Beiträge von Terry

    Ich war auch gestern auf der "Ausstellung".

    Für "kernige" Hunde war nicht wirklich was zu finden. Gut, Barry fand es dort toll (es war nicht sehr viel Betrieb, so das man genug Platz hatte) denn er bekam überall was zu futtern und lernte auch mal andere Tiere kennen.

    Die Minischweine fand er nicht so interessant. Dafür ein Kaninchen welches bei den Alpaka im Gehege vor sich hinmümmelte. Das hätte er auch gern gehabt :D .

    Die Esel fand er (im Gegensatz zu mir) nicht so toll, denn die knurrte er erstmal an, so daß wir da dann doch Abstand hielten.

    Im großen und Ganzen fand ich es lohnenswert für mich da ich eine faltbare "Stoff"box suchte und auch gefunden habe. Am "Keksstand" habe ich für Barry viele verschiedene Sorten geholt (würde ich jetzt nicht unbedingt extra dafür hinfahren); meine Freundin hat endlich einen Laden gefunden die auch Futter von Hermanns verkauft und hat den cdVet-Stand unsicher gemacht.

    Wer auf mehr Schick (und teilweise praktisch) stand als auf nur Praktisch kam da auf seine Kosten. Die Infostände und die Vorführungen waren auch nicht schlecht.

    Wenn ich aber nicht unbedingt etwas brauche, werde ich wohl nächstes Jahr eher nicht hingehen.

    Ergänzung (für die Wahl des Trainers hilfreich):
    Die Unterordnung zeigt sich nicht daran das der Hund Sitz macht. Auch ein konsequentes Einfordern (von Sitz) hat nichts mit Führung zu tun.

    Ein Herdi muss (wie alle "selbständigen" Hunde) Führungsqualitäten auch an der Ausstrahlung des HH merken.

    Ziel muss sein das der Hund lernt sich an dem HH zu orientieren (ihm vertrauen zu können das er die Lage im Griff hat). Das geschieht ohne Sitz, Platz und Co..

    Diese kommen dann als zusätzliches Element hinzu wo wirklich gebraucht.

    cosmix
    du hast doch schon selbst festgestellt das der Hund sich da wo wirklich nötig von allein hinlegt.
    Warum wollt ihr von euren Hunden eigentlich so viel?

    Nutze doch einfach mal aus was das Hund schon freiwillig macht: du unterhälst dich, Hund legt sich, du bist fertig, lobst deinen Hund und gehst mit einem Komm los. Wenn du es genau abpasst (und das Gespräch einfach mal früher abbrichst) lernt der Hund das es sich lohnt artig liegen zu bleiben und zu warten.

    Wenn du jetzt mit Tricks ihn versuchst dazu zu "zwingen" kannst du dir es wunderbar versauen.

    Baue es in ein Spiel ein, während des Kuschelns wenn er liegt. Zeige ihm immer dass das Platzmachen etwas schönes ist.

    Je gelassener er lernt abzuliegen umso größer ist die Chance das er in Prüfungen seelenruhig liegen bleibt wenn du es möchtest.

    Letztendlich solltest du dich nicht auf das Sitz oder Platz konzentrieren damit er nicht losspurtet sondern eher daran arbeiten das er erst gar nicht losrennen möchte ;) .

    Nun ja, Tunierhundesport: wäre da die Rüdenunverträglichkeit kein Problem? Oder sind da die Hunde nur einzeln auf dem Platz?

    Meine Bedenken sind nämlich: gerade weil ihr daran arbeitet könnte eine Sportart (aber auch das bh-Training wenn nicht gut gemacht) der Arbeit am Pöbeln im Wege stehen.

    Wenn es ein geschicktes und gutes Training ist kann es helfen, wenn nicht eher schaden.

    Zumindest kenne ich Hunde die auf dem Platz wunderbar "verträglich" sind, also die anderen Hunde ignorieren aber draußen um so heftiger gegen Artgenossen sind. In einem Fall so weit das der Hund auf sein Herrchen los ist weil er den anderen Hund ans Fell wollte. BH aber mit vorzüglich bestanden.

    Darum empfinde ich eine bestandene BH-Prüfung nur als "ehrlich" wenn der Hund wirklich (und zwar überall) sehr gut und ohne Probleme zu führen ist.

    Das ist aber nur meine Einstellung zu dem Thema "BH". Was jeder einzelne daraus macht muss er mit sich selbst ausmachen.

    Zitat

    jedenfalls fingen Sascha und der Rüde ein Spiel an und ich fand man sah deutlich, dass es den Beiden nicht um das Spielen selbst ging


    das ist kein Spielen. Echtes Spielen ist losgelöst von jeglichen "Kämpfen". Man erprobt zwar auch spielerisch seine Grenzen aber jeder muss dabei wissen an welcher Stelle er steht.
    Das könnten zwei Hunde, die sich gerade begegnen, nicht. Sie können aber wählen zwischen Imponieren oder sich aneinander "herantasten".

    Das einzige was echtes Spielen kippen lassen kann ist Frust oder Schmerz. Sogar Ressourcen können, meiner Meinung nach, ein echtes Spiel nicht stören, da die Rollen feststehen. Dazu muss aber schon eine Gemeinschaft existieren.

    Hunde die sich sehr selten bzw. das erste mal treffen Spielen meiner Meinung nach nicht. Sie kommunizieren ohne Drohen.

    Zitat

    Hunde "regeln schon" auf größere Entfernung, sobald Sie sich wahrnehmen/sehen können


    ebend, warum sollten sie dann noch im Spiel was klären?

