Beiträge von Terry

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    Interessante Sammlung. Ich versuche aktuell grad Rhian beizu bringen a) vorn zu laufen und b) etwas Zug auf der Leine zu akzeptieren. Ist nicht einfach, da ich es ohne Helfer mache und sie sich bei allem, was ich sage zu mir umdreht.... Denke werde es so machen wie wildsurf beschreibt. Dummerweise kommt Rhian, sobald ich zu rennen beginne an meine Seite und geht nicht vorne weg. :???:


    Mit Ashkii hatte bzw. habe ich ja auch das Problem. Er hat am Geschirr die Leinenführigkeit gelernt. Zwar läuft er gern vor, achtet(e) aber darauf das keine Spannung drauf kommt.

    Je mehr ich versucht habe ihn zu animieren, umso mehr ging das schief. Er hopste entweder auch neben mir (ordnet sich neben mir ein) oder aber kam jedesmal zurück wenn ich ihn ansprach.

    Nun bin ich mit ihm nur noch mit Geschirr und Halsband unterwegs. Am Halsband habe ich ihm "gesagt" er muss neben mir laufen (kein Geschnupper, Geziehe usw) und am Geschirr kann er machen was er will.

    Da korrigiere ich tatsache überhaupt nicht mehr. Da darf er nach links, rechts, vorne ziehen. Wenn anderer Hund kommt nehme ich ihn kurz und er darf sich "reinhängen". Dies ist alles am Halsband verboten.

    Und nach nun, würde sagen so 6 Wochen, fängt er an mich zu ziehen. Ich bind mir die Leine oft um den Bauch und wackle dann hinter ihm her. Das wird dann weiter mit passendem Bauchgurt, Leine und Geschirr ausgebaut.

    Sobald ich mir nächstes Jahr dann einen Roller leisten kann werde ich dann mal sehen wie ich das ausweiten kann.

    Bei Barry kann man ja nun nicht so viel verschandeln dafür aber bei Ashkii.

    Im Juli hatte er soviel Fell das ihn nicht mehr schön fand. Irgendwie sah er damit alt aus.

    Anfang September habe ich ihm dann einen Sommerschnitt verpasst

    der Mitte September eine Länge hatte, die ich am schönsten finde.

    Und dann kamen die Flöhe. In dem Fell natürlich eine Katastrophe. Und damit musste dann Anfang Oktober das Fell ab. Die Hinterbeine musste ich gar nicht schneiden, die hatte sich Ashkii allein gekürzt. Damit er nicht ganz so nackt aussieht habe ich am Vorderteil noch einiges mehr stehen lassen und die Rute in Ruhe gelassen.

    Erst jetzt nach ca. 1 1/2 Monaten fängt er langsam wieder an wie ein Hund auszusehen. Hatte das Fell im September nur 2 Wochen gebraucht um zu wachsen, fängt es jetzt erst an. Davon hab ich noch kein aktuelles Foto. Vielleicht mache ich morgen noch Bilder. Jetzt fängt er wieder an hübsch auszusehen.

    Ich versuche seit Tagen wieder ohne Wort mit meinen Hunden unterwegs zu sein. Aber mir fällt es sehr schwer die Klappe zu halten :D .

    Den ersten Tag hat es ja noch gut geklappt. Aber am zweiten wurde es für mich dann schon wieder schwieriger. Und nun halte ich mich erstmal an die "Lightversion".

    Da ich ja eh keine Kommandos bräuchte wird viel über Körpersprache und Laute gemacht (die Leute sind oft irritiert). Aber ganz so ohne "los komm mal schnell" oder "setzt euch mal" kommt mir das Ganze dann so leer vor.

    Wenn es aber Ernst wird halt ich meist die Klappe. Dann geht es über Körpersprache oder einfache Laute wie Brummen.

    Rein Nonverbal würde wahrscheinlich auch gehen bzw. geht es auch. Aber das empfinde ich dann ganz schön anstrengend.

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    Ich möchte doch ein "guter" souveräner Hundeführer sein und dass ich es dann in Situationen, in den es wirklich drauf ankommt, nicht gebacken bekomme slash . Wie will ich meine Hunde so jemals überzeugen, dass sie sich wirklich auf mich verlassen können?!


    Indem man ihnen zeigt das man auch Schwächen hat (ist bei Kindern auch nicht anders). Kein Mensch kann zu 100% immer und in jeder Situation stark sein (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    Fehlentscheidungen, Unsicherheiten gehören bei jedem Lebewesen dazu. Wer versucht zu suggerieren das er unfehlbar ist hat das Vertrauen von Hund (und Mensch) sofort verloren wenn der Tag kommt an dem er versagt. Denn es bricht mehr oder weniger ein "künstliche" Welt zusammen.

