Beiträge von Terry

    bin doch immer wieder amüsiert wie hilflos so manche sind (ist nett gemeint).
    Wenn Du es nicht willst warum lässt Du es zu?

    Du hast doch den Vorteil das Du die Reaktionen Deines Hundes kennst. Also musst Du agieren: bevor sie dieses Verhalten an den Tag legt abstoppen.
    Siehst Du einen Hund muss sie neben Dir bleiben bis Du sie freigibst. D.h. immer Deinen Hund im Auge behalten. An ihrer Körperspache siehst Du was sie vor hat.
    Also halte sie davon ab: kurzer ruf, umdrehen und weggehen, so daß sie hinter dir herkommt (gehe jetzt davon aus das sie das macht, sonst Schleppleine ran). Ist sie bei dir, loben und wieder andere Richtung bis sie verstanden hat das sie bei Dir bleiben muss.
    Das gleiche bei Menschen: ihr die Entscheidung abnehmen, solange sie zwicken will, darf sie nicht angefasst werden, nur wenn sie artig (am besten sitzen) ist, kann sie zur Belohnung gestreichelt werden.

    Lese die Bücher und dann wird Dir noch vieles dazu einfallen und auffallen. Und nie versuchen etwas 1 zu 1 umzusetzen.

    Frage: kommt ihr beide gut klar.
    Verrenne Dich bitte nicht in diese ganze AlphaGeschichte.

    Wichtig ist nur ob sie deinen Anweisungen folgt, daß Dein Hund keine Anderen belästigt, gefährdet.

    Wenn Ihr ein gutes Verhältnis habt: warum willst Du es ändern?
    Wichtig ist nur Deine Regeln, die Du aufgestellt hast, konsequent durchsetzt. Ruhig, bestimmt.

    Mein Tipps: Günther Bloch, "der Wolf im Hundepelz", da wird mit vielen Vorurteilen aufgeräumt, Dr. Schöning, "Hundesprache"+ von Thomas Baumann ".... damit wir uns verstehen".

    Und wir sind keine Alpha, wir werden keine sein, wir sind Menschen und müssen Hunden den Weg in unserer Menschenwelt zeigen.

    Ich finde es zwar sehr wichtig sich viel zu informieren, aber letztendlich muss jeder für sich seinen Weg finden um mit seinem Hund fair zusammen leben zu können. Also lasse dich nicht irritieren.

    mh, hier wird aber nur an dem Symptom gearbeitet. Und das Risiko ist, daß sie zwar eine Zeitlang meidet (denn nichts anderes ist es) und irgendwann wenn Ihr damit nicht rechnet kann es zu einem ernsthaften Zwischenfall (den Besuch nämlich doch erwischen) kommen.

    Die Ursache ist hier wichtig: irgendwie ist nicht gerade der Meinung das Ihr den "Feind" selbst in den Griff bekommt oder aber sie ist sehr unsicher.

    Wie gestaltet sich Euer Zusammenleben denn sonst noch: wieviel Entscheidungen darf sie treffen und wieviel Ihr (z.B. Hundebegegnungen, Menschenbegegnungen, wieviel Erfolge hatte sie schon bei Besuch)?


    PS: sehe gerade das mein Beitrag sich mit dem von Staffy überschneidet. Da wird ja schon das Wichtigste gesagt. Lasse meinen jetzt aber trotzdem so stehen.

    diese ganzen Rangordnungsgeschichten (als erster zur Tür raus/rein, vor dem Hund Fressen und was es nicht so alles gibt) stammt von anno dut als man sich noch auf Gehegewölfe bezog. Und die Hundesprache werden wir nie wirklich kopieren können und dadurch kann es auch zu Mißverständnissen kommen.
    Und davon rate ich ab.

    Wenn ich mal mit Barry unterschiedlicher Meinung bin regel ich das alles über Stimme, mit Abdrängen, mit fixieren mit einem Schubser. Die Hände nehme ich dazu überhaupt nicht außer in Richtungen zu zeigen wohin er sich jetzt bequemen darf usw. .

    Regeln müssen aufgestellt werden und die muss der Mensch durchsetzen. Wenn betteln stört (es soll ja Leute geben die das auch noch toll finden, aber jedem das Seine) wird Hund irgnoriert. Es darf keine Ausnahmen geben. Da wo sie Dich nicht Ernst nimmt, daß muss durchgesetzt werden. Nur weil sie vielleicht nicht mehr auf die Couch darf, heißt das ja noch lange nicht, daß sie draußen nicht mehr rumzickt. Hoffe Du verstehst wie ich es meine. Keine starren Regeln. Sondern auf Euch zugeschnitten.
    Und bloss nicht zu viele, lieber wenige und konsequent durchziehen.

