Beiträge von Terry

    Schuldigung, aber was bedeutet das denn

    Zitat

    So ansich denkt man anfangs immer, man ist auf der sicheren Seite, wenn man in die HuSchu geht, das liest sich so schön, die Trainerin hatte die Möglichkeit 19 oder so Huskies in freier Wildbahn zu beobachten


    Huskys in freier Wildbahn lebend wie Wölfe? Ohne Einfluss vom Menschen? Von dem Projekt habe ich noch nichts gehört. Ich kenne nur die "Pizza-Hunde" von Günter Bloch.

    Schwierigkeiten (Missverständisse) zwischen Hund und Mensch entstehen, weil der Mensch Dinge vom Hund verlang, welche in seiner Welt nicht vorkommen. Und zwar bevor man sich darum bemüht zu schauen wie Hund wirklich miteinander umgehen: durch Kommunikation.

    Das einzige was Menschen machen: sie sehen einen Ausschnitt, den Schnauzgriff z.B., und nun meinen sie diesen Nachmachen zu müssen. Vergessen darüber aber 1. das sie keine Hunde sind (ich traue nur Bloch zu dies wirklich zu könnnen, da er schon zum Wolf mutiert ist :D ) und 2. das dies nur ein ganz winziger Teil der Sprache ist.

    Es braucht keinen Ruck und was weiß ich um zu einer Leinenführigkeit zu kommen. Auch keinen Richtungswechel oder sonstiges. Der Anfang ist schon vieeel früher. Zu erlernen wie man ein Respektsverhältnis mit dem Hund aufbaut. Den Altag durch Geben und Nehmen zu meistern (nein kein Leckerli, sondern Respekt fordern und Geben, Vertrauen aufbauen, erhalten und auch geben).

    Dies ist einerseits einfach, andererseits schwierig, da der Mensch sich mit dem Hund ganz anders befassen muss, als wie er es gewohnt ist: Kommunikation statt Kommandos (Erziehung). Schaue auf meine Website, da habe ich einiges dazu geschrieben. Das Thema Führung arbeite ich gerade aus.

    mh, bei meinem Bearded Jimmy (von einem VDH-Züchter) habe ich die Züchterin erst bei Abholung kennen gelernt. Ich hatte den Hund dort telefonisch bestellt und abgeholt. Kein weiterer Kontakt.

    Balu habe ich nicht aus Überzeugung genommen. Hatte keinen Kontakt dann mehr zu der "Züchterin".

    Barry habe ich im INet kennen gelernt, mit der Orga telefoniert, ihn einmal Besucht und dann wurde er gebracht. Weitere Kontakte nur, da ich zu Veranstaltungen gegangen bin, bei denen Mitarbeiter dort anwesend waren.

    Ashkii habe ich in einem anderen Forum per PN "bestellt", die "Züchterin" auch nicht persönlich vorher kennen gelernt, erst bei Abholung . Vor Mitnahme gab es einen Besuch. Kontakt wird jetzt aufgenommen, da ich jetzt in der Nähe wohne, vorher durch Beiträge hier im Forum.

    Bis auf Balu habe ich die Hunde aus innerer Überzeugung und mit dem nötigen Klick genommen. Da war es mir relativ egal ob mir die "Züchter" nun zusagen oder nicht. Es waren und sind tolle Hunde.

    Balu war auch ein toller Hund, nur ich ein "dummes" Frauchen. Er ist leider nie "mein" Hund geworden. Er hat mich gelehrt ohne den "Klick" keinen Hund mehr zu nehmen. Und da würde es mir letztendlich egal sein von wo der Hund kommt und ob die Züchter Kontakt wünschen oder nicht.

    Dat wird ja hier immer interessanter :roll: .

    Jeany1983
    Eigene Erfahrungen sammeln durch Beobachtung oder weil man es selbst Lebt ist etwas anderes als eine Ahnung von etwas zu haben. Aus Büchern, Erzählungen kann man sich Informationen holen. Und da wird man ganz schnell merken, wenn man mit mehreren, verschiedenen Menschen spricht, viele Bücher liest, das diese sich unterscheiden (können). Denn jeder macht andere Erfahrungen. Erfahrungen welche sein Umfeld ihm mitgibt. Aus diesen Informationen sich etwas herauszupicken und dies zu Pauschalisieren hat dem Menschen schon mehr als schlechte Dienste erwiesen. Und den Hunden geht es nicht anders.

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    Wenn er seinen Trieben gerecht werden kann, nicht vermenschlicht wird, seinen festen Platz im Familiengefüge hat (nämlich da wo er hingehört: ganz Unten).


