Beiträge von Terry

    hallo Pflumi,
    sicherlich ist es wichtig das Hunde mit Kontakt zu anderen Hunden aufwachsen. Wichtiger ist es aber darauf zu achten das diese kontrolliert von statten geht und vor allen Dingen das der eigene Hund erst Kontakt aufnimmt wenn man es erlaubt.

    Wenn die Hundis noch klein sind mag es ja noch ganz niedlich sein, hat Hundi aber erstmal einige Kilo mehr ist es nicht mehr so angenehm wenn er dann unbedingt zu anderen Hunden hin will weil er es so gewohnt ist. Davon ganz abgesehen das dann meist übersehen wird das der Kleine oft zu anderen hinzieht und man ihnen damit das ziehen beibringt weil man Kontakt zulässt (sehe ich hier jeden Tag :/ ).

    Darum finde ich es sehr nützlich den Kleinen von Anfang an beizubringen: Kontakt ja aber erst wenn ich es erlaube und mit Sicherheit nicht wenn er hinzieht. Auch spielen an der Leine sollte von Anfang an unterbunden werden. Sind Hunde es nicht gewohnt werden sie es später, wenn sie dann andere Dinge im Kopf haben als vielleicht spielen, auch nicht fordern.

    Kontakt ja, aber eben nur kontrolliert. Vom HH versteht sich.

    war ja nun letzte Woche mit der Bahn nach Hamburg und zurück unterwegs.

    Da ist mir folgendes aufgefallen: Barry hat ja seine Schlaufe schon in der Wohnung aufbekommen. Den kompletten Weg bis Bahn, mit Bahn und in der Bahn wurde uns ausgewichen was das Zeug hielt. Alle mit einem kritischen Blick auf meinen Hund mit dem Teil um. So gut wie jeder hielt Abstand von meinem Hund. Nur "Hundefreaks" konnten sich, wie immer, nicht verkneifen meinen Hund zu knuddeln.

    Zurückzu habe ich ihm auch den Mauli aufgemacht um dann in der Bahn mir die Frage zu stellen: was mache ich hier eigentlich? Das solch ein Sicherheitsabstand gehalten wird kenne ich gar nicht. Keiner scheint sich Sicher zu fühlen wenn er das Teil aufhat. Also hab ich es abgemacht, abgewartet was das Personal dazu sagt (die ihn freundlich angrinsten) und bin ohne mit ihm Richtung Heimat gefahren. Kein Ausweichen mehr, keiner beachtete meinen Hund mehr und drängelte sich einfach an ihm vorbei.

    Unterwegs auf den Hauptbahnhöfen und in den Zügen begegnete mir kein einziger Hund mit Maulkorb, meiner war der Einzige.

    Sehe ich einen Hund mit Maulkorb gehe ich davon aus das dies bei dem Hund notwendig ist (SoKas mal ausgenommen, die können es sich ja nicht aussuchen). Ich hatte den Eindruck die Leute dachten genau dieses als sie meinen Hund sahen.

    Ich habe kein Problem damit mich an Vorschriften zu halten. Aber wenn man dann wirklich der Einzige ist kommt man sich dann doch ziemlich doof vor und da mein Hund damit nicht entspannt umgehen kann sehe ich nicht garnz ein dieses durchzuziehen.

    Barry hat aber das Teil nicht einfach mal übergestülpt bekommen als ich ihn bekam sondern ich habe ihn über lange Zeit mit Leckerli und kurzen Sequenzen versucht es ihm "schmackhaft" zu machen. Ging es anfangs noch recht gut meidete er mit der Zeit immer mehr wenn ich mit dem Ding auftauchte. Also gibt es das Teil nur noch wenn wirklich notwendig einfach um und gut ist. Da muss er dann halt, wenn ich absichern will, kurz mal durch.

    2 Mal:

    Vorgänger Balu, der immer irgendwie vor sich hinfiepte, fand ich mal nach 15 Minuten suchen vor der Wohnungstür. Da saß er geduldig ohne einen Laut von sich zu geben. Da wo er sich hätte bermerkbar machen sollen hat er die Klappe gehalten und mir war es komisch das mein Hund nicht zu hören war :???: .

    Barry stand auch schon mal vor der Wohnungstür. Hat natürlich auch nichts "gesagt". Eine Nachbarin hat dann geklingelt. Hatte sich gewundert warum Hundi nicht rein darf :D .

    also ich vermenschliche Barry sicherlich nicht (das Thema hatten wir ja schon).

