Beiträge von Terry

    Mein Hunde lernen aus Prinzip sich möglichst viel bei mir aufzuhalten. Sie werden von mir weder "zum Spielen geschickt" noch dürfen sie so ohne weiteres sich weit von mir entfernen. Sie dürfen "lesen", an allem Interesse haben aber immer in meinem Dunstkreis, ansonsten kommen sie an die Leine, an der auch nicht gezogen wird. Das Fuß signalisiert ja nicht: "du darfst nicht ziehen" sondern lediglich "halte dich genau neben mir auf".

    Wenn ich signalisiere das ich nicht möchte das sie zu dem anderen Hund z.B. sollen, bleiben sie dann von allein neben mir bzw. warten bis ich auf gleicher Höhe mit ihnen bin (gilt auch wenn sie an der Leine sind). Klappt bei Ashkii noch nicht so ganz, ihn muss ich dann doch noch öfter zu mir rufen. Da reicht dann oft ein "hierbleiben". Und das wird sicherlich auch noch so seine Zeit brauchen. Dafür denkt er noch viel zu viel "nach vorne".

    Sie lernen zu verstehen das es mit mir zusammen nur geht. Dabei bleiben sie dann überwiegend allein neben mir (und zeigen dabei oft ein perfektes Fuß mit anschauen). Mein Ziel ist es nicht erst dem Hund sagen zu müssen was er tun soll, sondern er lernt mit der Zeit sich anzupassen oder zu fragen. Diese Umsetzung klappte auch bei meinen Gasthunden.

    Wirklich verständlich erklären kann ich es nicht. Na ja, und dieses ganze "liegt an der Pubertät" kann ich sowieso nicht nachvollziehen. Meine Regeln gelten ab dem Tag an dem der Welpe bei mir einzieht und wenn er dies erst einmal begriffen hat (kein Leinzeziehen, bei mir bleiben, auf mich achten), ändert sich das auch nicht nur weil er Erwachsen wird.

    Letztendlich gilt für mich die Regel: es gibt keinen Unterschied zwischen offline und online laufen. Sie haben sich an der Leine genauso gesittet zu benehmen wie ohne. Gelernt wird dies an der Leine. Und erst wenn es da gut klappt wird dies ausgeweitet.

    Also Ashkii ist jetzt fast 10 Monate alt und er konnte bis zum 8 Lebensmonat weder das Fuß-, Sitz- noch Platzkommando bzw. kennt es auch heute noch nicht..

    Das Sitz macht er eh von sich aus bei allem Möglichen und Unmöglichen. Bei irgendeiner Gelegenheit hatte ich zu Barry mal gesagt er solle sich "hinsetzen". Ashkii saß schneller als Barry.

    Aus Spaß hatte ich vor ein paar Monaten mal das "down" angefangen zu clickern. Aber keine Luste mehr das auszubauen weil ich es nicht brauche. Ohne das ich es Ashkii beigebracht hätte, legt er sich hin wenn ich "hinlegen" sage. Das habe ich genutzt und noch ein wenig mit Körpersprache unterstützt. Darum macht er es jetzt wenn ich es mal brauche. Aber auch das brauche in nicht wirklich.

    Fuß gehen muss Ashkii nicht. Also auf Kommando. Er hat gelernt nicht zu ziehen, lässt sich auch hier mit einem kurzen Laut und Körperspache dazu bewegen bei mir zu bleiben (mit und ohne Leine).

    In deiner beschriebenen Situation, Kirsten, wäre Ashkii auch aufgeregt gewesen. Was ist so dramatisches dabei? Das ist nur ein Hinweis woran man evtl. arbeiten könnte und das dann angepasst an den Hund.

    Sehr schön das du es nicht zugelassen hast das er deinen Hund in der Gegend rumruckt (das wäre nämlich gekommen).

