Beiträge von Terry

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    es war in keiner weise freiwilligkeit meiner hündin zu erkennen. hinterjagen, anrempeln und umwerfen


    Würde deine Hündin auf Teufel komm raus sich nicht umwerfen LASSEN wollen, wie sollte der andere Hund sie dann umwerfen?

    Kann mir das nicht wirklich vorstellen.

    Versuche doch mal einen Hund umzuschmeissen ohne die Hände zu benutzen. Wie sollte das gehen?

    Die Frage ist ja wie man "Sozialisierung" interpretiert bzw. definiert.

    Das muss doch nicht heißen das immer ein Kontakt stattfinden muss. Hundi soll doch nur lernen den Anderen einfach zu akzeptieren. Also nicht zu pöbeln nur weil ein anderer Hund auftaucht.

    Durch das "er muss Kontakte" haben scheint das Problem unter Hunden zu zunehmen.

    Warum kann man einen Hund nicht einfach nahebringen: "da ist ein anderer Hund, na und?".

    Um andere Kennen zu lernen muss kein körperlicher Kontakt statt finden mit möglichst vielen Hund. Ausgewählte Hunde sind besser. Und gerade die Minirassen haben ja nun wirklich nichts entegenzusetzen. Die kann ja schon ein tölpelhafter LabiWelpe platt machen und das nur weil er mit ihnen toben will.

    Gerade bei Minihunden sollte man sich darauf beschränken das der eigene Hund andere ignoriert und mit einigen, wenigen, kontrollierten Umgang pflegen. Leider schließt das oft ein wildes rumtoben mit größeren Hunden aus.

    Auch wenn da jetzt so einige Widersprechen werden: mein Hund wäre mir zu wichtig um ihn dieser Gefahr auszusetzen nur weil der MENSCH diese Kontakte für so wichtig hält.

    Und Hundewiesen sind für mich sowieso keine Option.

    es war ein komisches Gefühl:

    ich hatte Barry über das INet "kennen gelernt", einmal besucht und wir (meine Kinder und ich) warteten gespannt darauf das die SOS-Hundehilfe ihn vorbeibringt.

    Man konnte mir keine Auskunft geben ob er Katzen mag (hatte zu dem Zeitpunkt 2) oder mit kleinen Kindern auskommt (meine Freundin hatte zu dem Zeitpunkt eine knapp 1 1/2 jährige Tochter).

    Das einzige was man schon festgestellt hatte: er mag keine kleinen Hunde (meine Freundin hatte damals einen kleinen KamikazeDackelmix).

    Als Barry kam sah er sich um und es war: Nichts.

    Katzen: muss ich die kennen? Nö, also uninteressant. Kleines Kind: muss ich das kennen? Nö, also uninteressant. Kleiner Dackel der einem an den Hals springt: wohl ein Scherz. Nimmt mir mal jemand dieses Ding vom Hals?

    Also es war doch alles sehr ruhig. Habe ihn aber gleich vom ersten Tag an in kleinen Dosierungen mit allem Bekannt gemacht (Freunde meines Sohnes, kleines Kind, kleiner Hund und am nächsten Tag gleich Feldrunde mit einer kleinen Hundegruppe).

    Was seeeehr Gewöhnungsbedürftig war: Balu war ca. 45 cm hoch, Barry 70! Da er schon 3 Jahre alt war und ich von seinem Vorleben ja nicht viel wusste war es am Anfang doch schon sehr "merkwürdig" einen solch großen Hund um sich rum zu haben.

    Ganz Lustig war: meine Kinder waren es ja gewohnt mit dem Vorgänger Ball zu spielen. Also haben wir Barry einen Ball zugeworfen. Dieser landete einem verdutzten Hund zwischen den Augen: er konnte nichts auffangen (hatte es wohl nie gelernt). Ich glaube Barry dachte wir haben einen an der Waffel.
    Und wenn wir mit ihm raus wollten: "Barry komm Gassi". Barry einen müden Blick uns zugeworfen und sein Blick sagte uns "viel Spaß, ich warte hier so lange".

    :schockiert: :(

    Die meisten Kleinhundehalter sind zwar immer pikiert: aber mein Hund (45 kg schwer) darf nur kontrolliert mit diesen Kontakt aufnehmen (er käme zu solch einer Aktion erst gar nicht). Und ich habe kein Problem wenn Kleinhundehalter sich gegenüber meinen Hund vorsichtig verhalten.

    Solch ein Unfall (denn etwas anderes war es nicht) kann schon vorkommen. Für den Schäfi eine völlig normale und auch gut dosierte Handlung (wenns ein größerer Hund gewesen wäre). Zumindest liest sich das so für mich.

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    Erfindet Herr B. nicht prinzipiell immer wieder neue Worte für bereits dagewesene Dinge und modifiziert sie dann etwas, damit auch etwas ganz tolles neues wird?