    Nun ja, sehr menschliche gedacht. Diese Einstellung hat mit der Natur des Hundes nicht viel gemein.

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    Weil Hundilein gefälligst Püppilein zu sein hat, sich aber komischerweise weigert, diese Rolle anzunehmen


    Kann ich nicht bestätigen. Viele nicht erwünschte Verhaltensweisen entstehen mit Sicherheit nicht dadurch. Oft genug entstehen sie einfach nur dadurch, das der Mensch einen Hund nur aus seiner Sicht "erzieht" und den Hund dabei unberücksichtigt lässt (unbewusst).

    Zitat

    Das stimmt tatsächlich, ich habe auch oft das Gefühl, dass viele Hunde eine ganz eigenartige, fast ungesunde Bedeutung bekommen haben. Überall wird der Name verewigt, wie wir das in der Pubertät mit unseren Lieblings Bands gemacht haben. Von jeder Aktion gibt es Bilder,
    oft auch Filmchen zu begucken und sei die Leistung auch noch so banal.


    Und nun wird wirklich gelgaubt, das dies den Hund interessiert? Das ist dem doch wurscht. Den Hund Hund sein lassen heißt doch nicht automatisch das man Handlungen von Menschen verachten muss nur weil sie ihre Liebe zum Hund so ausdrücken (Erinnerungen sichern bzw. sich mit anderen Menschen austauschen). Die Natur des Hundes respektieren bedeutet nicht das Menschsein aufzugeben.

    öhm, man muss sich echt die Mühe machen und erstmal alle Posts von den Themenstartern durchlesen.

    Tanzstern
    ich glaube das Ganze hat eher nichts mit dem Hund zu tun. Hier sieht es eher nach einem Problem zwischen dir und deinen Eltern aus. Der Hund verhält sich in diesem Fall völlig normal (normal in dem Sinne, das er keine andere Möglichkeit hat).

    Es wäre schön wenn ihr eure Probleme nicht auf dem Rücken des Hundes austragt. Setzte dich in Ruhe und vor allen Dingen so Neutral wie möglich mit deinen Eltern zusammen, teile dein Problem (nocheinmal) in Ruhe und ohne Vorwurf mit und machte gleich Vorschläge wie ihr es zusammen lösen könntet (ohne Schei**köter und ähnlichem).

    Alles ist machbar wenn man denn möchte. Und wie gesagt: HuSchu bringt solange nichts, bevor ihr nicht den wirklichen Willen habt etwas zu ändern. Der Hund braucht keine Kommandos, sondern Führung. Und die scheint er ja in der kompletten Familie nicht zu bekommen.

    Ist recht Lustig wenn dijenigen, die das Früher nicht kennen gelernt haben (weil noch gar nicht auf der Welt) immer am besten wissen wie es zugegangen ist.

    Da muss ich wohl auf einem anderen Planeten groß geworden sein :???:

    Vieles haben mir im Laufe der Zeit meine Hunde (mit Ashkii jetzt der 4te eigene) und die Gast- und Gassihunde beigebracht. Dann habe ich vor 2 Jahren auch eine sehr gute Trainerin kennen gelernt, welche mir auf dem Weg, auf dem ich schon war, noch viele Ideen gegeben hat und auch weiterhin noch gibt.

    Gerade im Bereich der Konditionierung, mit der ich mich nicht so recht anfreunden kann, geht sie Wege, die von dem mir bis jetzt bekannten, abweicht. Da werde ich noch öfters ihre Arbeit beobachten und schauen wie ich sie umsetzten kann.

    Was mir noch zu dem Sitz eingefallen ist: ich würde Tricks nicht vorher im Alltag nutzen (nutze sie ja eh nicht), bevor ich mir nicht Sicher wäre, das der Hund sie wirklich verstanden hat und in der Lage ist, diese auch umzusetzen.

    Denn Etwas in einer Situation abzurufen was noch nicht wirklich vom Hund verinnertlich wurde, kann man von einem Hund, der aufgrund der Ablenkung (egal wie gering) einfach nicht verlagen. Kommandos am Anfang nur nutzen, wenn es die Situation erlaubt ruhig und gelassen es evtl. noch einmal zu wiederholen und der Hund dabei auch "anwesend" ist.

