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ja und?! Zu faul sich mit dem Hund zu beschäftigen?!?!? ICh kann so eine Einstellung nicht verstehen! Außerdem, wie soll das bitte aussehen?!?!?
Ja genau. Daher laufe ich mit meinen Hund auch im Agi bereits A2 und A3 und fahre wohl, wenn alles klappt zur Dt. Meisterschaft, daher sind meine Hunde an den Schafen ausgebildet, daher habe ich mit Pebbles mit Obedience angefangen - achso - natürlich halte ich mir nur Border Collies, weil die sich selbst beschäftigen mit Autos Hüten usw., da brauche ich mich dann Gott sei Dank nicht selbst kümmern. :irre: :irre:
Wie das aussehen soll? Das habe ich eigentlich oben geschrieben. Der Hund braucht Routinen und Alltag und keine Gesamtkörperbespassung. Für einen Hund ist es enormes Lernpensum, wenn er Stubenreinheit erlent, später dann feste Gassizeiten, wenn er lernt, wo er hinmachen darf und wo nicht. Für einen Hund bedeutet es enormes lernen sich mit seiner gesamten Umwelt auseinanderzusetzen, zu lernen, wann Spiel angesagt ist und wann nicht, wann Fütterungszeiten sind, daß er sich z.B. vor dem Futtern zu setzen hat, daß er regelmäßig gebürstet wird, daß keine Möbel angefressen werden usw. usw. Training auf Durchschlafen, festern Schlafplatz, hin und wieder mal allein sein, halbwegs vernünftigte Leinenführung, nicht anspringen beim Begrüßen anderer Menschen usw. usw. usw.
Die Liste ist enorm lang - so und jetzt überlege mal, was für ein Pensum so ein junger Durchschnittshund so schon täglich hat!
Für mich ist darüberhinaus einfach nur wichtig, daß der Hund lernt, daß ich als Mensch wichtig bin (das was du Bindungsarbeit nennst) und daß es auch Pausen gibt, in denen er völlig unwichtig ist und gefälligst zu schlafen hat. Hunde brauchen viel Ruhe, besonders junge Hunde, sonst erzieht man sie von vornherhein zu Stressern und "Junkies".
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So ein absoluter motzen !!!!!
Danke fürs Kompliment :irre:
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Wie sieht deiner MEinung nach denn bitte Bindungs"arbeit" aus?!?! Philosophische Gespräche mit dem Hund?! lachtot
Ganz einfach. Sich miteinander ohne jede Aufgabenstellung beschäftigen können. Der Hund soll lernen, meine Nähe zu SUCHEN. Daher ist oft ein Rückzug erstmal nötig. Ich mache mir rar für den Hund, renne ihm nicht ständig nach und bettele um seine Aufmerksamkeit, sondern er soll von sich aus lernen, daß ich wichtig bin. Das soll jetzt nicht heißen, daß ich einen jungen Hund absolut ignoriere, natürlich knuffel ich mal mit dem Zwerg, aber ich mache mich nicht zu seinem Entertainer. Bindungsarbeit bedeutet für mich persönlich, daß ich versuche, ein Team zu werden, daß ich lerne, den Hund und seinen Charakter zu respektieren und daß der Hund mich als wichtig empfindet. Wie das genau abläuft ist von Hund zu Hund verschieden. Bei Welpen geht das oft recht schnell und ohne Probleme und kann sich dann im Zusammenleben festigen. Bei Junghunden (sprich, man hat die Hunde nicht im "besten Alter" übernommen) kann das so aussehen, daß ich z.B. nur über Handfütterung mit dem Hund kommunziere.
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Und noch ne Frage: was beim Hund ist denn dann "nicht antrainiertes Verhalten"?!?!?!?!? zwinkern
Die Frage ist nicht dein Ernst oder? 
Jede Verhaltensweise, die der Hund von sich aus natürlich anbietet ist kein antrainiertes Verhalten. Nähe suchen, Augenkontakt, Calming Signals, Kontaktliegen, Freugesten. All das eben, was die Kommunkation zwischen Hund und Hundeführer ausmacht und dabei eben auch die Bindung. Alles das, was wichtig ist, den Hund zu verstehen und daraus zu lernen, wie man über Körpersprache (Gestik und Mimik), Wort und Sichzeichen usw. möglichst verständlich für den Hund werden kann.