Beiträge von Terry

    Damit Welpi auf Nein hört muss er es erst lernen, damit man Nein sagen kann muss man ihn beobachten und zwar non stop oder damit leben das er halt Blödsinn macht und unter "dumm gelaufen" abhaken (wenn man duscht, kocht, Einkaufen geht, zum Arzt muss usw.). Von den Gefahren die auf einen Welpen lauern der sich ohne Aufsicht mit allem beschäftigen darf mal ganz zu schweigen.

    Heißt man muss irgendwie immer um ihn herum sein, muss ihn erstmal konditionieren (und zwar das Nein), muss immer ein Kindermädchen haben für die Zeit die man mal weg muss usw.usw..

    Kann jeder machen wie er mag. Nur weil Box, Laufstall oder evtl. sogar ein gefahrenfreies extra Zimmer für manche Momente genutzt wird, bedeutet dies nicht das der Hund nichts lernt.

    Ashkii kannte vom ersten Tag an Box, er ist in der Box geblieben wenn ich nicht da war, zwischendurch wenn er Ruhen sollte und er war mit 18 Wochen stubenrein. Ohne das ich alle zwei Stunden mit ihm raus bin, ohne das er gerügt wurde wenn er mal in die Wohnung gespieselt hat, ohne das ich darum ein irgendein Gewese gemacht habe.

    Grenzen bekommt Hundi in der Zeit gesetzt in der er im Alltag mit herumwurschtelt. Das ist auch bei der TS die meiste Zeit. Das dies nur gehen kann wenn der Hund nonstop um einen herumwuselt darf ist mir jedenfalls neu.

    Tja und damit du (Scotty-fl) noch mehr verwirrt bist:

    Laufstall behalten und weiter den Alltag leben und Hund nicht zuviel durch Aktionen in den Mittelpunkt stellen.

    Hätt ich mich von jeden Pieps von Ashkii einlullen lassen hätt ich heute eine nervtötende Frustbeule bei mir, der nie gelernt hat das alles seine Grenzen hat.

    Warum soll ein Hund mit Nein genervt werden und eine Menge an Aufmerksamkeit bekommen wenn es auch anders geht? Warum braucht man für einen Hund einen Aufpasser wenn man mal duschen will? Warum muss so ein "ge****iss" gemacht werden, weil ein Laufstall benutzt wird?

    So langsam nimmt es merkwürdige Dimensionen an :sad2:

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    Aber wenn wir ihn zwischendurch kurz hineinsetzen fängt er sofort an zu jaulen... Wie sollen wir uns dann verhalten???


    Ignorieren. Ihr seid in der Nähe, er ist nicht allein, er kann sich entspannen. Hat er sich entspannt ohne Kommentar rauspacken und zum Alltag übergehen. Keinerlei Gewichtungen durch Schimpfen oder Loben. Für ihn muss es normal werden, das alle Entscheidungen die ihr trefft, ok sind.

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    Es ist doch aber wohl unstrittig, dass "Körpersprache" genauso wie jede andere Sprache erlernt wird, oder?


    Ohne Lernen wird nicht viel gehen.

    Für mich besteht der Unterschied ganz einfach darin das wir ständig lernen. Ob wir wollen oder nicht. Der Mensch besteht aber darauf das der Hund nur Kommandos kann, die wir ihm beigebracht haben und übersehen das Hunde weit mehr drauf haben.

    Wir beschränken uns auf "Finger nach oben" heist Sitz, so wird es ihm beigebracht und das wars. Das wir unbewusst viel mehr Bewegungen machen und damit viel deutlicher für den Hund sind, da wir sie ja automatisiert haben, wird meiner Meinung nach übersehen.

    Die Fixierung für uns liegt auf die Kommandos. Und wenn dann von Nonverbal gesprochen wird, werden auch nur Kommandos einbezogen.

    Nonverbale Kommunikation entsteht durch Zusammenwachsen, durch Beobachtung. Und je mehr wir Unbewusst mit unseren Hunden kommunizieren umso besser klappt es.

    Setzt aber unser Bewusstsein und Wissen ein wird es Kompliziert.

    Obwohl: ist es noch niemanden passiert das der Hund Sitz, Platz oder was weiß ich gemacht hat ohne das man was gesagt hat? Es wird teilweise einfach eine Entscheidung des Hundes sein das dies in der Situation gut ist. Aber ich glaube das da sehr viel unsere Körpersprache (durch Erfahrung, Beobachtung also Lernen) mitwirkt, auch wenn wir gar nicht realisieren was wir alles "veranstalten" wenn wir Kommandos aufbauen und erst recht nicht wenn es nicht um Kommandos geht.