    Ich lese sehr viel. Aber eher um zu "analysieren" und zu schauen womit ich mich identifizieren kann oder um durch andere Ansichtsweisen nicht "im eigenen Saft" zu schmoren. Zur Weiterentwicklung finde ich Literatur (oder anderen Medien) sehr sinnvoll. Zum einfachen nachmachen finde ich es sehr gewagt. Wie sagt meine Trainerin sehr gern: "Kapieren, nicht Kopieren".

    öhm, wie ist denn die Hundehaltung geplant gewesen? Wolltest du den Hund? Wollten deine Eltern ihn? Wolltet ihr ihn zusammen?

    Warum war er die ersten beiden Jahre anders? Hat sich etwas geändert?

    Das Dumme an der Geschichte ist nämlich, der Hund muss gar nichts lernen, sondern ihr. Und zwar zusammen. Der Hund agiert im Moment so, wie man es ihm beigebracht oder auch hat durchgehen lassen.

    Da sollte sich ein Trainer vor Ort (bei euch zuhause) drum kümmern. Ein Trainr der euch das Wesen Hund erklärt und wo ihr ansetzten solltet/müsst.

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    Mit Platz ist das weitaus schwieriger, das hab ich schon gemerkt. Vernachlässige es aber ziemlich, weil ich das Gefühl habe, ich brauche es nicht. Vieleicht ändert sich das später noch, aber aktuell hab ich das Gefühl dass ein Hund der entspannt ist, sich in den richtigen Situationen automatisch hinlegt, wenn es für ihn nix zu tun gibt.


    :D :applaus: :applaus: .

    Beim Sitz brauchste ihm das Leckerchen nicht über den Kopf zu halten. Du brauchst ihn nur anschauen und abwarten. Er setzt sich eh von allein. Welpis müssen um uns in die Augen schauen zu können ganz schön "verrenken". Darum setzen sich die meisten Welpen von allein, wenn wir sie einfach nur anschauen und dicht vor ihnen stehen.

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    Wie führt er denn eine Handlung sicher aus, wenn er kein Zeichen bekommt, welches? Machst du es nur über Handzeichen? Wie ich es verstanden habe, clickerst jedes gute Verhalten. Nur wie weiß dein Hund welches davon du gerade meinst? Wie gibst du ihm den Impuls dazu?


    Ich arbeite für den Alltag gar nicht mit Kommandos. Die kennt Ashkii theoretisch gar nicht. Praktisch sieht es so aus, daß ich jedes gewünschte Verhalten, was er von allein anbietet mit ruhiger leister Stimme kommentiert habe (super machst du das). Ohne ihn überschwenglich zu loben. Er weiß dadurch das er ein toller Kerl ist und wiederholt es natürlich.

    Das bezog sich aber auf: von allein bei mir bleiben; von allein etwas ausspucken; von allein zurückkommen. Sitz und Platz und Abruf gab es bei mir nicht. Wenn ich wollte das er zu mir kommt, habe ich, sobald er in meine Richtung geschaut hat mich hingehockt, Arme ausgebreitet und dann Indianergeheul :D . Später reichte ein kurzer Laut damit er herumwirbelt.

    Heute beschäftige ich ihn ab und an und bringe ihn Tricks über den Clicker bei (Sitz und Platz). Brauche ich zwar nicht aber vielleicht überkommt es mich doch einmal mit ihm eine Sportart zu machen.

    Das Sitz hat er früher ja bei jeder Gelegenheit von allein angeboten. Das wurde dann freundlich, ruhig kommentiert und später habe ich es mit einem Click "untermalt". Ebenso das Platz. Das war eine Mischung aus Angebot und Konditionierung durch Leckerli in geschlossener Hand und sobald er dann lag Hand öffnen.

    Wenn du das Sitz gern ausbauen möchtest wäre mein Tipp des Aufbaues:

    vor den Hund stellen, Leckerli in der geschlossenen Hand vor dem Bauch und warten das er sich setzt. Sobald er sitzt gibt es L(Leckerli). Kein Lob, kein Jubeln (dann steht er wieder auf). Einmal kurz wegschauen, Hund anschauen, dann wieder L. Kurz wegschauen, Hund anschauen, L. Dann weggehen und ihn mit "Komm" mitnehmen.

    Pause.

    Dann an einer anderen Stelle wiederholen. Jetzt wieder von vorne und zu dem L noch ein leises, ruhiges "Super". Auf 4 mal ausdehnen. Steht Hund zu früh auf, den Platz wechseln und wieder von vorn.

    Erst wenn dein Hund sich sicher und ohne zu zögern hinsetzt und du die Phase des Wegschauens auf wenigstens 10 Sekunden erweitern konntest, dann kannst du das Wort dazunehmen und zwar nachdem er sich gesetzt hat. Den weiteren Weg könntest du dann ein wenig ausprobieren. Schauen wann du das erste mal ihm Sitz sagst bevor er sich gesetzt hat.