    Aber Barry mag das Teil definitiv nicht. Den Drahtmaulkorb bekommt er schon lange nicht mehr um (den ich immer noch am besten finde wenn schon einer sein muss) da er da richtig neben sich steht. Er bekommt dann gar nichts mehr auf die Reihe.

    Seine Maulschlaufe: da spricht sein Blick Bände und er versucht das Ding auch immer loszuwerden. Blöderweise bei anderen Passanten. Und das ist auch nicht wirklich witzig. Drum bekommt er das Teil nur noch um wenn es gar nicht anders geht und ich suche mir Verbindungen die ich mit der S-Bahn erreiche. Bus versuche ich soweit wie möglich zu umgeben.

    Zitat

    Scotti testet jeden Tag. Es sind die ganz feinen Dinge, die außenstehende gar nicht bemerken würden. Mein Mann bekommt das auch nicht immer mit und er achtet auch nicht so darauf - was Scotti gnadenlos ausnutzt. Ich finde sowas gefährlich


    für mich ist das die Antwort. Würde er seinen festen Platz wissen würde er nicht jeden Tag austesten müssen. Somit ist eure Kommunikation u.U. nicht klar.

    UO kommt zwar von "unterordnen". Hat aber meiner Meinung nach überhaupt nichts damit zu tun. Ein Hund ordnet sich automatisch unter wenn er seinen Platz gefunden hat und die Führungsrolle des Menschen anerkennt. Das geschieht nicht über Sitz, Platz und Co..

    Nur weil ich ein Kommando durchsetze (auch noch in einem Moment wo kein Sinn) heißt das noch lange nicht das ich Führungsqualitäten besitze. Und wie ja auch schon darkshadow festgestellt hat: in einer klaren Beziehung wird man in die Situation gar nicht kommen, denn warum sollte Hundi es nötig haben zu knurren und zu schnappen?

    Autorität: souveräne Menschen/Hunde haben es nicht nötig durch irgendwelche Mittel immer wieder mitzuteilen wer sie sind. Sie strahlen es aus und dies wird gern angenommen, da hier jemand ist auf den man sich verlassen kann. Autoritär: hier wird über irgendwelche Mittelchen versucht etwas zu sein was man nicht ist. Dies wird meist schnell durchschaut und es kommt zu Widerstand.

    Auf einen Hund bezogen: ein Hund der sich Sicher fühlt, der die Autorität seines HH spürt wird zwar auch ab und an mal nachfragen und anzweifeln aber dies wird sich in Grenzen halten und ist schnell geklärt. Ohne irgendwelche großartigen körperlichen Auseinandersetzungen (Beiderseits). Bei autoritären Handlungen wird das Handlen sehr schnell angezweifelt und in Frage gestellt. Da kommt es eher zu körperlichen Auseinandersetzungen (von welcher Seite auch immer).

    Wie es in dem hier vorliegenden Fall ist lässt sich ohne persönliches Kennen eher nicht klären. Wo nun genau dir Ursache liegt könnte evtl. durch einen sachkundigen Beobachter erkannt werden. Aber für mich gehören Aussagen wie "der hat nicht zu beißen, zu knurren, zu schnappen weil ich ein Mensch bin" zur autoritären Seite.

    Wie gesagt, knurrt oder beißt ein Hund liegt was im Argen. Nein, ein Hund kann keine Schuld haben da er zwischen Richtig und Falsch, Böse und Gut nicht unterscheiden kann.

    Kleine Anmerkung: auch ich lasse mich nicht von einem Hund beissen (darum verhalte ich mich dementsprechend), ich diskutiere nicht mit meinem Hund in lebenswichtigen Dingen und ich lasse mir schon gar nicht auf der Nase rumtanzen.

    war ja letzte Woche erst mit der Bahn unterwegs (Berlin-Hamburg und zurück). Sonst habe ich immer nur ein Halti aufgezogen. Hat den Damen und Herren von der Bahn immer gereicht.

    Letztesmal hatte ich auf der Hinfahrt eine leichte Maulschlaufe aus Leder meinem Dicken umgemacht. Auf der Rückfahrt habe ich sie dann nach dem Einsteigen abgemacht und habe mich dann nur noch mit einem nakischen Hund vorwärtsbewegt. Hat keinen interessiert. Ich war nämlich der einzige Dödel der seinem Hund einen "Mauli" verpasst hatte.

    Ich habe jetzt immer seine Lederschlaufe mit (beim Bus mache ich es vorher ran) und fahre Bahn ohne. Bei Aufforderung oder wenn es mir zu riskant erscheint weil zu voll, kommt dann die Schlaufe drauf.