    Barry habe ich nun 4 1/2 Jahre und in der Zeit änderten sich hin und wieder die Abbruchkommandos. Wir haben sie mehr oder weniger zusammen "entworfen". Das erste war "lass es". Es ist schön scharf zu sprechen und man kann dabei doch ganz gut knurren. Das hat ziemlich lange angehalten. Heute reicht ein "ey" oder auch ein brummender Laut von mir und Barry reagiert.

    mh, also ich sehe einen Hund als nicht selbstbewust an, wenn er sich so aufführt. Eher als sehr unsicherer Hund, der irgendwie gelernt hat, sich allein kümmern zu müssen.

    Zur Zeit reagiert Ihr ja eher, als das Ihr agiert. Das macht der Hund. Wenn ich weiß, wann er wie reagiert, habe ich ihm im Vorfeld "umzulenken" und ihn für das richtige Verhalten belohnen zu können. Eure Maus kann sich ja eigentlich nur sicher sein eins auf den Deckel zu bekommen. Also warum sollte sie Euch anerkennen?

    Bevor sie eine Aktion macht umlenken. Sie darf erst gar nicht dazu kommen los zu stürmen. Wenn sie genervt ist durch andere Hunde und andere Menschen: gebt ihr die Sicherheit, daß Ihr Euch drum kümmert (wie kann ich von hier aus nicht sagen, da müsst Ihr Euch etwas einfallen lassen).

    Und warum mit solchen Mitteln das gruffen unterbinden? Auch ein Hund hat etwas zu sagen. Der Fehler ist nur sich darauf einzulassen. Überhört es einfach, wenn keine Reaktionen mehr kommen sollte es sich eigentlich legen.

    Hilfsmittel: ich arbeite viel mit Schleppleine, aber auch hier muss noch VOR losstürmen agiert werden. Wurfkette: sie hat vielleicht schiss vor dem Ding, aber glaubenhafter werdet Ihr dadurch nicht.

    Rangordnungsgeschichten: lass es einfach. Setzte durch was Du von Deinem Hund möchtest, aber es interessiert Hundi nicht die Bohne ob Du zuerst zur Tür rausgehst.

    Nehme nicht einfach Fressbares weg. Warum sollte Hund das dulden? Übe über Spielzeug das Tauschen. Vor allen Dingen nicht von Vorne über den Hund beugen, sondern setzt Dich etwas seitwärts und viel Geduld. Sie muss es von sich aus geben. Das weitest Du dann auf Fressbares aus. Also erstmal mit Kleinigkeiten Vertrauen aufbauen.

    Und vor allen Dingen nicht frustiert sein: Herzblatt Hund bleibt immer Hund und wenn wir möchten das er sich anpasst, sollten wir uns bis zu einer gewissen Grenze Mühe geben es ihm auch leicht zu machen.

    nein keinen Befehl, keinen Kommentar. Wenn ich dichter an anderen Hunden vorbeigegangen bin, weil es sich nicht vermeiden lies, konnte ich natürlich keine lockere Leine geben (ca. 70 cm hoch und ca 45 kg schwer, Kangal/DSH-Mix, mit 3 Jahren von der SOS-Hundehilfe übernommen). Er hätte sich mit Leine auf den Anderen gestürzt.

    Dieses am Halsband nehmen erst dann wenn man schon ziemlich nahe dran ist. Wenn möglich sollte man natürlich bei der ersten Reaktion (auf Körpersprache achten!) dies versuchen ohne Kommandos zu regeln. Also Hundi zeigt ein "aufbauen", kehrtmarsch, wenn Hund sich auf Dich konzentriert, loben und in einem größerem Abstand an dem anderen Hund vorbei. Ist kein Abstand möglich, dann zügig ohne Kommentar an den anderen Hund vorbei.

    Klar wird Hundi es nicht von heute auf morgen lassen zu zicken. Aber jeglicher Kommentar kann wieder in eine "Diskussion" ausarten und spätestens bei der dritten Wiederholung des Kommandos hast Du schon lange verloren. In Zukunft möchte man ja auch an anderen Hunden vorbeigehen können ohne ständig zu "drohen: nein, aus, lass es usw.".

    Ich zeige Barry es soviel wie möglich mit Körpersprache: wegdrängeln, nicht vorbei lassen, fixieren. Und auch darauf achten wenn der Hund Blickkontakt aufnimmt. Das übersehen die Meisten! Ich beobachte viele Hunde die ihre Besitzer eigentlich fragen (Blickkontakt) aber leider wird darauf nicht eingegangen.

    Überwiegend bleibt Barry ohne das ich ihn anleinen/feshalten muss bei mir und wir können vorbeigehen. Ist der andere Hund in "Stimmung" halte ich Barry zwar am Halsband (sicher ist sicher), er geht jetzt aber ohne Anspannung und "Antwort" mit vorbei.