    Darum finde ich es auch wichtig dem Hund ehrlich gegenüber zu sein. Oft ist es besser den Rückzug anzutreten oder einfach es unter "dumm gelaufen" abzuhaken, als durch Selbstzweifel wirkliche Unsicherheiten aufzubauen.

    Ich empfinde schon das Grisu die komplette Situation souverän gemeistert hat. Er hat dem anderen Hund deutlich zu verstehen gegeben das eure Gemeinschaft auf ihn verzichten kann. Das war bei dem anderen Hund wohl nicht wirklich angekommen.

    Es ist schwierig zu erkennen welche Aktionen zugelassen werden können.

    Kessy, die Hündin meiner Freundin ist ein Hund die mit Getöse auf andere Hunde losgeht. Bei mir gelten ja 3 Optionen. Anderen Hund in Ruhe lassen, dann Kontaktaufnahme erlaubt; ihm aus den Weg gehen wenn anderer Hund nicht gemocht wird oder einfach bei mir bleiben. Sie darf also nicht so ohne weiteres andere Hunde zurechtweisen.

    Nun gehört zu dieser Hündin eine zweit, kleinere. Auf einem Spaziergang, lang lang ist es her, trafen wir Bekannte mit einem Dackelmix (sehr unsicherer Hund) der sich einen Spaß daraus machte die kleinere Hündin Shila zu attackieren. Nachdem Frauchen nicht der Meinung war dies unterbinden zu müssen, mischte sich Kessy ein. Sie lief fletschend und knurrend zwischen die Beiden (Splitten) und vertrieb den Dackelmix. Das wiederholte sich noch 3, 4 x dann war Ruhe.

    Ich fand das faszinierend und super von Kessy, die den anderen Hund ja nie berührte sondern nur in die Schranken wies aber ansonsten in Ruhe ließ. In dem Fall habe ich nicht eingegriffen da es ein sauberes, souveränes Verhalten von Kessy war. Wurde allerdings kein Freibrief für Kessy.

    Eine Unsicherheit von mir Anfang 08 hatte mich mit Barry weit zurück geworfen. Es hat über 1 Jahr gedauert um das wieder "gerade zu biegen".

    Trotz einer Grippe mit Fieber bin ich nach 3 Tagen mit ihm auf die Felder, nachdem er ja kaum Auslauf hatte. Wir trafen auf einen Huskymix. Frauchen meinte das ihr Hund nun endlich jemandem zum Spielen hat. Nur war ihm deutlich anzusehen das er es auf Barrys Hinterteil abgesehen hatte. Er besprang also Barry und ich war unfähig ihm zu helfen. So deppert habe ich mich vorher und dachher nicht mehr angestellt. Der Mix hustete mir etwas und obwohl ich mir sonst jeden Hund schnappe bin ich in dem Moment gar nicht auf die Idee gekommen ihn einfach anzuleinen.

    Dann war ich so genervt das ich Barry sagte er solle sich selbst kümmern. Das half auch nicht. Fraule nun endlich wieder bei uns (sie war ersteinmal weiter gegangen) konnte ihren Hund dann endlich einkassieren und ich unterhielt mich mit ihr. Barry hatte ich an die Seite gelegt.

    In der Zwischenzeit kamen noch zwei Frauen mit Hunden und plötzlich knallte es hinter mir: der eine Hund hatte sich erlaubt an Barry ranzugehen und mal mit langer Nase zu schnuppern. Da ist Barry explodiert. Der arme Rüde hat sich dann auch noch die Pfote vertreten vor Schreck (Barry beißt nicht) und ich war begeistert.

    Fraule mit Huskymix ist dann ihren Weg weiter gegangen und wir sind mit den Hunden weiter zusammen gelaufen. Damit der humpelnde Rüde merkt er wird nicht gefressen und Barry das er Ruhe zu geben hat. Hat auch gut geklappt.

    Aber danach ist er wieder sehr oft (nicht immer) auf Hunde losgegangen die sich seinem Hinterteil näherten. Bis wir beide da wieder Ruhe hinein bekommen haben, das hat gedauert. Und natürlich habe ich mich geärgert das ich den Tag nicht einfach zuhause geblieben bin. Aber war eh nicht mehr zu ändern und es ist zu einem Richtwert für mich geworden: fühle ich mich nicht gut, wird alles nur noch auf das Nötigste herunter geschraubt.

    Wir können nicht immer souverän sein. Damit müssen auch unsere Hunde umgehen lernen.