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    ich finde es generell nicht gut hunde auf die couch zu lassen. erstmal, haben wir keine lust später um einen platz auf dem Sofa zu kämpfen und zweitens zeigt ihr ihm nicht das ihr die sogenannten leittiere seit.Da würde vielleicht ein bisschen respekt zu bruch gehen. wir haben auch gerade einen kleinen welpen bei uns und ess fällt echt schwer den leinen nicht aus sofa zu lassen, aber besser jetzt hart als später die konsequenzen tragen.


    ist dem Hund sowas von latte. Die Gedankengänge (von wegen Leittier, seid ihr eh nicht). Das ist Menschengedanke. Aber solange sich alle dabei wohl fühlen.

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    wie bringt man einem hund bei vor dem aufs sofa gehen zu "fragen"?


    Deiner durfte bis jetzt noch nicht. Also lade ihn einfach ein. Nach einer Weile muss er wieder runter. Am besten noch bevor es ihm einfällt. Damit zeigt ihr deutlich das ihr ihn hinauf bittet und auch wieder runter. Sollte er dann mal von allein hochspringen würde ich ihn wieder nach unten verfrachten. Er wird dann anfangen zu fragen.

    Barry fragt immer. Ashkii vergisst es manchmal und da entscheide ich spontan ob ich es zulasse oder nicht. Wichtig ist nur das er ohne Kommentar wieder hinunter geht wenn ich es will bzw. sich abstoppen lässt wenn ich es gerade nicht will.

    Also: ich entscheide so wie ich gerade Lust habe.

    Nicht viel schreibend, da Staffy schon alles geschrieben hat, nur kleiner Tipp mit dem ich bisher gut beraten war: ich versuche (die Betonung liegt auf versuche, klappt mit Ashkii natürlich noch nicht sooo gut) die Hunde bei Sichtung eines Hundes hinter mich zu bringen. Damit ich vorne als "Aufräumer" tätig werden kann (wenn ich den Kontakt nicht wünschte).

    Bis jetzt war immer der Vorteil das die mir entgegen kommenden Hunde absolut keinen Bock mehr hatten sich an einem aufgebauten Frauchen vorbeizuschmuggeln um dann noch von einem demonstrativ dastehenden Barry auch noch eine einzufangen. Meine Botschaft ist immer: hier hast du es mit Zweien zu tun, also lass es lieber. Wie gesagt, hat bis jetzt immer ganz gut geklappt.

    Allerdings kann ich das natürlich auch nur von "Vergangenem" sagen, wie es morgen aussieht, keine Ahnung.

    Wobei, folgendes noch mal durchlesend

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    Statt dessen habe ich mich zwischen Lucy und Labrador gedrängt und Lucy zum weiter gehen aufgefordert, einen Blick zurück zu Grisu werfend. In dem Moment ging mir auf, dass das nicht beste Lösung war, aber es war zu spät. Grisu stand da, beobachtete mich, wirkte wenig erbaut, dass Lucy knurrte, von einem fremden Rüden bedrängt wurde und Frauchen war ja nun auch nicht gerade ein Ausbund an Ruhe ( hust ). Grisu hielt aber Abstand, er hielt sich raus. Das war der Mement, wo ich dachte, schnapp dir den Labrador, als der leider schon lossprintete und fröhlich auf Grisu drauf hopste... Im nächsten Moment war er unter einem wütenden knurrenden Grisu begraben... Ich habe es ignoriert, Lucy freundlich aufgefordert, mir zu folgen, die Halter des Labradors böse angeguckt und Grisu folgte mir dann... Das ganze passierte in maximal 5 Sekunden.


    hast du doch angemessen agiert. Wenn ein fremder Hund in eine bestehende Gemeinschaft reinwustelt kann dies schon vorkommen. Wenn meine Hunde gemeinsam mit den Gasthunden so "gefechert" gelaufen sind hatte ich auch keine Chance da noch zu sortieren wenn ein anderer Hund da rein geraten ist. Da musste ich mich darauf verlassen das sie mir folgen wenn ich weiter gegangen bin. Darum hatte ich sie gern "gesammelt" hinter mir wenn ich Kontakt zu anderen Hunden nicht wollte.

    Doch, kann es geben.