    Da ich mir früher Unsicher war ob Barry andere Hunde wirklich beissen würde (konnte das ja schlecht ausprobieren) war ich mit Barry in der Rambogruppe bei Baumann. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, daß Barry sich völlig normal verhält, vor allen Dingen wenn ich die Ruhe bewahre und ihm die "Unterhaltung" mit anderen Hunde zugestehe.

    Das er Heute ruhiger an anderen Hunden vorbeigeht, liegt auch daran, daß ich ihn ab und an nicht an andere Hunde ran lasse (vor allen Dingen wenn ich weiß das sie normaler Weise spielen), bzw. ich ihm immer signalisiere, daß ich Entscheidungen treffen. Damit hat er Heute mehr Freiheiten, da wir uns aufeinander verlassen können.

    Es ist schwierig dies übers Netz rüber zu bringen. Hoffe aber du kannst mir einigermassen folgen :flehan:

    also Gefahren aus dem Weg gehen, solange DU damit nicht umgehen kannst, finde ich schon notwendig. Denn wie soll dein Hund damit sonst umgehen lernen?
    Kenne das Gefühl, durfte es auch gute 2 1/2 Jahre genießen und mein "Kleiner" ist mir kräftemässig überlegen.
    Wenn ich an anderen Hunden vorbegehe, halte ich Barry immer am Halsband fest. So habe ich mehr Kontrolle und er hat nicht mehr die Möglichkeit sich vor mir aufzuspielen (was Heute sowieso nicht mehr der Fall ist).

    Vor allen Dingen habe ich in diesen Situationen weder den anderen Hund beachtet noch den Besitzer. Nur mit sturem Blick weitergelaufen. Muss ja oft ziemlich dämlich ausgesehen haben. Aber Hunde beobachten uns nun mal (selbst wenn wir es nicht merken und meist nicht wenn wir es wünschen) und Barry weiß das uns das alles nicht zu interessieren hat.
    Dies bei entgegenkommenden angeleinten Hunden.

    Kommen unangeleinte Hunde entgegen, würde ich ruhig einen Weg suchen, indem deine Kleine die Hunde noch sieht aber ruhig toleriert. Dieser Abstand kann dann langsam verringert werden, immer dann wenn sie ruhig ist. Hast du keine Chance zum ausweichen, dich so stellen das dein Hund gesichert ist und den Besitzer zum anleinen auffordern.

    In jeder Situation sollte man sich überlegen, wie kann ich meinem Hund Sicherheit vermitteln, wie kann ich der Situation evtl. ausweichen ohne das dies dem Hund Unsicherheit vermittelt.
    Ist schwer da einen Weg zu finden, aber nach 2 1/2 Jahren hatte ich es dann auch endlich geschafft. Und zwar weil ich mir vorher keinen Kopf mehr mache, sondern bei jeder Situation mehr oder wenig aus dem Bauch heraus entscheide.
    Und noch wichtig: nicht vergessen zu loben, wenn sie sich wunschgemäss verhält. Wird leider vor Aufregung oft vergessen.

    ich kann nur dringends empfehlen sich in einer der aktuellsten Hundezeitschriften etwas zum Thema "Dominanz und Rangordnung" den Artikel genau durchzulesen (bin mir nicht sicher inwieweit ich hier den Titel der Zeitschrift schreiben darf).

    Solange wir mit unseren Hunden unter diesen Aspekten versuchen umzugehen, umso mehr Mißverständnisse wird es weiterhin geben.
    Es wurde ja hier nun schon oft genug gesagt: Wir sind Menschen und Hunde wissen dieses!
    Wir werden Hunde nie kopieren können. Aber durch den Versuch, der mehr als kläglich ist, entstehen oft erst die Probleme.

    Es darf immer nur darum gehen: was möchte ich, was möchte ich nicht. Und das setze ich durch (ohne Hilfsmittel, ohne Geschrei). Ruhig, souverän und selbst wenn einem mal der Kragen platzt ist das kein Beinbruch (das muss aber immer die absolute Ausnahme sein).
    Und wenn ich es nicht will, daß mein Hund auf anderen aufreitet, dann unterbinde ich es. Es ist viel Fingerspitzengefühl und viel Beobachtung nötig um zu entscheiden, wieweit lasse ich es Hunde regeln.
    Hunde die sich nur unterwegs begegnen, sollten nie um die Rangordnung sich auseinander setzen dürfen.
    Rangordnung entwickelt sich in zusammen lebenden Gemeinschaften (und hier ist dies auch wieder zu unterscheiden Hund/Hund und Mensch/Hund) Und Hunde die meinen sie müssten bei solch doch kürzeren Begegnungen dies ernsthaft klären zu müssen und dies auch noch dürfen, verhelfen nicht gerade zu einem entspannten Zusammenleben.
    Sichere, sozialisierte Hunde werden dies allein durch Körpersprache und kurz Auseinandersetzungen (wenn überhaupt) ausmachen, dies entspricht aber eher Ritualen.