Beiträge von Terry

    da scheint der Hase im Pfeffer zu liegen: wird stellen andere Ansprüche an unser Zusammenleben mit Hunden, Jörg. Und soviele Säulen braucht es gar nicht, denn es nützt einem nichts massig Säulen zu haben wenn das Fundament fehlt:

    Bindung, Führung und Vertrauen.

    Erst wenn dies stimmt dann ist alles Andere leichter zu verstehen und umzusetzen. Das wird den HH leider aber nicht beigebracht. Sondern: wie führt der Hund am schnellsten das gewünschte Kommando aus.

    Da kann ich natürlich mit den LeckerliGebern dann nicht mitreden. Das Fundament ist mir dann doch lieber als einen konditionierten Hund zu haben dem ich nicht zutraue ohne Leckerli etwas zu kapieren (das Thema geht hier schliesslich um Leckerli).

    ok, ich gebe es auch auf. Langsam bekomme ich auch den Eindruck man versteht nur das was man verstehen möchte. Alles Andere wird geflissentlich überlesen. Soll es eben so sein. Viel Spaß noch.

    Wer noch wirkliches Interesse an anderen Meinungen darüber hat kann mich gern anmailen wenn er an meiner interessiert ist.

    Zitat

    Nein: Das Ignorieren soll als „Strafe“ fürs rumflippen sein. Sobald er fertig geflippt hat soll er ja Aufmerksamkeit bekommen. Hat nix mit ´nicht-allein-sein-können´ zu tun, also z.B. bellen beim alleinesein oder Möbel zerstören.


    ok, das ist deine Interpretation. Schade wenn Ignorieren als Strafe benutzt wird. Mache ich nicht und bringe ich so auch niemandem bei. Warum sollte ich den Hund auch dafür strafen wenn er sich freut? Vielen HH wird die "Selbstverständlichkeitsvariante" erzählt (geht jetzt wieder nur um Beobachtungen die ich gemacht habe).

    Zitat

    Und wenn der Hund in einer Situation von sich aus das Verhalten, also liegenbleiben, anbietet, und es aber für den Hund trotzdem nicht immer selbstverständlich ist, sondern er nur einen entspannten Tag hat? Z.B. in der S-Bahn, wenn Krawalltypen rumgrölen. Einmal bleibt mein Hund von sich aus relaxt liegen, ein andermal springt sie auf und bellt in die Richtung der Störenfriede. Was würdest du wann machen?


    Also den Vergleich kann ich ja nun gar nicht verstehen. Zwei völlig verschiedene Situationen.
    Steht mein Hund auf (oder mault rum) wird er freundlich wieder zum Hinlegen aufgefordert, ich bleibe entspannt, signalisiere alles ok und gut ist. Warum sollte ich dann ein Leckerli geben? Kann man machen, kann man auch sein lassen.
    Meinst du das dein Hund bei den Krawalltypen nicht aufspringst wenn du sie immer beim relaxt liegen lobst? Hm, warum springt sie eigentlich auf, denn ich habe es so verstanden das du deinen Hund immer lobst, selbst bei Dingen über die der Hund sich am wenigsten den Kopf macht: nämlich liegen bleiben weil kein Grund ist etwas anderes zu machen.

    Aber ich glaube jetzt blicke ich gerade nicht so durch.

    Öhm und Alina: es gibt auch in Hessen (Nähe Frankfurt/M.) ganz viele HuSchu. Warum schliesst du da auf Schutzhundesport (und sogar da kenne ich eine gute Ausbildung die meine Kollegin gemacht hat und bestimmt gibt es da auch noch andere die Schutzhundesport über positive Bestärkung anbieten).

    Barry bettelt auch nicht mehr bei mir. Aber sobald er auf dem HuPlatz ist geht es los das er an den Taschen hängt (gibt ein kurzes "HALLO? und dann ist wieder gut).
    Übernommen habe ich Barry da hat er nichts vom Boden gefressen, war gegenüber Essbarem sehr relaxed (gibts was ab ist es ok, wenn nicht dann nicht).
    Auf dem HuPlatz habe ich gelernt mit Leckerli zu arbeiten (kannte ich mit meinen anderen Hunden vorher nicht und, damit es nicht zu Spekulierungen kommt: ich habe es richtig gelernt > Timming, Bestätigung keine Bestechung) und habe mit Barry so angefangen zu arbeiten.

    Hab ja schon oft genug geschrieben: ein wirkliches Team sind wir erst geworden als ich wieder "back to the roots" ging: keine klassische UO, nur das was ich wirklich brauche und ohne Leckerli. Und er hat tatsache durch die Leckerligabe gelernt zu betteln: jeder der die Hand so gehalten hat wie auf dem HuPlatz, jeder der seine Hand in die Jackentasche gesteckt hat oder in seiner Handtasche gekramt hat wurde angemacht von ihm. Ist witzig wenn du mit ihm unterwegs bist.

    Klar wurde ihm dann "erklärt" dass das nicht zum höflichen Umgang gehört, aber hätte er es nicht gelernt hätte ich es ihm nicht mehr abewöhnen müssen.

    Darum beobachte ich sehr bewusst die verschiedenen Möglichkeiten und bin da sehr kritisch geworden.

    mh, also wenn ich mich recht erinnere wird bei flippigen Hunden oder aber bei Hunden dienen es schwer fällt allein zu hause zu bleiben empfohlen beim nach hause kommen nicht zu loben sondern zu ignorieren. Begründung: es soll für den Hund selbstverständlich sein das ich komme und gehe wann ich möchte und es keinen Grund zur Aufregung gibt.