    Du weist aber das sie mit dieser Hündin nicht harmoniert. Also käme für mich in diesem Moment kein Kontakt bzw. der rechtzeitige Abbruch in Frage.

    Ich habe auch so einen Kanditaten (jedenfalls in Berlin): die Hündin einer Freundin. Für mich gilt: entweder ihr vertragt euch, ihr geht euch aus dem Weg oder aber du bleibst bei mir. 3 Optionen die Kessy zur Verfügung stehen. Die Option den anderen Hund anzugehen besteht nicht.

    Kessy hat es sich bei mir angewöhnt eher bei mir zu bleiben. Und wenn sie dann zu anderen Hunden geht ist sie friedlich.

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    Das selbstverständlich nicht. Wir sind aber vom Einverständnis aller Beteiligten ausgegangen.

    Wenn ich nicht möchte, daß mein Hund zu anderen läuft, tut er das nicht. Dann hat er bei mir Fuß zu laufen bzw. wenn der Junghund noch nicht so im Gehorsam steht, halte ich fest oder leine an.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    PS. Wobei aber die Erziehung eines Rüden durch eine unwillige Hündin oftmals wirkungsvoller ist, als meine Bemühungen ihm, dem Rüden klar zu machen, daß nicht jede Hündin nett zu ihm ist.


    Gaby, damit Welpe/Junghund lernt das ich bestimme was passiert muss ich es ihm aber auch "erklären". Wenn ich ihn einfach immer laufen lasse (was die meisten hier nicht machen) lernt Welpe/Junghund das dies immer gilt. Und mein bestreben ist auch nicht meinen Hunden klar zu machen das der andere Hund nicht nett zu ihm ist. Aber Regeln stelle ich auf und diese lassen sich immer gut in harmlosen Situationen festigen als in brenzligen.

    Das "andere Hund wird Junghund schon in die Grenzen weisen" wird von manch unwissendem HH missverstanden und somit treffen wir immer wieder auf die Hunde die entweder ausflippen an der Leine weil anderer Hund kommt (durften doch früher auch immer zu jedem Hund) oder durch Maßregelungen anderer Hunde (die nicht immer angemessen sein müssen) jeden Hund als Feind sehen. Diese HH lesen hier auch mit.

    Ashkii hat schon wunderschöne Ansagen von anderen Hunden bekommen. Was ihn nicht davon abhält zu jedem Hund zu stürmen. Da bin ich die "Spaßbremse".

    Ganz ehrlich: hake es ab.

    Du bist auch nur ein Mensch und kannst nicht immer 100% agieren. Grisu hat es gemerkt und übernommen und ich finde Angemessen und Sicher.

    Das der Mann es nicht gebacken bekommt seine Hunde so abzusichern das sie das Grundstück nicht verlassen können ist sein Problem.

    In einer Gemeinschaft sind die Aufgaben zwar bis zu einem gewissen Punkt fest verteilt, aber trotzdem wird im Notfall schon mal abgewechselt. Schaue nur zu das Grisu jetzt nicht meint in allen Situationen übernehmen zu müssen. Wäre also Günstig ihm bei nächster Gelegenheit zu zeigen das du es wieder übernimmst.

    Wenn mein Ziel ist das andere Hunde meinen Hund erziehen ist das ok.

    Da dies aber ich mache (meinen Hund erziehen), bestimme auch ich ob zum anderen Hund hin oder auch nicht.

    Aber: da bei mir Inkonsequenz zu der Erziehung mit dazu gehört, mache ich es von der Situation und vom jeweiligen Hund abhängig.

    Ashkii durfte mal einfach laufen, mal nicht. Eine Freigabe in dem Sinne gab und gibt es von mir nie, da ich nicht möchte das Hund nur darauf "spannt". Kontrolliere ich es muss Ashkii bei mir bleiben und bei mir laufen. Dann kommt es darauf an wie der andere Hund sich nähert. Zeigt er kein Interesse an Ashkii muss Ashkii mit mir weitergehen, ansonsten sag ich gar nichts und die Hunde können machen.

    Je mehr Ashkii (oder anderer Hund) zu anderem will, darf er bei mir bleiben. Hund entscheidet (erzwingt) jedenfalls nicht durch Unruhe und "ich will aber" eine Handlung.

    Ich antworte mal in deinem Text. Wie ich es aus der Ferne interpretiere. Dabei ist sicherlich einiges dabei was hier schon gesagt wurde. Aber um meine Gedanken am "fließen" zu halten kann ich da schlecht aussortieren was evtl. schon gesagt wurde :D