Beiträge von Terry

    Als Ansatz gar nicht so schlecht.

    Hoffentlich kommt jetzt aber nicht jeder Hinz-und-Kunz-Trainer auf die Idee damit eine Marktlücke füllen zu wollen.

    Wie kann man das rechtzeitig umgehen? Vielleicht indem man sich da auf die Analyse von namentlich bekannten Hundetrainern verlässt und diese im günstigsten Falle zusammenarbeiten? Um mehrere Trainingsansätze zur Verfügung zu haben?

    Muss ich längere Strecken mit angeleinten Hunden laufen, kommt Ashkii an meinen Bauchgurt, Barry an die Flexileine und Carlos an normale Leine.

    Bei kurzen Strecken sind Carlos und Ashkii an der Lederleine (da zwei Karabiner) und Barry an der Flex.

    Oder aber Carlos ist nur an der Leine und Ashkii und Barry laufen offline oder nur die beiden Youngster sind an der Lederleine (oder an den Flexileinen) und Barry offline.

    Wie man sieht nutze ich mehrere Möglichkeiten :D

    Die Frage ist ob du dich dem Abenteuer eines Zweithundes mit all seinen Konsequenzen, die nicht zwangsläufig auftreten müssen, stellen möchtest.

    Ich habe drei Hunde. Ashkii, der Zweite, kam erst dazu als Barry schon 9 Jahe alt war (jetzt 11). Barry war und ist der Fels in der Brandung. Auf ihn kann ich mich zu 99 % verlassen. Er ist immer ohne Leine gegangen, so das ich mich auf Ashkii konzentrieren konnte.

    Seit Februar habe ich einen dritten Hund mit ca. 5 Monaten übernommen. Ashkii war zu dem Zeitpunkt 17 Monate und seine kleinen "Macken" hatte ich in den Griff bekommen, glaubte ich jedenfalls.

    Als Carlos einzog wandelte sich das Schlagartig und ich musste mich mehr auf Ashkii wieder konzentrieren als auf Carlos. Das war ein schönes Stück Arbeit.

    Nun händel ich das neuerdings im Alltag folgendermaßen: Morgens und Abends gibt es eine kurze Pipirunde zu Dritt. Über den Tag gehe ich entweder Einzeln oder nur Carlos und Barry zusammen. Ashkii komplett extra, damit Carlos mir nicht zu viel Blödsinn übernimmt.

    Außerdem fängt Barry an etwas döddelig zu werden und muss dementsprechend auch ein wenig mehr im Auge behalten werden bzw. Zeitweise an die Leine.

    Für mich habe ich entschieden: solange ich auch nur die kleinsten Zweifel habe, kommt kein weiterer Hund dazu. Bei allen drei Hunden hatte ich keinen Moment gezweifelt bzw. mir überhaupt keine Gedanken gemacht.

    Somit gehe ich an Schwierigkeiten, welche dann kommen können, gelassener heran.

    Wenn du also mit allem rechnest, du keine Zweifel hast und dem was folgen könnte mit Gelassenheit entgegentreten kannst: warum keinen Zweithund.

    Ach ja: sie schlafen zwar zu dritt in einem Zimmer, aber einer (außer Barry) ist dann in einer Box. Da traue ich Barry und Carlos nicht so ganz über den Weg.

    Wenn ich besondere Dinge mit ihnen spiele/trainiere, wie immer man das auch nennen möchte, mische ich das auch. Impulskontrolle z.B. einzeln, zwischendurch auch mal zusammen und zu schauen wie sie es umsetzen.

    Würde ich in eine Hundeschule gehen, würde ich auf dem Platz einzeln trainieren. Erst wenn dann alles sicherer ist, dann anfangen dies auch im Doppelpack abzurufen.

    Und noch einen Nachtrag: ich hatte angenommen Ashkii freut sich ein Loch in seinen Pelz über einen Hund mit dem er toben kann, da er auch ganz narrisch nach anderen Hunden ist und gerne tobt. Tja, der Schuss ging nach hinten los. Er findet Carlos furchtbar,

    Ach ich hätte ja auch schon wieder mitmachen können :D

    Also hole ich es nach:

    Carlos, Mastin de los Pirineos-/CollieMix
    28.02. ca. 5 Monate alt (nach meiner Schätzung; möchte sogar behaupten eher 4 Monate), 60 cm und 20 kg
    19.06. ca 8 1/2 Monate alt, 66 cm und knapp 23 kg

    Nein, mit diskutieren werde ich hier nicht, aber ich möchte ein sehr interessanten Ausschnitt zitieren:

    Zitat Beginn
    "Menschen treten Hunden, wie der übrigen Welt, kontrollierend gegenüber, indem sie sprachliche Inhalte vermitteln bzw. Hunde konditionieren. Einen Zugang zum Tier werden sie allein so nicht finden. Im Unterschied zum Menschen nehmen Hunde (u.a. Tiere) hauptsächlich die analogen Anteile unserer Kommunikation auf und reagieren darauf, verstehen uns also auf einer "echteren", tiefen, unverfälschteren Ebene, was uns dieses Gefühl des "Richtig"-verstanden-Werdens vermittelt. Hunde verlangen die Vermittlung echter Bezogenheit, die bei Ganzheitlichkeit der Kommunikation resultiert, Gefühle und Authentizität übermittelt. Natürlich können auch Menschen auf der analogen Ebene verstehen, doch ist die hundliche Fähigkeit hier tiefer und komplexer. Schließlich verbindet uns so viel, wie können wir Hunden so oberflächlich begegnen, das wir allein lerntheoretische Übungen "veranstalten".
    Zitat Ende

    Quelle: Ausdrucksverhalten beim Hund von Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, Kosmos Verlag, Seite 84.

    Daraus kann jetzt jeder machen was er will und ich bin schon wieder weg :D

    Durch zuviel Input geht oft das Bauchgefühl verloren. Denn jedes Einzelne für sich hört sich logisch an. Ist aber halt nur eine "Handhabung".

    Oft ist der Hund eh der beste Lehrer und wenn man dann von einem Menschen begleitet wird der einen persönlich beobachten kann, hat dies oft einen Erfolg der Dauerhafter ist, da man nicht auf Mechanismen festgelegt wird sondern das Ganze "fließen" und sich entwickeln lassen kann.

    Bei welchem HTS-Seminar warst du denn, Vallea?