    Also ist diese Begründung für mich falsch. Klar wird dann das ruhig sein gelobt (bei manchen Hunden kann das dann schon dauern) aber trotz allem wird hier von "Selbstverständlichkeit" gesprochen :???: . Na gut, ist ja auch wurscht.

    Aber ich muss auch sagen warum soll ich jetzt meinen Hund, der von allein artig liegt mit einem Leckerli (oder anderes Lob) "belästigen"? Wenn er ruhig liegen bleibt und ich dann aufstehe, dann kommt von mir ein freundliches "hast du super gemacht, komm". Natürlich verknüpft er damit nicht das liegen bleiben, aber er ist von sich aus (weil ER es für normal hält) liegen geblieben.

    Und wie oft musste ich schon beobachten das Hunde etwas ausführen (weil für SIE es gerade völlig normal ist) und durch ein Lob (egal wie) dabei unterbrochen werden. Will heissen: durch die Unterbrechung stehen ruhig liegende Hunde dann auf, werden korrigiert, sind dann oft irretiert. Müssen dann wieder ins Platz gebracht werden (was sie ja schon längst gemacht hatten).

    Ich werd also den Teufel tun und einen Hund, der etwas anbietet (also für IHN gerade selbstverständlich oder von mir aus auch normal ist) zu stören. Durch mein anschliessend entspanntes, gelöstes Verhalten (evtl. mit einem kurzen Ansprechen) ist der Hund zufrieden.

    Meine Erfahrung ist nun mal das Hunde, für die eine Verhaltensweise als "selbstverständlich" angesehen wird, wesentlich entspannter sind.

    Und ich weise nochmal darauf hin: Ich will hier KEINEN ÜBERZEUGEN (ich verbiete auch keinen Kunden Leckerli zu benutzen; das lassen diese dann oft von allein). Aber Gedanken über andere Möglichkeiten sich zu machen muss nicht immer schaden.

    Alina
    einfach mal HuSchu abklappern und beobachten (ich bin mit verschiedenen Bekannten mitgefahren und habe mir HuSchu angeschaut). Meine favorisierte HuSchu ist in der Nähe Frankfurt/Main.

    Barry bekommt ab und an etwas von mir ab (ja, auch Pizza). Es ist nicht seine Hauptmahlzeit, kommt nicht jeden Tag vor, aber er verträgt es heute sehr gut, nachdem er auf Frisch umgestellt wurde.

    Nur mit Essensreste würd ich auch nicht füttern. Allein weil es mehr Fertignahrung (wurde hier ja schon mal geschrieben) ist als Frisch.

    Wird aber immer Frisch gekocht, sehe ich keinen Grund dem Hund nichts abzugeben (bis auf Zwiebeln und was sonst noch in div. Listen zu finden ist). Man könnte dann ja vor dem Würzen etwas für den Hund abzweigen.

    Wenn Hundi selten was Gewürztes bekommt sollte es auch nicht schaden. Aber dies kommt auf den einzelnen Hund an. Mancher verträgt es, mancher nicht.

    Zitat

    Sicher sind nicht alle auf der Schiene psychischer/physischer Gewalt, wenn sie nicht mit Leckerli als Belohnung arbeiten. Es ist jedoch leider die Mehrheit. Von Kreativität sind die meisten Kunden, die bei mir landen, sehr weit entfernt.


    Und für mich es nun mal die Pflicht eines Trainers seinem Kunden seinen Hund so Nahe wie möglich zu bringen. Und nicht: wie konditioniere ich meinen Hund am schnellsten oder bringe meinen Hund mit Gewalt dazu Dinge zu tun die ich will. Kunden kommen weil sie etwas lernen möchten.

    Wenn man ihnen es aber nur einseitig beibringt wie sollen sie etwas Anderes lernen können, wenn sie Bereit und Geschickt dazu sind?

    Und genau gelesen habe ich schon. Denn du bezogst dich auf

    Zitat

    es gibt verschiedene Arten von Gewalt. Man kann auch massiv psychische Gewalt ausüben, ohne überhaupt physische Gewalt anzuwenden. IdR ist das nämlich die Schiene, die "Leckerliegegner" einschlagen.


    und ich auch, habe es aber nicht nochmal extra zitiert. Und im Grunde stimmst du dem ja zu.

    Zu fast 60 % in meinem Umfeld wird den Kunden nur die Leckerlie-Methode beigebracht. 30 % sind das krasse Gegenteil und gehen mit Gewalt an die Sache ran.

    Und 10% nutzen die Fähigkeiten ihrer Hunde (die man, wenn man gleich mit Leckerli oder Gewalt anfängt gar nicht erkennen kann) um mit ihnen Zusammen Möglichkeiten zu finden den Alltag kennen zu lernen.

    Die Prozentzahlen sind jetzt nur dazu da um deutlich zu machen was ich in den letzten 7 Jahren beobachtet habe und immer noch beobachte ( diese Zahlen jetzt bitte nicht verbissen sehen). Das es in anderen Gebieten natürlich ganz anders aussehen kann ist klar. Aber ich kann nur von meinen Erfahrungen schreiben. Alles Andere wären nur Vermutungen bzw. Gerüchte.

    Na nun macht ihr es euch aber einfach. Nur weil ihr nicht wisst wie es ohne Leckerli geht wird jetzt die Schiene versucht das die Anderen dann nur mit Gewalt arbeiten können und ihre Hunde brechen wollen.

    Ok, dann ist es für eure Hunde wahrscheinlich wirklich besser ihr nehmt Leckerli. Sonst hätten sie wahrscheinlich nichts zu lachen.