Beiträge von Terry

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    manche von den regeln finde ich aber auch durchaus sinnvoll. ich möchte grundsätzlich nicht, dass mein hund vor mir durch die tür geht. manchmal habe ich viel in der hand, dann ist es für mich einfach bequemer erst mal in ruhe aufzuschließen und alles abzulegen, während mein hund vor der tür wartet.

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    ich denke wirklich, dass gewisse grundregeln einem besitzer erst mal sicherheit geben können. keine davon ist meiner meinung nach schädlich


    das zeigt sich erst wenn eine pauschale Regel "schief" gegangen ist. Lasse ich einen Hund vor der Tür und Nachbar mit Hund kommt in dem Moment raus könnte das durchaus in die Hose gehen. HH drinn, Hund draußen nicht unter Kontrolle. Dumm gelaufen.
    Auch witzig wenn man Hund hinter sich lässt (Hund dabei an der Leine), Tür muss aufgeschlossen werden, draußen kommt in dem Moment Nachbarshund und Hundi saust hin, mit HH der auf die Tür konzentriert war im Schlepptau.

    Wie auch immer, jede Regel muss gut überdacht werden. Passt sie zu dem persönlichen Leben, zum Lebensstil, zur jeweiligen Situation. Wichtig ist das der HH mindestens 80 % die Entscheidungen trifft nicht der Hund. Bei wirklichen Problemfällen muss der HH sicherlich auch mal 100% die Entscheidungen treffen. Mit welcher Regel auch immer.

    Jeder hat und findet seine persönlichen Regeln die ihm ein gutes Zusammenleben mit seinem Hund ermöglicht.

    Barry hab ich mit 3 Jahren bekommen. Die ersten zwei Jahre hätte ich ihn ohne Probleme einfach weitergeben können. Er wäre mit jedem mitgedackelt.

    Habe mich auf den Feldern, als er mir zu lange an einer Stelle beschäftigt hat, versteckt. Mit dem Ergebnis das er weg war. Hab ne weile gesucht. Er war nur auf dem Parallelweg, muss mein Rufen (bei 3x höre ich auf) gehört haben. Aber eine Hundebesitzerin war interessanter. Der wäre einfach mit ihr mitgelaufen. Und da hatte ich ihn schon 2 Jahre.

    Im 3ten Jahre änderte es sich dann langsam. Ich reduzierte den Umgang mit ihm auf das Wichtigste und dann wurde es langsam anders. Heute geht er mit mir, wobei seine Freundlichkeit zu Fremden nicht nachgelassen hat.

    Wobei mich auch interessieren würde wie weit er für Fressen heute noch mitgehen würde :???: .

    mein Balu (Vorgänger von Barry) hat mich damit zum Wahnsinn getrieben. Meine Erklärung heute: er war nicht ausgelastet (BeardedMix), da ich ihn von Anfang das bellen zu Hause verboten habe (leider mit falschen Mitteln, somit bellte er auch draußen nicht) stand er glaube ich auch immer unter Strom und ich war damals zu hart zu ihm.

    Das ist jetzt die Erklärung zu meinem Hund. Was es bei deinem sein könnte? Wenn er es erst seit kurzem macht: ist etwas einschneidendes vorgefallen? Zeigt er Unsicherheiten?

    Wie vorgeschlagen wurde ist glaube ich vor Ort eine Verhaltensberatung am besten.

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    Das abblocken - wie von Angelika beschrieben - hatte ich auch mal versucht. Gelingt mir irgendwie nicht - bin wahrscheinlich zu lahm


    also die schnellste bin ich ja nun auch nicht (man wird alt). Drängelt dein Hund sich an dir vorbei? Dann ist da der Ansatz: das wird ihm nicht erlaubt. Du grenzt in dem Moment seinen Raum ein. Und da bestehts du drauf (und wenn der Besuch warten muss).
    Was meinst du wie witzig das mit einem kleinen wendigen Hund ist :D . Da gehört dann Geduld und Sturheit dazu (meine wohlgemerkt).

    Ich verstelle den Weg und bestehe darauf das er nicht an mir vorbeigeht. Soll Barry an einen bestimmten Platz, dränge ich ihn durch meine Präsenz und Körper dahin. Das Recht nehme ich mir und habe ich. Hund dagegen nicht.

    wie gesagt, die Aussage meines Bruders. Er meinte sogar ich solle Beschwerde einreichen.

    Ist mir aber zu blöd. Der Busfahrer (ob richtig oder falsch ist egal) hat für mich das Hausrecht. Also bekommt Barry so ein Teil drauf. Bei der S-Bahn wo ich es nicht mehr einsehe (außer es ist sehr voll) weil ich der einzige Depp bin, wurde sogar schon von dem Personal ein Kunde hingewiesen: "der braucht keinen Maulkorb". Der Kunde hatte sich beschwerte das mein Hund ohne Maulkorb ist.

    Kommt halt immer auf das Personal drauf an. Letztendlich ist man, wenn sehr voll, dann auf der sicheren Seite falls einer nicht gut auf Hunde zu sprechen ist. Sicherer fühlen sich die meisten Fahrgäste dadurch komischerweise nicht.

