beißer einen hundewiesenkompatiblen Spielhund zu machen, sondern dass die Hunde das Raufen nicht mehr als "notwendig"/als einzigst mögliches Verhaltensmuster ansehen, und den Anblick/die Anwesenheit einen anderen Hundes entspannter erleben.

    ABER....ich habe auch schon von ganz schlechten Nachahmern gehört...
    Das, von Dir beschriebene, Zenario scheint eins davon zu sein.

    Wenn es ein Bordercollie sein, warum nicht einen aus dem Tierschutz.

    Schau mal bei http://www.bordercollie-in-not.de/ bzw. auch auf deren FB-Seite.
    Zumindest bei den Hunde (reinrassige, aber auch tolle Mixe), die direkt von BCiN vermittelt werden, können die Pflegestellen kompetent Auskunft geben.
    Und da gibt es auch (immer mal wieder) tolle Hunde, die für Anfänger geeignet wären. Natürlich nicht immer und permanent, aber regelmäßig.

    Dann vielleicht noch der Besuch einer Hundeschule, die sich mit Bordercollie wirklich auskennt, und dann hätte ich persönlich kein Problem mit der Kombi Anfänger + Bordercollie.

    Ich wohne auf dem Land, im Dunkeln habe ich hier so gar keine Angst, daher wird genauso im Feld und Wald spazierengegangen, Fahrrad gefahren wie im Hellen auch. Vor Wildscheinen bin ich nicht bange (die bislang aber vor mir :D )
    Gute Stirnlampe ist immer dabei, Hunde haben Leuchtis um.
    Die 2 tauben Oldies bleiben an der Leine, die 3 anderen laufen frei.

    würde ein hund trotz schmerzen spielen wollen?

    JA!!
    Meine Lynn würde alles für mich tun....spielen, Schafe hüten, am Fahrrad laufen, stundenlang mit spazieren gehen.
    Würde sie machen....wenn ich es zulassen würde.
    Der Tierarzt meinte vor Jahren, dass es absolut erstaunlich wäre, dass der Hund überhaupt noch laufen könnte...

    Athrosen,HD und Spondylosen sind chronische Erkrankungen, die erzeugen dauerhaft Schmerzen. Je nach Wetterlage, Temperatur, Aktivität etc. etc. mal mehr mal weniger. Und viele Hunde zeigen Schmerzen erst sehr, sehr spät.
    Alles was Du da deinem Hund schon zugute kommen läßt ist wunderbar, aber gönne ihm ein Leben ohne Schmerzen.
    Meine Lynn bekommt seit 11 (!!!) Jahren fast dauerhaft hochdosiert Schmerzmittel, dazu Physiotherapie, alles, was man bei Gelenkserkrankungen so zusätzlich füttern kann, trägt an kalten, nassen Tagen BackonTrack-Mantel etc etc.

    Hier kann keiner wirklich beurteilen, ob dein Hund unglücklich ist, oder ob man ein Foto nur so interpretiert (so á la herzerweichenden Dackelblick)
    Wenn allerdings Menschen aus dem Umfeld eine Veränderung am Hund auffällt, sollte man doch hellhörig werden.

    Nur eine Idee:
    Ist er vielleicht nicht unglücklich, sondern hat Schmerzen???
    Meine Borderhündin hat auch schwere HD, Athrosen von vorn bis hinten, Spondylosen. Da geht ohne eine hohe Dosis klassischer Schmerzmittel nichts.
    Traumel halte ich als Schmerzmittel bei so schwerwiegenden Skeletterkrankungen nicht für ausreichend.