Beiträge von Pebbles

    Hallo Dani!

    Ich denke, daß sich das dann von allein geben wird.

    WAs du tun solltest: Übernimm möglichst viele Aufgaben rund um den Hund. Geh mit ihr Gassi, füttere sie, trainier mit ihr (z.B. Kunststückchen). Wenn möglich, sollte sie in deinem Zimmer schlafen.

    Deine Mutter muß dann ihren Teil tun. Sie muß den Hund möglichst wenig beachten, möglichst wenig mit ihm machen, ihn nicht mehr füttern.

    Ich würde in der ersten Zeit, wenn du daheim bist, versuchen, daß du sie nur aus der Hand fütterst. Setz dich mit ihr auf den Boden und gib ihr Bröckchen für Bröckchen ihr Futter aus der Hand. Das allein bringt schon oft sehr viel.

    Ich würde das ganz neu aufbauen. Ich würde mit ihr erstmal eine gute Grundstellung üben. Die würde ich ihr "schönfüttern". Sprich, Hund sitzt in korrekter Fußstellung und wird mit Futter vollgestopft (ggf. gleichzeitig dauerbeclickert). Wenn du die Grundstellung "perfekt" hast, dann kannst du langsam wieder ans Fußgehen denken. Also der Hund sollte in der GS zu dir schauen, aufmerksam sein und daß dann auch eben über die Zeit ohne ständiges Füttern. Erst wenn das super klappt, würde ich EINEN Schritt voran machen und sofort belohnen. Du hast ja in dem Moment ihre Aufmerksamkeit und kannst diese für diesen einen einzigen Schritt nutzen. Wenn ihr den einen Schritt aufmerksam hinbekommt, machst du irgendwann einen zweiten.

    Z.B. du hast 10 Leckerlies in den Hand, clickst sie 10 mal und gibst ihr für die Grundstellung die 10 Leckerlies - wenn die Hand leer ist, gehst du einen Schritt und clickst - das nächste Leckerlie gibt es ganz offensichtlich aus der Tasche und NICHT aus der Hand. Zeig ihr ruhig leicht übertrieben, daß das Futter NICHT in der Hand war. Präpariere alles, was du an Taschen bei dir tragen kannst (Hose, Jacke, Pulli, Gürteltasche) mit Leckerlies und wechsele immer die Orte, aus denen das Leckerlie kommt.

    Hallo Nicky!

    Ich würde die Leckerlies an sich gar nicht weg lassen, aber ich würde mit dem Futterlocken aufhören. Du schreibst ja, daß du die Leckerlies in der Hand hast - und genau das würde ich abbauen.

    Dein Hund soll ja in seiner Erwartungshaltung bleiben. Ich denke einfach, du überforderst sie ein wenig. Sie ist ja erst 9 Monate alt. In dem Alter braucht der Hund m.M. nach noch keine langen Schrittfolgen / Übungen ohne Belohnung abarbeiten zu können. Es darf gar nicht so weit kommen, daß der Hund in den Frust (Bellen) verfällt, du mußt schauen, daß du möglichst immer vor der Frustgrenze belohnst. Bau das Schrittweise auf. Gehe erst einen Schritt Click - dann zwei, dann drei, irgendwann mal vier. Dein Hund darf das Vertrauen in seine Belohnung nie verlieren.

    Hier geht die Tendenz sogar dahin, die Hunde gerade vor Prüfungen möglichst viel zu belohnen. Es gibt ein sog. "Schachbrett".
    3 Schritte - 1 Leckerlie
    6 Schritte - 2 Leckerlies
    9 Schritte - 4 Leckerlies
    12 Schritte - 8 Leckerlies
    15 Schritte - 16 Leckerlies
    18 Schritte - 32 Leckerlies
    21 Schritte - 64 Leckerlies

    Dann fängst du an, die SChrittzahl auf 4, 8, 12 usw. zu steigern, die LEckerliezahl bleibt gleich. Dann auf 5, 10, 15 usw.

    Einfach um dem Hund zu signalisieren "es ist absolut lohnenswert lange ohne Leckerlie zu laufen". Umso größer wird in einer Prüfung die Erwartungshaltung des Hundes und er wird einfach durchhalten.

    Nur wichtig ist wie gesagt, sieh als 1. Schritt zu, daß du das Leckerlie aus der Hand bekommst und sie noch mal ganz neu aufbaust OHNE Locken, sondern mit belohnen.

    Zitat

    Könnte das funktionieren? Wenn die Übung natürlich nicht aus Tausenden von zu clickenden Teilerfolgen besteht, sondern was weiß ich, vier, fünf, sechs Einzelteilen?

    Nein, ich denke nicht, daß es funktionieren würde. Denn Click beendet Übung. Wenn du z.B. das Apportieren clickern willst, dann hast du als Teilübungen "Hinlaufen" "Umdrehen" "Aufnehmen des Apportels" "Zurücklaufen mit Apportel" "Nicht knautschen" "Absitzen und halten" "Ausgeben".

    Fast jeder Clickerhund würde beim Click fürs hinlaufen zum Apportel sofort abdrehen und zu dir kommen. In dem Fall solltest du eher dann einfach später clicken. Sprich, am Anfang clickst du fürs hingucken zum Apportel, klappt das, clickst du für einen Schritt drauf zu, klappt das für zwei Schritte draufzu usw. Das ist ja Sinn des Clickertrainings - eben den scheibchenweisen Aufbau einer Übung.

    Was man z.B. "Dauerbeclicken" könnte ist ein Sitzen in der Grundstellung oder ein ruhiges Steh oder auch das Fußgehen, indem man dauerhaft clickt, solange der Hund nett geht, aber das Futter eben nur so schnell stopft, wie der Hund frisst. Eben Übungen bei denen man BEIM Hund ist und Futter geben kann und der Hund nicht die Übung unterbrechen müsste, um an seine Belohnung zu kommen.