    Mein Balu (Barrys Vorgänger) und ich.

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    Was macht man, wenn man sich einen Hund ins Haus holt und irgendwann merkt, hm, irgendwie stimmt da die Chemie nicht, ich kann mit ihm nicht so besonders, den mag ich nicht so, aber gut, ich schlepp ihn halt jetzt durch sein Leben, so gut ich kann...

    Oder gibt es sowas gar nicht? Hat man einen Hund immer gern, weil man ihn sich ausgesucht hat und man ihn sich so "hinerzieht", wie man ihn gern haben möchte?


    Ich hatte mich für Balu entschieden, war aber nicht wirklich überzeugt. Balu stammte aus dem Unfallwurf meiner Schwägerin. Meine Schwester hatte sich den Bruder ausgesucht und ich wollte ja theoretisch wieder einen Hund (Groß sollte er sein). Balu war dann kleiner als jetzt Ashkii.

    Warum ich nicht wirklich mit ihm konnte, keine Ahnung. Er hatte eine sehr starke Bindung an mich. Ich konnte mich 100 % auf ihn verlassen, er lief offline, keine Probleme mit anderen Hunden. Die Kinder liebten ihn. Ich irgendwie auch, aber nicht so wirklich.

    Hätte ich jemanden gefunden, den ich für würdig empfunden hätte, Balu ein schöneres Leben zu bieten als bei mir, ich hätte ihn sofort abgegeben. Aber einfach nur so um ihn loszuwerden mit Sicherheit nicht. Es ging Balu ja nicht schlecht bei mir. Aber er fühlt mit Sicherheit meinen Abstand und da hätte ich ihm dann doch jemanden gegönnt der "ehrlich" liebt.

    Der "Klick" hatte bei ihm gefehlt. Er war halt "nur" ein Hund. Ist nicht abwertend gemeint. Aber die Besuchshunde sind ja auch alle ganz nett und reizend, aber ich würde keinen von ihn behalten wollen. Da fehlt das gewisse Etwas. Das hat bei Balu leider auch gefehlt.

    Als der Milztumor entdeckt wurde war ich traurig. Aber diese Trauer war eher davon gelenkt das ich ihm durch meinen Abstand nie gerecht geworden bin und ich dies schade für ihn fand das er es nicht erfahren durfte. Ich glaube dies hat er sehr gemerkt. Die OP war sehr gut verlaufen, keine Metastasen, die TÄtin war sehr zufrieden.

    Und trotzdem ist er von allein bei mir zuhause einen Tag später einfach eingeschlafen. Er hatte mich für Barry freigegeben, dem ich sonst nie begegnet wäre und welcher für mich mein zweiter Seelenhund ist.

    Meinen Jimmy (erster Seelenhund) und meinen Ashkii (Knalltüte) hatte ich mir nicht ausgesucht. Bei beiden habe ich den Züchtern nur gesagt: einen Rüden, schwarz mit viel Weiß. Das wars. Aber das war schon der "Klick" der nötig war. Balu hatte ich weder ausgesucht noch wollte ich ihn wirklich (hatte bis zur letzten Sekunde gezögert). Und Barry habe ich ihm INet gesehen und konnte mich von ihm nicht mehr trennen. Die Bindung zu ihm musste ich nicht erarbeiten aber seine Bindung zu mir. Davon musste ich ihn überzeugen.

    Aysila * INCI *
    ein dickes Lob von mir, das du dich so um deinen Welpen gekümmert hast und ihr gezeigt hast das du für sie da bist.

    Selbstbewustsein kann sie nur mit dir lernen. Nicht von anderen Welpen die selbst noch lernen. Und du darfst sie natürlich in jeder Form schützen. Ich glaube dein Bauchgefühl sagt dir sehr gut wo du eingreifen musst.