    Wenn es nicht klappt, kann man jederzeit wieder ein paar Schritte zurückgehen.

    Warum wegschauen? Gibst du ein Kommando und schaust deinen Hund dabei weiter an, könnte er annehmen du erwartest etwas anderes und er wird etwas anbieten. Angeschaut wird nur wenn das Kommando gegeben wird. Also Augenkontakt und abwarten oder "Sitz", wenn Hund sitzt wegschauen. Nur den Hund anschauen wenn man etwas von ihm will (also Kommando ändern oder Kommando wiederholen weil Hund aufgestanden z.B.).

    Warum nicht loben?
    Die Leckerligabe ist Belohnung. Jedes "Partymachen" würde den Hund veranlassen aufzustehen. Das ist aber nicht Sinn der Sache. Denn er soll ja lernen sitzen zu bleiben bis aufgelöst wird (mit dem "Komm").

    Je langsamer du vorgehst, umso mehr kann der Hund es verinnerlichen. Ist bei jedem Kommandoaufbau so.

    Vielleicht kannst du ja damit etwas anfangen.

    Sitz wird von der Mutter schon "vorkonditioniert". die Welpen gehen noch oft an die "Bar" wenn sie schon größer sind, also rumwuseln. Dabei steht die Hündin. Die Welpen setzen sich dann oft und trinken (wers eilige hat auch im stehen).

    Darum macht Welpi ganz schnell sitz wenn man was Essbares in der Hand hat. Und darum klappt das auch wenn du das Kommando mehrmals sagt. Der Welpe probiert das was er schon kann und bekommt sein Leckerli.

    Versuch das mal mit Platz :D . Bevor der Hund Platz gemacht hat, hat er schon alles mögliche versucht. Dann kann er schwer bis gar nicht herausfiltern, für welche Handlung das Wort sein soll.

    Die Welpen müssen erst einmal eine Verknüpfung bilden können. Ich konditioniere erst einmal völlig ohne Kommando (wenn ich denn mal als Spiel ein wenig experimentiere). Erst wenn der Hund eine Handlung sicher ausführt kommt das Wort hinzu.

    Beispiel: Ashkii legt sich von allein hin, es gibt ein Click und ein Leckerli. Das wird mehrere Male wiederholt. Da ich mit Konditionieren nichts am Hut habe, habe ich es im März nur 3 oder 4 Mal wiederholt und beim 5ten Mal kam das Wort "down" dazu. Dann hatte ich keine Lust mehr zu dem Spiel (lege eh keinen Wert auf das Kommando) und habe Ende April mal einfach aus Spaß das Kommando "Down" gegeben. Und siehe da, Ashkii wusste immer noch was ein Down ist und ich konnte mich auch entfernen, er ist liegen geblieben.

    Je mehr der Hund also sein Verhalten erst einmal festigen kann und das Wort erst dazu kommt wenn er es schon richtig kann (Anfangs durch Handzeichen untersützt) umso sicherer sitzt es dann. Nach meiner Erfahrung jedenfalls.

    :gut:
    Klasse geschrieben.

    Zitat

    Hm ja was denn nun? Soll der Hund Hund sein, mit all seinen Instinkten, Eigenschaften und Verhaltensmustern oder soll der Hund in der Gesellschaft mit Verboten, Tabu´s und Regeln leben und sich unterordnen?


    Es ist unbestritten das gewissen Regeln eingehalten werden müssen, wenn der Hund in unserer Gesellschaft/Gemeinschaft leben soll.

    Aber muss man damit automatisch die Natur des Hundes verleugnen? Nein muss man nicht nur wird dies leider versucht mit menschlichen Maßstäben "zu korrigieren, zu unterdrücken, abzugewöhnen" usw..

    Die Vermittlung für den HH wie man Respekt und Führung erlangt kommt immer zu kurz. Es wird auf Kommandos reduziert. Würde man die Natur des Hundes mehr beachten und auch nutzen, hätte man letztendlich gar nicht die kläffenden, Leineziehenden, pöbelnden, raufenden, jagenden Hunde, die es, wenn man den Foren Glauben schenken mag, immer mehr gibt.

    Die Natur des Hundes beachten, bedeutet nicht das er Alles darf. Wenn man sich mit dem Thema näher beschäftigt, wird man sehen das dies von uns Menschen geschaffene Probleme sind.