Beiträge von Terry

    schlumi09

    Zitat

    Du plädierst also für eine Antiauthoritäre Erziehung bzw. ein Zusammenleben ohne feste Hierarchie?


    Dies schreibt weder Bloch noch behaupte ich das.

    So richtig ernst nehmen kann ich dich im Moment nicht. Du scheinst dich mit der Materie überhaupt nicht befasst zu haben. Lese einfach mal Bloch, McConnells oder Hallgren. Auf meiner Website habe ich mich zu Erziehung ausgelassen.

    Danach können wir gern weiter diskutieren. Vorher macht es keinen Sinn.

    Zitat

    Das kann auch passieren wenn ich was neben die Hunde werfe. Also ich glaube wenn die Hunde sich fixieren, dass es dann recht schwierig sein dürfte, da einen noch davon loszubekommen. Die 2 Rüden möchte ich sehen, so der eine nach diesem Prinzip handelt.


    Was meinst du eigentlich warum die Rüden sich voreinander aufbauen?

    Warum ist der Mensch eigentlich der Meinung das Hunde nichts besseres zu tun haben als sich Gegenseitig in Grund und Boden zu stampfen. Es reicht ja eigentlich schon das der Mensch Hunde überhaupt in solche Situationen bringt. Muss er dann auch noch so, schuldigung, deppert sein und das mit Leinewerfen anheizen?

    Würden die Hunde sich einfach nur beißen wollen, würden sie es tun. Ohne vorher noch in irgend einer Form zu "diskutieren". Die beschriebenen Rüden versuchen ihre Stärke zu messen. Und zwar so wie es unter Hunden üblich ist. Das Hunde sich beißen ist nicht üblich. Nur vom Menschen provoziert.

    Und hier wurde doch angemessen und richtig agiert. Abrufen (die Hunde kannten sich auch und waren sicherlich froh das nicht klären zu müssen) und weiterlaufen. Und in Zukunft darauf achten das die Hunde dies unterlassen und sich akzeptieren (müssen sich ja nicht lieben).

    Zitat

    So? Wie ist denn diesbezüglich die Natur des Hundes?


    Bevor ich mich wieder in Erklärungen "verliere":

    Buchtipp G. Bloch "die Pizza-Hunde"
    Zitat (Seite 47, Tipps für Hundehalter) "Bei Mensch-Hundeziehungen handelt es sich um "Ersatzfamilien", um gemischte Gruppen, nicht um Rudel. .........Menschen müssen sich nicht als diktatorische Alleinherrscher aufspielen (nach denen man ürigends in einer Wolfsamilie ebenfalls vergeblich sucht), sondern sich als Sozialpartner erweisen" Zitat Ende.

    Um in einem sozialen Gefüge harmonisch Leben zu können, braucht es niemanden der den anderen nach "ganz Unten" verfrachtet (also ganz klein hält, das geht auch beim Menschen oft genug schief), sondern derjenige, der mit den Gegebenheiten des Alltages und der Umwelt am meisten vertraut, der wird Richtungsweisend sein.

    Zitat

    Glaube nämlich meine Hündin sieht mich ein wenig als ihren gleichberechtigten Spielpartner


    wie äussert sich das?

    Zitat

    Was ich schon mache:
    Couch nur, wenn sie "anfragt", dann darf sie rauf
    ich gehe zuerst durch Türen
    sie muß vor dem Futternapf warten bis sie was bekommt
    spielen und streicheln nur wenn ich damit anfange


    mh, nicht wirklich Dinge die den Hund interessieren und er damit Respekt erlernen könnte.

    Respekt erlernen können Hunde nur, wenn es Dinge sind die "Hundetyptisch" sind. Bewegung einschränken wird sich nur der erlauben, welcher die Führung inne hat. Drängeln und rempeln würde sofort eine deutliche Ansage hervorrufen. Der Führende Hund entscheidet immer in der Situation selbst (wenn er z.B. Fressen hat) ob er Interesse daran hat etwas zu erlauben oder nicht. Bei einem Knochen könnte es z.B. sein das er diesen jetzt selbst beanstprucht, eine halbe Stunde später ist es ihm egal und ein anderer Hund könnte ihn ohne Probleme nehmen.