    Was manchmal aber klappt ist, daß die Hunde sich auf einmal eine ganz andere Belohnung suchen. Z.B. hatte ich mit Face große Slalomprobleme. Ich habe dann angefangen, den Slalom per Clicker neu aufzubauen. Ich clickte erst nur den Eingang, dann 2 Stangen abarbeiten, dann drei und bei diesem Schritt fing Face an, nach dem Click den Slalom zuende zu arbeiten - das hat sie für sich wohl als Belohnung angesehen. Nach korrektem Beenden des Slaloms gab es einen zweiten Click und auch dann ein Leckerlie. Später hat Face sogar das selbständig erweitert, für sie war es eine größere Belohnung, weiter machen zu dürfen mit dem nächsten Sprung usw., daß wir ganz auf das Leckerlie verzichtet haben.

    Allerdings finde ich, man kann die Hunde statt des Clicks auf ein Steadyness-Hörzeichen konditionieren. Sprich, ein Hörzeichen, was dem Hund zeigt "das ist prima, was du da tust, mach weiter, wenn du einen Click / eine Belohnung möchtest".

    Ich mußte auch grad das Gleiche denken wie Manuela. Wie lebst du mit ihm zusammen? Stehst du ihm immer "zu Verfügung"? Also Beispiel: Wie reagierst du, wenn er ankommt und dich auffordert zu spielen oder zu kraulen usw.? Springst du drauf an?

    Grade die Problematik, immer oder sehr viel mit seinem Hund zusammen zu sein, bringt außerdem oft Probleme mit sich. Hundeerziehung erfordert konsequentes Handeln - und man KANN nicht 24 Std. am Tag konsequent sein. Man will etwas von dem Hund, in dem Moment klingelt das Telefon, klingelt es an der Tür, fangen die Kartoffeln an zu kochen - und schon ist man inkonsequent ohne es vielleicht zu merken. Aber: Die Hunde merken es SOFORT.

    Abgesehen davon - dein Hund ist 1/2 Jahr - es ist völlig normal, daß es gute und schlechte Phasen gibt. Frag mich mal, wie oft ich dreimal gucke, ob nicht jemand heimlich mein Tupfentier ausgetauscht hat. Der Hund der gestern noch beim leistesten Sitz saß zerrt heute auf einmal wie ein Bulle an der Leine - hallo? Wie kommen die kleinen Schieter nur auf solche Ideen? Manchmal denke ich, die liest hier nachts heimlich im Forum und guckt sich nach Unfug um, den sie nachmachen kann. Man muß da einfach in gewisser Weise Verständnis haben. Aber: Verständnis haben heißt nicht, durchgehen lassen.

    Wenn ihr so einen mistigen Tag habt, dann vermeide Fehler. Das Tupfentier bleibt an solchen Tagen dann gern auch mal an einer 2 m Leine auf Spaziergängen. ICH habe da kein Problem mit und witzigerweise überlegt sich die Rotzdame beim nächsten Spaziergang dann direkt, ob sie kommt, wenn ich sie rufe oder sie wieder den Leinenknast riskiert.

    Pebbles: erzählt den ganzen Tag irgendwie Brumsel-Geschichten und kann damit HERRLICH nerven. Pebbles hat keine Scheu davor, auch mal auf dem Tisch zu stehen, wenn sie findet, daß das grad angebracht ist (sie würde NIE was klauen oder so - sie stellt sich einfach nur drauf und guckt). Pebbles geht beim Spazierengehen IMMER eigene Wege. Also nicht, daß sie wegläuft, sie ist immer in Sichtweite, geht aber grundsätzlich nicht mit uns. Man hat eher das Gefühl, wir DÜRFEN mit ihr gehen.

    Face: Ist eine einzige Macke. Sie hat ihre Rituale, die sie pingeligst einhält. Z.B. beim zubett gehen, MUSS sie immer einige Zeit auf Sven liegen und kuscheln, sobald wir das LIcht ausmachen, springt sie raus und sobald sie meint, wir sind eingeschlafen, kommt sie und schläft im Bett. Sobald man das Futternapf nimmt, rast Face wie gestochen in ihren Korb, was oft zur Folge hat, daß der Korb quer durch die ganze Wohnung rutscht (ok, wir waren so klug und haben jetzt einen Teppich drunter liegen). Ach - sie hat so viele Angewohnheiten...

    Aoibheann: Sie wirft alles, was sie kriegen kann durch die Gegend. Alles, was sie hat, wird dann früher oder später in ihren Korb verschleppt. Sie hat einen fürchterlichen Dickkopf, wenn sie was nicht will, setzt sie sich einen Meter vor einen hin und guckt einen groß an - sobald man auf sie zugeht, springt sie sitzend rückwärts wieder in die gleiche Distanz - da kann sie einen irre mit machen - aber man lernt, damit zu leben *g*

    Es gibt doch sicher noch mehr Tierärzte bei euch in den GEgend oder? Dann würde ich da anrufen und nachfragen.

    Grundsätzlich gilt aber, daß die Grundimmunisierung etwas anders ist bei den Impfstoffen, da wird im Junghundalter 2 mal geimpft (normal ist 12 und 16 Wochen, bei dir dann eben später) und einmal mit 1 Jahr, ab dann alle drei Jahre.

    Ansonsten braucht man auch in einem Tollwurtbezirk nicht mehr jährlich zum imfpen, wir haben das hier recht häufig und auch da gilt "Gültig ist Gültig".