Beiträge von Terry

    Warum wird er abgelenkt mit Leckerli? Er bekommt ja gar nicht die Möglichkeit sich mit der Situation zu befassen. Er hat nun mal Angst. Diese kann er nicht bewältigen wenn man ihn versucht zu seinem "Glück" zu zwingen (warum solle er eigentlich Kontakte haben?) oder ihn mit Leckerli versucht vorbei zu lotsen.

    Er braucht Zeit, ganz kleine Schritte und vor allen Dingen darf der nächste Schritt erst kommen wenn er den ersten Schritt ruhig und gelassen angenommen hat.

    Diese können so unterschiedliche Gründe sein. Und nicht jeder Grund muss nachvollziebar sein.

    Ich kann dir nur schreiben was für mich die Voraussetzung ist bevor ich mir einen Zweithund anschaffe:

    - Der erste Hund muss so führbar sein, daß ich mich auf den zweiten konzentrieren kann.

    - Der Platz muss da sein. Das Geld muss wenigstens für das Nötigste da sein.

    - Der zweite Hund darf nicht für den ersten Hund angeschafft werden.

    Gründe von anderen HH warum sie keinen zweiten Hund mehr nehmen würden:

    - Der Zweithund wurde angeschafft obwohl der Ersthund noch Probleme machte. Da sie es dann nicht wirklich auf die Reihe bekamen wollten diese HH nie wieder einen Zweithund.

    - Zwei Welpen gleichzeitig angeschafft. Die HH die ich kenne sind jedenfalls geheilt und ziehen Einzelhund vor.

    - Oder HH welche durch veränderte Lebensumstände zwei Hunde kaum noch finanzieren konnten.

    - Und noch die HH welche einen Zweithund für den ersten angeschafft haben (weil dieser ja draußen so toll spielt) und der Ersthund sich an den Zweithund sehr schwer oder gar nicht gewöhnen konnte.

    Was ja nicht bedeutet das diese HH vielleicht später ihre Meinung doch ändern aber sich mehr Gedanken dazu machen.

    ich konfrontiere "Angsthunde" mit dem Objekt nicht direkt. Ich halte Abstand und lasse den Hund schauen. Ohne Kommandos, ohne auf den Hund einzuwirken.

    Erst soweit weg wie er von allein ruhig bleibt. Näher geht es nur wenn der Hund wirklich relaxed ist. Dann gibt es erst den nächsten Schritt. Ich lasse den Hund sein Tempo bestimmen. Nur wenn er sich sichtlich wohl fühlt geht es einen Schritt weiter.

    Durch Situationen, die ich nicht umgehen kann, gehe ich ruhig aber flott. Ohne auf den Hund einzuwirken. Eher lasse ich ihm den Raum das er ausweichen kann.

    Alos würde ich in deinem Fall sicherlich nicht konfronierten sondern lieber noch Zeit geben und den Hund in noch kleineren Schritten sich "seinen Weg" zusammen mit meiner Hilfe bestimmen lassen.

    Und Hundekontakt nur wenn du dir absolut sicher bist (also vom Bauchgefühl her). Solange da noch Zweifel ist würde ich es nicht machen da der Hund diese Stimmung fühlt. Und du musst sicher für den Hund rüber kommen.

    Das was du gerade machst in eine reines Konditionieren von Kommandos. Das bedeutet damit nicht automatisch das sie das, was Hundi jetzt kann auch später leichter dadurch macht.

    Eher könnte das Gegenteil der Fall sein. Hundi macht es jetzt entsprechend ihrem Alter und im laufe der Zeit, in ihrer Entwicklung, wird Hundi vielleicht nicht mehr so ausführen und die Probleme beginnen.

    Warum konzentrierst du dich nicht einfach auf das Wesentliche? Grenzen setzen in Bereichen die deinem Hund wichtig sind (also nicht zu anderen Hunden rennen, locker an der Leine laufen, Besuch gesittet begrüssen z.B.).

    Meine Hunde brauchten und brauchen das Sitz & Co. nicht. Als erstes steht bei mir die Bindung. Die wird aufgebaut und vertieft. Damit hatte ich immer Hunde die sich die meiste Zeit an mir orientiert haben. Auch schon als Welpe. Alles Andere kam mit der Zeit dazu und wurde in den Alltag mit eingebaut ohne Konditionierung und nur soviel wie unbedingt nötig.