    Groß geübt habe ich es nicht. Dementsprechend ist dann auch sein Gesichtsausdruck.

    Zitat

    unser hund ist imemr an der leine und darf erst zu fremden hunden wenn geklärt ist das dieser friedlich ist.


    da hätte ich schon ein Problem. Für mich heist es auch: ist der andere Hund an der Leine bleibt meiner bei mir. Da gibt es auch kein Absprache. Denn woher soll ich wissen ob der angeleinte Hund meinen toll findet oder mein Hund den angeleinten? Begegnen sich beide ohne Leine kann ich es besser erkennen und meinen abrufen. Die Kommunikation läuft da eher "rund" ab.

    Zitat

    ihr hund fing an zu knurren und zu fletschen da hab ich ihn weggeschubst mit dem knie, da ich den hund nicht kenne, nicht weiß wie er raagiert und zudem noch 3 mal so groß war wie unserer.


    genau aus dem Grunde würd ich einen Hund mit Sicherheit nicht schubsen. Dies kann für den Hund der auslösende Reiz sein auf deinen Hund, oder wenn du Pech hast, auf dich loszugehen.

    Auf solche Zeitgenossen wird man immer wieder treffen, leider. Auch mit einem großem Hund wird man da nicht verschont.

    bei mir gibt es kein Kommando. Ich sehe Hundi aus prinzip nicht und schiebe ihn beiseite. Ohne Blickkontakt. Shila, kleiner Mix, hatte sich permanent in den Weg gestellt, ständig hinter einem hergedackelt. Kommandos festigten dies sogar noch (alle Aufmerksamkeit bei mir).

    Jetzt sieht es so aus das die Hunde freiwillig ihren Platz aufsuchen und sich da aufhalten bzw. sich einen Platz suchen wo sie nicht im Weg sind.

    Hurra Britta


    :applaus:
    ich schreibe Romane und ich glaube keiner versteht es und du brauchst dafür ein paar Sätze :D .
    So schön und informativ die "moderne" Hundeerziehung auch geworden ist, umso verwirrender ist sie für die meisten HH.

    Was mich an Milan, Nanny, Baumann, Bloch (in Sachen Hundeerziehung), Fichtelmeyer usw. stört: jede Anwendung hat vielleicht für den einen speziellen Hund in der speziellen Situation eine Berechtigung.
    Das sie ihre Erfahrungen mitteilen ist ja auch ganz nett (gut bei Milan und Nanny evtl. weniger) bedenken aber nicht das der HH nicht diese Erfahrungen mit ganz vielen Hunden, vielen unterschiedlichen Situationen hat und oft gar nicht entscheiden kann ob es für den eigenen Hund wirklich jetzt das "Higlight" in der Erziehung ist.

    Ich vermisse, im Fernsehen auf jeden Fall aber auch in vielen HuSchu, die Aufklärungen was die Spezies Hund betrifft. Es gibt viele gute Bücher dazu aber ich finde in einer HuSchu gehört als erstes die Theorie (hier sehe ich es etwas anders als du Britta): wie tickt ein Hund, wie tickt mein Hund, welche Vorstellungen hat der HH, welche sind umsetzbar usw. usw..
    Parallel dazu muss die Praxis so wie sie sich gerade ergibt, gehändelt werden.

    Gewünscht sind aber schnelle Ergebnisse, möglichst einfach (habe gerade solch einen Kandidaten, mal sehen ob wir auf einen Nenner kommen). Ich glaube ich werde so manche Bücher als Pflicht einführen bevor ich anfange zu arbeiten :D .

    Und trotz Allem: sehr viele guten Menschen-/Hundeteams haben noch nie dazu ein Buch gelesen oder eine HuSchu besucht. Und es klappt.

    Zitat

    Dem Hund seinen Rang zu zuweisen bedeutet nichts anderes, als das der Hund lernt die von uns aufgestellten Regeln zu befolgen


    und die können bei jeder Mensch-/Hundebeziehung anders aussehen. Nicht das ich als erster zur Tür hinausgehe macht mich zum Boss, sondern das ich einem Hund, der bis dahin ohne Regeln gelebt habe, überhaupt eine Regel aufzeige.
    Ich könnte ihn ja auch konditionieren das er als erster rausgeht, sich hinlegen muss und solange auf mich warten muss bis ich komme. Ich setze meine Regel durch, dominiere damit den Hund (ich setze mich durch und Hund akzeptiert dieses).