    Spielen ist für alle sozial lebenden Tiere (auch wir Menschen gehören dazu) ein wichtiges Element. Es schult und zeigt Dinge für das spätere Leben solange wir noch in der Entwicklung zum Erwachsen werden sind.

    Hat ein Tier erst einmal einen Platz in der Gemeinschaft gefunden glaube ich das Spielen nur noch des Spielens willen geschieht. Aber es ist nicht unmöglich das dies kippen kann (da spielen bei Hunden z.B. andere Faktoren eine Rolle als beim Menschen).

    Wölfe wurden bei ausgelassenem Spiel beobachtet (und sei es das ein Timber ausgelassen einen Hügel runterrutscht) und auch die Toscana-Hunde.

    Wenn etwas geklärt werden muss wird es geklärt und nicht "erspielt".

    Der Unterschied zu unseren Hunden entsteht vielleicht wieder nur durch den Menschen. Wir wollen das unsere Hunde spielen. Ohne auf die kleinsten Zeichen zu achten das ein Spiel wahrscheinlich gar nicht gewünscht wird.

    Auf unseren Spaziergängen begegnen wir selten Hunden mit denen Barry ausgelassen spielt.

    Fazit: ich sage zu Spiel nur Spiel wenn es sich um solches handelt. Und das kommt bei Barry eher selten vor (und das erst wenn vorher alles geklärt wurde). Rumgetobt wird da eher wenn man sich noch nicht so klar ist was der andere will.

    Zitat

    Übrigens hat auch das verteufelte Vermenschlichen einen evolutionären Sinn. Als wir noch zu den Jägern und Sammlern gehörten gab es noch keine schlauen Bücher und keine Forscher. Die Menschen mussten um zu überleben, die Tiere in ihrer Umwelt sehr genau beobachten. Und einige Verhaltensweisen interpretierten sie eben mit den Gefühlen ihrer eigenen Stimmungen und Erfahrungen. Die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen und ein Gefühl zu teilen oder eben auf den anderen zu übertragen, half dabei die Gewohnheiten der Wildtiere zu verstehen und zu durchschauen.


    Darum finde ich "Vermenschlichung" gar nicht so schlimm (solange es einen Hund und seiner Umgebung nicht schadet. Jeder Mensch kann sich nur so verhalten wie es ihm die "Natur" mit gegeben hat.
    Aber der Mensch hat die Möglichkeit Handlungen zu überdenken und zu ändern. Das sollte er viel mehr nutzen.

    Ist ja alles ganz nett. Warum aber eine BH wenn der Alltag (Rüdenproblem) nicht wirklich stimmt?

    Das die BH nicht das ist was sie sein soll ist mir schon bewusst. Aber wenn ich sehe wie viel "geschummelt" wird (etwas anderes ist es für mich nicht) wächst meine Abneigung gegen solche Prüfungen immer mehr.

    Ich würde zusehen das du das "Pöbelproblem" erst in den Griff bekommst und dann brauchst du dir um andere Hunde keine Gedanken mehr zu machen.

    Zitat

    Ich habe akzeptiert,das der Hund beim Menschen bleibt,weil er da bekommt,was er zum Überleben braucht


    Meinst du mit "beim Menschen" 1. den Mensch allgemein oder 2. die Einzelperson?

    1. So ist der Hund zum Menschen gekommen: indem er die Vorzüge kennen gelernt hat. Aber er hat kein Problem damit auch wieder zu "verwildern" (siehe Dingos). Auch die Toscana-Hunde kommen ohne uns aus, nehmen natürlich gern was man ihnen gibt sind aber nicht wirklich wild darauf mit dem Menschen zu leben (was dieser leider nicht einsehen will).

    2. Meine Hunde haben immer bei anderen Menschen auch was zu Fressen bekommen (wenn wir zu Besuch waren) und trotzdem sind sie gern wieder mit mir gegangen. Meine Hunde wurden und werden nicht mit Leckerli erzogen (Barry nur kurzfristig) und gingen und gehen bevorzugt mit mir mit.

    Eine "echte" Bindung bedeutet mehr als Fressen und ein Dach über den Kopf geben.

    Zitat

    Nicht umsonst bleiben Hunde sogar noch bei ihrem Besitzer,auch wenn er den Hund schlägt,etc und hauen nicht ab,auch wenn sie es könnten,weil der Bezugs-Mensch nunmal eben das gibt was er zum überleben braucht


    stimmt nicht ganz. Denn auch beim Menschen gibt es diese Phänomen. Und der Mensch könnte sich sogar noch aktiv entscheiden zu gehen wenn er "gequält" wird. Der Hund kann es deswegen nicht weil er es nicht planen kann. Er kann es leider nicht "begreifen" das er einfach "gehen" könnte.

    Allerdings gibt es auch Hunde die dies machen: abhauen weil sie schlecht behandelt werden. Nur werden diese aufgegriffen und müssen wieder zurück gebracht werden (wenn der Halter ermittelt wird).

    So einfach sind Hunde nun auch wieder nicht "gestrickt".

    Ohje :schockiert: , da habt ihr noch mal Glück gehabt.

    Die kleinen Kerle können sehr schnell sein und auch schon mal flott eine größere Strecke zurücklegen.

    Rechnen muss man mit fast Allem.

    Wenn ich an den Krupunder See denke: da bestände auch die Möglichkeit das die Hunde beim Spielen auf die Straße gelangen. Und die ist nicht gleich neben der Wiesen auf denen die Hunde toben.

    Jetzt bist du halt noch ein Stück vorsichtiger ;) .