Beiträge von Pebbles

    Ich bin generell pro Zwinger. ABER: Nur als Platz für eine Auszeit.

    Ich halte absolut nichts davon, einen Hund ständig im Zwinger zu halten und ihn nur (im besten Fall?) für einen Spaziergang oder Hundeplatz usw. heraus zu holen.

    Aber: Meine Mädels würden es geniessen, wenn sie allein sein müssen und könnten das draußen tun und gucken. Oder im Sommer nachts würden sie wohl auch für ihr Leben gern draußen bleiben.

    Weiterhin fände ICH einen Zwinger sehr nett, wenn wir total verdreckt von der Weide kommen. Da wäre es schon klasse, wenn sie draußen erstmal den größten Dreck verlieren könnten und dann erst ins Haus...

    Ich würde eigentlich möglichst wenig Trara um die Geschichte machen, dennoch aber immer selbstverständlich an diesen Zäunen lang gehen. Ich würde ihn dafür nicht loben, sondern das als ganz was selbstverständliches darstellen, nicht zögern, nicht gucken, nicht bedauern, nicht überlegen, einfach gehen. Wenn er nicht weg läuft, so würde ich ihn einfach ins Fuß nehmen, da lang gehen und ihn erst dann belohnen, wenn er einige Meter danach wieder entspannt ist.

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    Meinst du echt, Spiele auf dem Spaziergang wären auch nicht gut?

    Ja, das meine ich. Ich trenne hier sehr strikt in "Spielzeit" "Übungszeit" "Gassigeh-Relax-Zeitungslese-Zeit" "Ruhephasen".

    Beim Gassigehen SOLL m.M. nach der Hund relaxen. Aufmerksamkeit auf den Halter - ja, absolut. Sieht bei mir so aus, daß ich die Hunde regelmäßig zu mir ranrufe, Spaß draus mache. Z.B. ich rufe sie, wenn sie angerannt kommen, laufe ich ganz schnell in die andere Richtung einige Meter weg und freue mich wie Bolle, wenn sie mich einholen. Also ich frage die Aufmerksamkeit immer so 4-5 Mal pro Spaziergang ab, den Rest der Zeit dürfen sie machen "was sie wollen". Auch die Kleine, die aber natürlich noch viel auch mit Leckerlies belohnt wird, wenn sie dann kommt. Das ist das einzige, was ich quasi unterwegs mit ihnen mache. Ok, und das ablegen üben, wenn uns Leute entgegen kommen.

    Bälle, Spielzeug usw. gibt es bei uns auf einem Spaziergang nicht. Wozu? Es gibt draußen so viel zu erkunden. Gaaanz selten mal darf Pebbles ein Spielzeug mitnehmen, dann gehe ich aber auch meist mit ihr alleine los. Sie war halt die erste und geniesst auch die allein-Spaziergänge noch und da sie auch sehr gern spielt, nehmen wir zwei uns eben diese Zeit ab und an mal.

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    Man sollte halt auch hier versuchen, der Mittelpunkt des Interesses zu sein

    Genau das sollte man versuchen. Das wirst du aber NIE erreichen, indem du dich zum Entertainer und Pausenclown für deinen Hund machst. Und nichts anderes tust du, wenn du ihn bespielst.

    Huhu!

    Als erstes würde ich absolut das viele Gespiele mit ihm einstellen. Draußen soll er nicht spielen, sondern schnüffeln, sein Geschäft machen und die Umgebung kennen lernen. Mit irgendwelchen Spielen puscht ihr den Hund, auch wenn es nur kurz ist. Auch im Haus würde ich zwar mit ihm spielen - aber auf jeden Fall ohne Wurfspiele.

    Ansonsten braucht einfach alles seine Zeit. Meine Rübe (jetzt fast 8 Monate) hat auch länger gebraucht, bis sie gelernt hatte, daß Schluß Schluß ist (sie hat ein Kommando dafür).

    Ganz ehrlich würde ich mal sicher stellen, daß der Hund die KOmmandos auch WIRKLICH verstanden hat. Selbstbeobachtung ist hier das Geheimnis. Sprich: Gibst du das Kommando vielleicht manchmal anders als sonst. Denn wenn ja und der Hund führt es nicht aus, dann ist eine Verknüpfung nur soweit da, daß er einen anderen Tonfall z.B. noch nicht übertragen kann.

    Außerdem gehen viele Hunde bei genervten Haltern in ein Meideverhalten und machen dann eben etwas anderes. Auch das habe ich schon oft gesehen.

    Störkommando ist allerdings immer empfehlenswert.

    Ich persönlich würde mit so einem "Fragehund" übrigens auf jeden Fall das Clickern beginnen, denn da darf er im Freeshaping seine Liebe zum Testen ausleben. Ich würde ihm das bieten, denn ich habe gemerkt, daß bei dann gefestigten Kommandos grade diese Hunde eben nicht mehr testen.