    Machst du in diesen Situationen (Dingen die deinem Hund wichtig sind) deinen Führungsanspruch deutlich und Hundi akzeptiert es ohne wenn und aber kann dann mit der konditionierten, klassischen UO begonnen werden.

    Für den ersten Part (Führung zeigen) brauchst du noch nicht mal Leckerli. Sondern nur dich ;)

    Zitat

    Unsicherheit ist hier nur wenig im spiel da sie eine ganz andere Körpersprache zeig. ein Unsicherer Hund schießt nicht vor und beiß dann auch gleich zu wenn es möglich ist, dann sind die Rute und die Ohren nicht aufgestellt. Oder


    da irrst du leider. Ich habe gerade solch eine Hündin bei mir. Das macht sie sehr wohl. Alles ist nach vorn gerichtet. Seit dem ich sie habe gebe ich ihr Führung und sie nimmt sich immer mehr zurück.

    Ich kenne die "Methode" von Baumann und sie gehört nicht mehr zu dem Mittel meiner Wahl. Weil ich weiß wie es auch anders geht.

    Das Problem bleibt aber weiter: wenn man das Team nicht live beobachten kann ist es immer schwer sich eine objektive Meinung bilden zu können. Denn alles was hier geschrieben wird können nur Vermutungen sein.

    Ich mache mich jetzt mal ganz schnell unbeliebt:

    Was bringst du denn bitte anderen Menschen bei wenn du mit deinem Hund noch nicht mal klar kommst? Wenn es dir eine Überlegung wert ist deinen Hund auf den Rücken zu packen (selbst wenn dein Bauch dir da was anderes sagt)?

    So einen wirklichen Plan kann ich da gerade nicht erkennen. Dein Hund macht nur das was von ihm verlangt wird. Im fehlt deine Führung und damit übernimmt er diese (hat nichts mit Domminant zu tun und auch nicht damit das er der Boß sein will).

    Aber so ganz traut sie es dir nicht zu.

    Ich empfehle dir die Bücher "Das andere Ende der Leine", "liebst du mich auch" und "das Alpha-Syndrom" (alle drei Bücher sind hier in der Bücherecke zu finden.

    Desweiteren wurde hier ja schon geschrieben das ein Team immer im ganzen und noch möglichst live beobachtet werden muss um den Grund für das Verhalten des Hundes zu finden).

    Das Verhalten des Hundes nur zu "bestrafen" ist reine Symptombekämpfung. Kann auch unterdrückt werden. Aber dafür kann es an anderer Stelle ausbrechen.

    Solange man Hund und Mensch nicht kennt kann fast jeder Tipp nach hinten losgehen.

    Ein Wachhund wacht. Nicht mehr und nicht weniger.

    Scharf machen eines Hundes von Privatpersonen ist meines Wissens verboten. Glaube, wenn es solche Grundstücke sind, werden diese von Wachpersonal geführt.

    Denn einen scharfen Hund Entscheidungen überlassen ist brandgefährlich.

    Wenn Jugendliche sich einen Jux erlauben und ihnen passiert durch die Hunde etwas gibt es mehr als Ärger.

    Glaube eher nicht das dies dein Bekannter beabsichtigt.

    Bevor überhaupt ein Gedanke verschwendet wird sollte er sich an geeigneter Stelle erkundigen was erlaubt ist und was nicht (evtl. OA?).

    Die Zeiten, wo kein Hahn nach kräht, wenn ein Einbrecher von einem Hund verletzt wird sind lange vorbei.

    Andrea hat schon richtig angemerkt: wer so gar keine Ahnung von Hunden hat (denn sonst hätte er sich auf keinen Fall Geschwister aus einem Wurf ausgesucht) sollte sich erst mit der Materie beschäftigen (nämlich dem Hund als Lebewesen).

    Dann wird dein Bekannter sicherlich merken das es jetzt nicht darauf ankommt welche Rasse, sondern wie er es gebacken bekommt dem Hund (oder Hunden) und den Menschen, die durch diese bedroht werden, Gerecht zu werden.