Ulrike87
Zunächst mal nutzt man beim Clickern möglichst kleine Leckerlies, die mehr oder weniger in einem Haps weg sind. Käse z.B. den man super klein schneiden kann. Zum anderen kann man ja die ganze Tagesportion des Hundes theoretisch verclickern - und da hat man schon eine Menge an Futtermaterial. meine beiden dürren Heringe bekommen ihre Clickerleckerlies aber immer extra. Eine Clickereinheit dauert bei uns im Schnitt 5 bis 10 Minuten - das machen wir dann 2 mal am Tag.
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Wichtig wäre es nur, dass ab und zu (erst häufiger, dann seltener) immer noch irgendwann eins kommt.
Falsch - denn es ist so, wenn du einem Kind versprichst, jedesmal, wenn den Müll runter trägst, bekommst du nen Euro. Wenn das eine Zeit gut klappt und das Kind trägt den Müll raus und bekommt seinen Euro nicht, wird es fürchterlich enttäuscht sein und beim nächsten Mal den Müll nur noch zögerlich runter bringen.
Dann eher die Click-Frequenz verkleinern. Z.B. Kommando Sitz. Am Anfang clicke ich sofort für den Ansatz "Po runter", cih werde dann aber immer weiter das Click herauszögern, erst eine Sekunde, dann 2-3 usw. usw. Sprich es clickt seltener - ergo weniger Leckerlies auch. Der Clicker ist ja nur ein Hilfsmittel, der bei eingeführter Kommandokontrolle einer Übung ja abgebaut werden soll. Ich will ja nicht ein ganzes Hundeleben lang z.B. die Ausführung des Kommandos Sitz clickern.
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ch meine, wo ist sonst der Sinn bzw. der absolute Vorteil des Clickens? Dann könnte ich doch genauso mit "Fein" und Leckerli arbeiten?
Theoretisch kannst du auch mit fein und Leckerlie arbeiten. Vorteil beim Click ist das häufig bessere Timing und die absolute Neutralität. Ein FEIN und ein FEIN unterscheiden sich nämlich z.B. nach Tageslaune des Menschen enorm. Obendrein nutze ich z.B. den Clicker sehr gern zum free shaping, das in die Hand nehmen des Clickers ist für meine beiden schon so halbwegs eine Aufforderung, einfach mal auszutesten, was gefordert ist. So kann ich die Stärken der Mädels einzeln fördern, bei der einen ist es z.B. das Rückwärtsgehen, bei der anderen eine Rolle usw.
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ch möchte, dass mein Doggi langsam kapiert, dass "klick" so gut ist wie ein Leckerli. oder hab ich da jetzt was total falsch verstanden?
Ja, hast du falsch verstanden. Das Click allein löst zwar in einem Hund schon ein Glücksgefühl aus (weswegen ja das Clickertraining wohl auch so erfolgreich ist), aber es wird nie und nimmer nur mit Clicker gearbeitet, die Belohnung muß dann folgen - IMMER, wenn es clickt.