    Deine Beispiele sind Regeln die du als Mensch aufstellst. Das bedeutet aber nicht automatisch das der Hund dich damit automatisch respektiert. Zu dem Thema habe ich etwas auf meiner Website geschrieben. Vielleicht hilft es dir ein wenig deinen Weg dabei zu finden und für deinen Hund deutlicher zu werden.

    Zitat

    Na ja, ist ja eh nicht mehr zu ändern. Vielleicht hab ich ja auch überreagiert, aber kann (sollte nicht) schonmal im Schock passieren.


    na siehste, geht doch :D ;) . Damit habe ich dann auch kein Problem.

    Aber ganz ehrlich: wenn ich weiß wie Hundi drauf ist, hätte ich mir bei der Aussage "läuft am Rad super" meinen Teil gedacht und den Hund genau im Auge gehabt. Ich traue eh nie den Aussagen von Hundehalltern wenn ich einen Hund in Pflege nehme und bin auf Alles gefasst :D .

    Die Art zu lernen ist immer die unangenehmste.

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    Das stimmt!! Ich war mal in einer Situation, da hatte ich ne völlig verzogene schwarze Schäferhündin aufgenommen und war mit ihr und meinem Freund Fahrrad fahren. Waren extra vorher mit ihr spazieren und wollten halt den Rückweg fahren. Da hält dieses verzogene Weib mitten im Lauf abrubt zum Mackieren an und reißt mich voll vom Rad. Dabei hätte ich auch auf die Bundesstraße fallen können, mir was brechen oder voll gegen meinen Freund (der kurz hinter mir fuhr) knallen können! Hab ihr daraufhin auch eine gescheuert, weil ich halt total geschockt war. Kam ne dumme Kuh im Auto angefahren und schreit mich an, weil ich den aaaarmen Hund gehauen hab. Sowas hasse ich!!! Wäre es besser gewesen, wenn Lucy mich noch auf die Straße gezogen hätte und andere Leute auch hätten verletzt werden können?


    Wie definierst du "verzogen"? Na ja, von mir hätteste auch ne Ansage bekommen. Wenn der Hund nicht gelernt hat am Fahrrad richtig zu laufen, lässt man es einfach. Und hält aus Sicherheitsgründen die Leine immer so das man sie jederzeit los lassen kann. Ansonsten: Pech für dich.

    Menschliches Verhalten.

    Zitat

    Nur frage ich mich, ob diese "Ich ignoriere schlechtes Verhalten und belohne gutes" Einstellung Hundegerecht ist

    Hundeverhalten

    Zitat

    Das sollte man schon differenzierter sehen....ich ignoriere Dinge wie penetrante Aufmerksamerheischung, betteln etc.....grobe "Verstoesse" massregele ich und zeige Hund unmissverstaendlich das dies nicht akzeptabel ist.


    Kein Hund würde schlechtes Verhalten ignorieren (und gutes belohnen; das es keins auf den Deckel gibt ist Belohnung genug :D ). Da gibts eine Verwarnung und bei Nichtbeachtung Klartext. Ignoriert wird bei Hunden nur "Geschleime".

    Du kannst über das Blutbild eine Titer-Bestimmung machen lassen. Ehe ich einen Hund impfen lasse, von dem ich nichts weiß, käme nur diese Möglichkeit in betracht.

    Ob Doppelimpfung Schaden kann? Keine Ahnung. Ist eh schwierig festzustellen ob eine Krankheit auf das Impfen zurückzuführen ist.

    Laulie
    du hast theoretisch nur ein Problem. Du verstehst deinen Hund nicht und dein Hund dich auch nicht. Ihr redet aneinander vorbei. Das war auch schon immer das Problem der alten Erziehungsmethoden: Mensch versteht Hund nicht, vermenschlicht ihn, und handelt rein menschlich: weiß ich nicht weiter, wende ich Gewalt an.

    Das Gegenüber versteht nur Bahnhof (ob nun Mensch oder Tier betroffen ist, ist völlig egal). Und er wird seinem Charakter/Veranlagungen darauf reagieren: Ängstlich, was mich nicht umbringt macht mich stark oder aber schlimmstenfalls mit Gegenwehr.