kommt es nicht evtl. ein bisschen auf den Blickwinkel an?
Was der eine als "Überbesorgt" sieht kann der andere als völlig normal ansehen.
Vor Jahren auf unseren regelmässigen Hunderunden lief auch immer eine Staffhündin mit. Während des Trainings lag sie dann mit den anderen Hunden an der Seite. Auch bei Nässe, Kälte und Schnee. Auf meine Frage warum Frauchen nicht mal ne Decke für die Kleine mitnehmen wolle hieß es nur das sie ein Hund ist und auch so behandelt wird.
Nun gut, Jahre später war dieser Hund ein schwerkranker Hund. Die Gelenke furchtbar im Eimer. Kälte und Nässe haben mit Sicherheit ihr übriges getan.
Warum soll ich also Barry im Eiswasser baden lassen, durch seine Wolle fängt er erst an in der Wohnung richtig aufzutauen und liegt dann den Rest des Tages naß in der Gegen rum. Seine Gelenke sind eh schon im Eimer. Soll ich da etwas risikieren nur um nicht als "überbesorgt" da zu stehen?
Im Gesundheitlichen Bereich lässt sich vieles nicht mehr rückgängig machen. Da bin ich sehr tolerant geworden, auch wenn mir manches übertrieben vorkommt.
In Erziehungssachen: ja, da wird mit Sicherheit etwas zu viel auf den Putz gehauen. Aber ich behaupte weniger von den HH sondern eher von den HuSchu und Vereinen. Denn viele HH die nach dem Bauchgefühl fahren damit wesentlich besser als wenn sie in eine HuSchu gehen würde.
Aber genauso viele gibt es die mit ihrer "Baugefühlerziehung" dann völlig daneben liegen.
Ich sehe es darin begründet das zu viel über Erziehungstipps wie Sitz, Platz und Co. als pauschalierte Anwendung gearbeitet wird.
Welche HuSchu klärt den seine Kunden als erstes über das Lernverhalten, über die Natur des Hundes auf? Ich kenne hier in meinem Umkreis keine. Es wird sofort mit Fuß, Platz usw. losgelegt.
Würde man den HH mehr über die Natur ihres Hundes aufklären könnte dann der HH mit den verschiedenen Erziehungstipps das Passende für sich finden.