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    Wenn ein Hund erlernt hat, dass sein Mensch mit dem Finger in eine interessante Richtung zeigt, haben sich diese beiden darauf verständigt, dass "Fingerzeig" ein "hilfreiches Jagdsignal" ist. Dass es dann plötzlich "Sitz" heißen soll, ist vergleichbar einem "Ich sage jetzt zufällig Links oder Rechts für die Richtungsänderung 'Links', ohne dass wir uns vorher darauf verständigen, was gerade gilt".


    Zeige ich mit dem Finger auf den Boden und Ashkii ist weiter weg kommt er zu mir. Aber nicht immer. Zeige ich mit den Finger auf den Boden und Ashkii ist neben mir dann legt er sich hin. Aber nicht immer.

    Der Fingerzeig ist eine bewusste "Körpersprache" von mir. Wodurch, weil ja das Selbe Zeichen für zwei unterschiedliche Dinge (von mir nicht gewollt, geplant, trainiert) es für den Hund ja nicht wirklich ersichtlich ist was ich von ihm will. Aber da ich ja nicht nur mit den Fingerzeig "spreche" sondern der ganze Körper (und natürlich auch die Situation ist entscheidend) gebe ich noch viele andere Signale die der Hund sieht aber ich nicht wahrnehme.

    Bin ich unterwegs, mit einer Situation beschäftigt und beachte die Hunde nicht, orientieren sie sich viel mehr an mir, weil ich unbewusst Signale aussende die sie an mir schon immer beobachtet haben und damit wissen um was es geht. Und wenn es nur ist das ich in "hab acht" Stellung bin um eine Entscheidung treffen zu können.

    Handle ich Bewusst bin ich oft viel undeutlicher da ich mich ja schließlich in der restlichen (unbewussten) Zeit nicht beobachten kann und damit nicht weiß wie ich da "spreche".

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    Es ging mir aber nur um die Handhabung innerorts, wo ich sie nicht ableinen kann, wo sie aber durchaus mal schüffeln dürfen, sonst ists ja öde irgendwie..


    Wenn ich mal den unteren Weg (eine schmale Straße) nehme, dann sind beide an der Flex. Es kommen, gerade spät Abends, zwar wenig Autos, die dann aber sehr schnell.

    Das war mir dann doch auf Dauer zu gefährlich Barry da offline laufen zu lasen, da er ja zu der gemütlicheren Sorte in dem Fall gehört bzw. meint: "wieso, ich steh doch nicht im Weg?".

    An der Flex kann ich die Längen schneller variieren ohne viel in der Hand zu haben (also aufgerollte Leinen). Und einen habe ich immer dann näher bei mir, damit ich, falls ein Auto kommt mich besser auf den anderen konzentrieren kann (einholen oder zu ihm gehen).

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    Klar kann man dem Hund auch andere beibringen, aber da frage ich mich, was denn der Sinn ist - ausser dass es Spass macht natürlich.


    ich habe festgestellt das Hunde einen "ernster" nehmen.

    Wenn ich etwas verbal einfordere kommt es auf den Ausbildungsstand an, darauf wie man es aufbaut, was nehme ich zur Motivation damit es für den Hund interessant wird.

    Fordere ich nur über Körpersprache, Mimik ein, habe ich schon beobachtet das Hunde das anders "werten". Für sie tritt in dem Moment der Mensch in den Mittelpunkt. Sie müssen sich direkt mit ihm auseinander setzen. Sie müssen anfangen "mitzudenken".

    Sie fangen an "zuzuhören".

    Meine ich es Ernst teile ich ihnen per Körpersprache und Mimik dies mit. In dem Moment sage ich nichts mehr (Drohen Fixieren, Abblocken). Und da wird nicht mehr widersprochen. Während bei verbalen Ansagen doch schon mal ein "aber" kommen kann. Einzige Ausnahme sind Laute. Da reagieren sie genauso gut. Aber Worte gehen ihnen öfter mal am Popo vorbei. Da scheint meine Körpersprache irgendwie fragwürdig zu sein.

    Und obwohl ich das weiß bekomme ich es nicht gebacken dies immer zu nutzen.

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    Und jetzt, wo wir alle festgestellt haben das Hunde generell viel besser und einfacher mit Sichtzeichen zu führen sind, erklär mir mal einer warum bei der BH nur mit Sprache geführt werden darf ...???