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    Den Trainer hab ich mir schon so gut wie möglich angesehen und diverse Informationen eingezugen. Der Trainer ist mir persönlich sympathisch und wirkt sehr verauenswürdig auf mich. Der Trainer hat selber 2 große kaukasische Ovcharkas (Bergschäferhunde), die top folgen und super lieb sind. Zudem hat er seit 3 Monaten einen Dobermann in Pflege, der auch schon auf den Fingerzeig folgt. Er hat zudem auch zwei Geschwister von Patte im Training. Ich hab mir über mehrere Stunden angesehen, wie er mit diesen Hunden und mit PAtte umgeht. Das hat mir sehr gefallen.

    Ich habe auch Freunde, die den Trainer von Kindheit an kennen und bestätigen, dass er immer super gut erzogene Hunde hatte, nie einen geschlagen hat. Die halten ihn für so eine Art "Hundeflüsterer".


    Na wenn das kein Qualifikationsnachweis ist. Davon kann doch so mancher Hundetrainer in Deutschland nur träumen. Und dann hat er noch zwei Kaukasen *schmacht*. Die gehören in mein Beuteschema *auchhabenwill*.

    Ich würde nur dringend abraten wenn ein Hund drei Wochen abgegeben wird um ihn dann "fertig" (u.U. im wahrsten Sinne des Wortes) wieder bekäme. Und das gibt es ja hier in Deutschland nun schon mehr als eine HuSchule welche das anbietet.

    Nö, Nö, Patte, ich glaub du wirst es schon machen :D

    Ach, und Bilder von Hundi und fremden Ländern sehe ich auch recht gern (oder hab ich da was übersehen, gibt es da schon ein Thema?)

    Och, ich habe damit jetzt eher keine Problem was da zur Zeit praktiziert wird. Das mag vielleicht daran liegen das ich Kommandos keine Wichtigkeit zuordne.

    Und da du, Patte, zwischen dem Training der Kommandos dich sowieso mit deinem Hund beschäftigst (ohne dich auf Kommandos konzentrieren zu müssen, die lernste dann im Anschluss) kannst du dich jetzt ganz gemütlich mit der Kommunikation mit deinem Hund auseinandersetzen. Denn das wirst du, ohne es zu wissen, machen da dir Kommandos (die du möglichst nicht nutzen bzw. korrigieren sollst) da nicht zwischenfunken können. Musst ja mit deinem Hund irgendwie zusammen leben.

    Irgendwie wird mir diese Vorgehensweise gerade sehr sympatisch :D

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    Eine super Geschäftsidee, gutes Management und wer empfänglich ist, der läßt sich derart überzeugen, daß er nicht nur daran glaubt, sondern es lebt. Man rede dem Kunden ein schlechtes Gewissen ein, erkläre, daß man alles falsch gemacht hat, den Hund völlig verkannt hat und schon hat man für lange Zeit neue Kunden.


    mh, das was ich vertrete lebe ich auch. Geht es denn überhaupt anders wenn man ehrlich bleiben möchte?

    Eine Überzeugung leben empfinde ich als nützlich. Nur das man es dann, wie du ja schreibst Staffy, es so seiner Umwelt "aufdiktieren" möchte (denn nichts anderes ist es wenn ich einem Kunden ein schlechtes Gewissen einrede wenn er sich nicht exakt daran hält) das werte ich, NUR FÜR MICH, als schlechten Trainer. Und da spielt der Name für mich keine Rolle.

    Hach, pimpfi, ist doch schön das meine Beharrlichkeit noch zum Ziel führt, nämlich Gedankenanstösse zu geben.

    Wäre doch Schade gewesen wenn durch unsere schriftliches Missverständis du dich nur über mich geärgert hättest. So konnte ich doch noch meine Botschaft an dich senden. Und es kristallisiert sich doch immer mehr heraus das du schon auf dem richtigen Weg bist.

    Nimm noch eines mit dazu: dein Bauchgefühl. Wenn du etws umsetzt, musst du dich wohl fühlen. Dann bist du für deinen Hund überzeugend. Solange du dich unwohl fühlst lass die Finger weg. Dann mache es weiterhin so und erkundige dich noch an vielen anderen Stellen, bis du zu deiner eigenen Entscheidung gelangt bist.

    So. und nun habe ich fertig :D