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    Also ich würde alles in allem dazu tendieren, dass wir unsere Hunde in den entscheidenden Situationen dominieren.


    das ist der Punkt: die entscheidende Situation. Die kann und wird bei jedem anders aussehen da wir Menschen und Hunde ja nicht alle das selbe Leben führen.

    Da wo nötig werden wir den Hund den Weg weisen. Wenn nötig ist es manchmal die Tür, die er nicht zuerst durchlaufen darf, bei einem fressbekloppten Hund ist es der Napf an den er erst darf wenn er sich manierlich benimmt oder was weiß ich. Ein souveräner "Rudelführer" (wenn wir uns denn so nennen wollen) wird das an das jeweils entsprechende Leben anpassen.

    Ich kenne zu viele HH die an pauschalen Regeln, die in ihr Leben nicht passen, scheitern und der Hund wieder nur Bahnhof versteht.

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    aber wenn es nur SO möglich ist die Leute zur Verhaltensänderung zu bringen? Und so den Hunden zu helfen?


    kommt immer auf den Blickwinkel drauf an.

    Trainer ist von seiner Methode (die er dann mal einfach so bei jeden Hund und jeden Besitzer anwendet) überzeugt. Handlungen und Ergebnisse können meist nur in einem kurzem Zeitfenster gesehen werden. In der Zeit mag dann alles klappen. Wie sieht es aber über einen längeren Zeitraum aus? Wenn eine Situation sich ändert? Ist das "stupid" gelernte dann noch anwendbar?

    Nicht "DIE" Regel ist wichtig, sondern das es überhaupt welche gibt. Lernt ein HH nur DIE Regel scheitert er dann oft wenn etwas eintrifft wo er genau diese nicht anwenden kann, hat aber auch nicht gelernt wie er sich jetzt richtig verhalten kann.

    z.B. vor Hundi aus der Tür gehen. Würde das bedeuten das ich der Boss bin müsste ich jede Sekunde daran denken wenn eine Tür auftaucht. Nicht nur die Wohnungstür. Wenn jetzt jemand an die Höhlen der Wölfe denkt: ich habe bis jetzt in keinem Buch oder Bericht sehen können das ein komplettes Rudel in Höhlen lebt. Ich kenne aus den Berichten nur die Wurfhöhlen.

    Gibt sich der HH jetzt die Mühe um diese pauschale Regel immer unzusetzen wird er irgendwann an Grenzen stoßen, er wird sich verrenken und dem Hund damit seine Unsicherheit zeigen (wie sollte ich in den Fahrstuhl kommen, wenn ich Tür aufhalten muss, gleichzeitig als erster eintreten muss von innen gleichzeitig die Tür weiter aufhalten muss dabei aber noch zwei Taschen in der Hand habe?).

    Erkläre ich aber dem HH das er den Hund Situationsbedingt mitteilen soll das Hundi warten soll und der HH zuerst schaut was hinter der Tür ist haben beide was davon: Hundi muss mehr auf HH achten, denn von da kommt ja die Entscheidung und der HH muss sich nicht verrenken um etwas pauschal einhalten zu müssen. HH ist entspannter und Hund nimmt seinen HH bewuster wahr.

    Was das Füttern angeht: allein dadurch das wir das Futter zuteilen ist dem Hund mehr als deutlich wer die Ressource Fressen verteilt. Da muss ich nicht wirklich vor dem Hund essen.

    Würden diese pauschal gemachten Rangordnungstheorien stimmen wäre ich bei meinem Hund schon lange unten durch. Er wäre der erste der es geniesen würde wenn er die Hosen anhätte.

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    denn er hat auch das Recht, dich einfach steh zu lassen, wenn du dich nicht an die Vorschriften hältst.


    mein Bruder, der als Busfahrer bei der BVG arbeitet, erklärte mir das sie HH nicht vor der Tür stehen lassen dürfen. Sie müssen darauf aufmerksam machen um aus der Verantwortung zu sein, müssen aber jeden mitnehmen. Ich streite mich allerdings auch nicht.

    Barry hat im Bus ein Halti auf bzw. hat er jetzt eine leichte Maulschleife aus Leder bekommen. In der S-Bahn fahre ich ohne. Ausnahme ich muss in Friedrichstr. umsteigen. Da ist es mir zu voll, da bekommt er den Mauli auf.

    Maulkorbtraining finde ich allgemein sehr wichtig. Denn ob evtl. beim TA oder bei einem Unfall stresst es einen Hund unnötig wenn er dann noch so ein unbekanntes Ding aufbekommt. Schaden tut so ein Training jedenfalls nicht.

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    Ob ich Ihnen noch schnell beibringe SMS zu schreiben ?


    Lapptop mit Webcam fänd ich besser. Dann könnt ihr euch beim Schreiben sehen :D .

    Wird schon "schief" gehen. Wir Frauchens haben es da glaub ich schwieriger als die Hundis. Barry wird übernächstes WE auch das erstemal 2 Tage bei einer ihm fremden Person sein. Er kennt Carola zwar vom HuPlatz, aber ausser kurz streicheln hatten sie noch keinen Kontakt. Dann hat Carola noch zwei eigene Hunde und einen dritten in Pflege. Na das kann ja lustig werden. Ich mache mir da jetzt nicht den Kopf denn anders geht es nicht.

    Das wird schon, freut euch auf auf das Wiedersehen und dir dann gute Genesung.