    Bei der BH frage ich mich so einiges :D

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    Glücklicherweise ist meines (das Short von Zero DC) auch alltagstauglich, denn Rhian soll ja keine schwere Zugarbeit leisten. So brauche ich es nicht immer abzumachen für jeden Freilauf.


    Das war auch mein Problem. Ständig irgendwie "umzustöpseln" war mir klar das ich das nicht gebacken bekomme. Da macht mir der Spaziergang keinen Spaß mehr. Darum habe ich für mich entschieden: egal welches Geschirr er um hat (bestelle ja noch das Safety, welches auch zum Führen und für den Zug gedacht ist) er darf ziehen.

    Diese Entscheidung finde ich für mich auch entspannend, weil ich keine Lust habe den Jungspund ständig maßregeln zu müssen, weil er da noch ein wenig braucht um nicht zum anderen Hund zu wollen. Aber seitdem ich es so handhabe, wird er jetzt sogar ruhiger weil ich gelassener bin.

    Und mit dem Halsband hat es nur zweimal gebraucht (kurze Zurechtweisung durch blocken) das er da jetzt manierlich läuft, wenn ich die Leine da einhake. Das baue ich aber ganz langsam auf um ihm die Möglichkeit zu geben es in seinem Tempo zu verinnerlichen.

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    Angenommen, sie geht zum anderen Hund und brummelt dann (oder hat das in der Vergangenheit getan, irgendwann musstet ihr die Regeln ja einüben): was hast du dann gemacht? Oder hast du es anders herum aufgezäumt, sie musste bei dir bleiben/hinter dir, war sie entspannt, durfte sie hin?


    Um zu erkennen welches Verhalten einem nicht gefällt muss es natürlich ersteinmal auftreten. Da der Hund ja meiner Freundin gehört habe ich es da öfter beobachten können. Sie arbeitet heute noch anders als ich und kommt nur bedingt damit zurecht. Sie getraut sich ihren Hund nicht ohne weiteres laufen zu lassen obwohl er damit mehr Sicherheit entwickeln würde, wenn sie ihn richtig lesen könnte.

    Das ist nämlich der Haken: sie erkennt nicht bevor Kessy losgeht. Da ich das schneller drauf hatte konnte ich Kessy früh genug abblocken und neben/hinter mich schicken. Da musste sie dann bleiben. Auch bei den folgenden Hundebegegnungen auf entsprechendem Spaziergang.

    Der nächste Spaziergang fing dann wieder mit bei mir laufen an. Da ich Hunde aber nicht per Kommando freigebe sondern schaue wie der andere Hund sich nähert und der eigene sich verhält laufe ich einfach weiter und Hund nehmen dadurch ruhig Kontakt auf. Sobald ich auch nur ein Zucken von Kessy gesehen habe gab es einen Anpfiff ("ey") und sie durfte sich einordnen, bei mir.

    Mit der Zeit hat Kessy dann gezeigt das sie verstanden hat. Wollte sie einem anderen Hund lieber eins verpassen ist sie von allein bei mir geblieben. Fand sie den anderen Hund nett hat sie Kontakt aufgenommen. Fand sie ihn uninteressant oder konnte sich nicht entscheiden ist sie weiter gegangen.

    Am besten war es natürlich immer wenn ich sie längere Zeit hatte. Hatte ich sie nur 1 oder 2 Tage musste ich mich erst in Erinnerung bringen, sie war halt in ihrem Alltag anders unterwegs.

    Nachtrag: Kessy brummelt, grummelt nicht. Sie geht mit viel Getöse sofort auf den anderen Hund drauf. Körpersprachlich hat sie da allerdings schon alles geregelt.

    Zum Pipi machen gehen ist Barry immer offline. Nur wenn es durch den Ort geht (Gehwege auch schmal und Autos schnell) sind beide an der Leine und da dürfen sie auch nicht so ohne weiteres an die Seite.

    Ashkii läuft innen, Barry außen, weil Barry nicht wirklich Kontakt wünscht. Er braucht seine Individualdistanz.

    Laufe ich am Bahnhof vorbei, dürfen sie dann mal an die Seite kurz Bein heben.

    Zur Zeit nutze ich immer eine Leine mit 2 Karabinern (die kann ich mir auch gut umbinden, damit Ashkii mich ziehen kann).

    Auf den reinen Pipirunden hab ich für Ashkii oft nur die Flexileine mit.