    Na irgendwo muss man ja bleiben. Und wenn dann alle anderen mit altbekannten Begriffen etwas beschreiben, muss man ja was Neues erfinden (ok, nur den Namen) damit der Kunde meint es muss was ganz Besonderes sein.

    Nur dumm das Strafe bei vielen Trainern einfach nur Strafe bleiben wird, egal wie man es nennt.

    Korrekturen gibt es bei mir auch. z.B. das nach Hinten schicken wenn eine Madam Kessy meint sich vor mir aufbauen zu müssen (weil Hund gesichtet). Damit korregiere ich ihre Meinung, das sie sich verantwortlich fühlen muss.

    Das übernehme ich dann doch lieber selbst :D .

    Gestraft wird sie allerdings nicht (mit Ruck z.B., egal ob über Halsband, Geschirr, Halti oder Maulkorb was dann allerdings Korrektur heißen wird). Es wird einfach weiter gegangen (wenn nötig evtl. mit kleinen Bogen).

    undercover
    na ja, kann mich erinnern das du schon bei ähnlich gearteten Themen geschrieben hast wie streng du bei nicht erlaubter Futteraufnahme reagierst.

    Und du unterstellst deinem Hund auch jedesmal das er deine Maßnahme verstanden hat.

    Warum kann es dann schon wieder passieren? Warum musst du dann schon wieder Maßnahmen ergreifen?

    Das "Nachspiel" würde mich auch mal interessieren.

    Schließe micht an: lasst euch Zeit!

    Zitat

    Ich bin ja jetzt kein blutiger Anfänger mehr und möchte meinem Hund Zeit lassen, die er braucht. Und ich habe eben einfach das Gefühl, dass es überhaupt nichts bringt mit ihm jetzt irgendwas zu üben, weil er einfach noch nicht


    Höre auf dein Gefühl. Nur das zählt. Ihr macht es genau richtig. Zeigt ihm seine Umwelt (in kleinen Schritten und seinem Tempo), lobt seine Aktionen die gewünschtes Verhalten zeigen (wie ein zufälliges Sitz z.B.). Macht also weiter so.

    Der Trainerin hört ihr einfach zu und filtert das Passende für euch heraus. Im Spiel erlernt Hundi die Grundkommandos noch früh genug und den Alltag lernt er mit euch zusammen.

    es gibt kein wirklich Falsch und kein wirklich Richtig.

    Dein Bauch muss dir sagen wie du es handhaben musst. Du musst dir Sicher sein bzw. die Wohl dabei fühlen. Dann kann es auch dein Hund.

    Bei deinem "Platztraining" hast du dich Sicher und Wohl gefühlt (na ja, im großen und ganzen). Das gibt den Hund Sicherheit.

    Versuche jetzt nichts zu realisieren weil dir die Schritte noch zu klein sind. Mache weiter so. Und zwar bis dein Hund merklich ruhiger wird (und mit seinem Geschrei aufgehört hat).

    Da wo du nicht ausweichen kannst gehts halt nicht anders. Das weißt du also gehst du einfach durch. Gibt deinem Hund Sicherheit.

    Situationen die du umgehen könntest aber es "versuchst" merkt dein Hund. Dein Ausstrahlung ist eine Andere.

    tagakm

    Zitat

    Inwiefern? Die Leckerlie Tour hilft ja dem Hund lediglich beim de-sensibilisieren bis man mit der wirklichen Sozialisierung des Hundes mit Artgenossen beginnen kann.


    dazu musst du aber den Punkt erwischen bevor der Hund in seinem Erregungslevel anfängt "hochzusteigen". Verpasst du diesen Punkt, kann es das Gegenteil bewirken (das ist dann der Moment wo viele der Meinung sind man kommt mit Leckerli nicht weiter). Da ich rotti-frauchen ja nicht persönlich kenne teile ich nur meine Bedenken mit da ich nicht weiß wie das Händeln live aussieht.

    Zum Beispiel würde ich die Leckerli nicht am "Feind" vorbeischmeissen damit Hundi hinterher muss, sondern viel früher anfangen bevor ich überhaupt am Feind dran bin (und dann auch nicht schmeissen). Damit Hundi lernt das es nichts zum "hochpuschen" gibt.

    Nur ein Gedankenanstoß. Nicht mehr und nicht Weniger ;) .

    tagakm
    Klar kann man mit Leckerli de-sensibilisieren. Aber das empfinde ich als Kunst für sich und meist wird durch den HH mit diesen nur abgelenkt. Außerdem fällt das unter Konditionierung und dem sind Grenzen gesetzt. Das kann eine Weile gut gehen (und einen Erfolg vorgaukeln) und kann in einem Rückschlag enden (der keiner ist weil eigentlich nie ein Erfolg).

    Darum empfehle ich ohne Leckerlim da der HH der "Ansprechpartner" sein soll. Das zeigt den tatsächlichen "Ausbildungsstand" eher und man geht nicht zu früh einen Schritt weiter.

    Reine Erfahrungswerte.