Beiträge von BeardiePower

    Ich habe mal wieder ein Uralt-Buch herausgekramt. Das ist von meiner Oma; muß vor dem 2. Weltkrieg gedruckt worden sein, da noch Reichsmark steht. Und natürlich in wunderbarer, gotischer Schrift.

    Da sind verschiedene Geschichten drin, unter anderem die Geschichten über "Onkel Hahnemann". Kennt die vielleicht jemand? Die habe ich schon so oft gelesen, und kann mich trotzdem immer wieder darüber amüsieren.

    Onkel Hahnemann ist sehr schwerhörig. Auf der Straße trifft er immer wieder Menschen, die mit ihm ein Gespräch anfangen. Aber Onkel Hahnemann versteht wegen seiner Schwerhörigkeit alles immer verquer und dabei kommen die lustigsten Aussagen bei raus. Herrlich!

    Schön, wenn die Hunde schwimmen. Meine Rübe schwimmt nicht. Sobald das Wasser so tief wird, daß die Pfoten den Boden nicht mehr berühren können, ist es aus.

    Ihr einer Bruder hingegen schwimmt für sein Leben gerne. So verschieden sind sie halt.

    So ... Reiterhof Dreililien Sammelband habe ich durch.

    Was soll ich sagen? Ich kann mich nicht erinnern, daß die 3, 4 Hörspiel-Cassetten, die ich damals gehabt habe, so dermaßen - äh - belehrend gewesen sind. Ja, sie hatten auch was von Natur- und Umweltschutz und der Friedensbewegung (das ist ja in den 80ern geschrieben, wo das auch schon Thema gewesen ist in der Bevölkerung) - aber so wie in den Romanen war das nicht.

    In jeder der 10 Folgen gibt es seitenlange - man kann schon sagen - Belehrungen über Natur- und Umweltschutz; Kritik an Sport mit Tieren; allgemein Kritik daran, mit Tieren Geld zu verdienen; Kritik an Tierzucht; Kritik an der Landwirtschaft wegen Tierhaltung, Schlachtung, Pestizideinsatz, etc.; Kritik an Aufrüstung und Kraftwerken jeglicher Art; Kritik an der Gesellschaft; und und und.

    Ich mag ja kritische Bücher, aber das ist mir nach ein paar Folgen dann doch zu viel gewesen, so daß es angefangen hat, mich zu nerven. Vielleicht hat es ja daran gelegen, daß ich alles hintereinander weg gelesen habe. Hätte ich zwischen den einzelnen Folgen was anderes gelesen, dann wäre mir das nicht so dermaßen aufgefallen - und es hätte wahrscheinlich auch nicht genervt. Aber so...

    Trotzdem war es irgendwie schön, das zu lesen, was ich von Hörspiel-Cassetten von früher kenne.

    Es geht darum:

    Nell (15) zieht mit ihrem Vater und seiner neuen Freundin aufs Land, in ein abgelegenes Häuschen, das die neue Freundin geerbt hat.

    Zuerst ist Nell alles andere als begeistert davon, von der Großstadt aufs Land zu ziehen - und sie haßt die neue Freundin des Vaters, was sie immer wieder offen zeigt.

    Doch dann entdeckt sie gar nicht weit vom Häuschen einen großen Gutshof, auf dem ein Gestüt beheimatet ist. Und sie lernt die Söhne des Gestüts kennen; der eine ist so alt wie sie, der andere ein paar Jahre älter. Sie freunden sich an, sie hilft auch auf dem Gestüt mit. Der Gestütsbesitzer kann seit einem Unfall nichts mehr machen, und so bleibt die Arbeit an den Söhnen hängen, die das alles neben der Schule machen müssen. Ab und zu kommt ein Landwirt zum Helfen.

    Bald schon sollen die meisten Pferde verkauft werden, weil kaum noch Geld reinkommt. Das finden die Söhne aber furchtbar.

    Nell hat eine Idee, daß man doch Reitstunden und Reiterferien anbieten könnte, damit ein wenig Geld reinkommt, um die Pferde nicht verkaufen zu müssen (Anmerkung: Ja, und später wird immer wieder Kritik daran geübt, daß mit Tieren Geld verdient wird - obwohl sie ja im Grunde genommen das selber machen. Aber da es für einen guten Zweck ist, scheint das dann was anderes zu sein.)

    Nach einigem Hin und Her erlaubt es der Gestütsbesitzer, mit der Bedingung, daß sie sich selber um alles kümmern sollen; er will davon keine Arbeit haben.

    Sie finden jemanden, der Reitstunden geben kann, und bei den Pferden mithilft. So kann es mit dem Reiterhof losgehen.

    In den Folgen kommen Hochs und Tiefs vor: Krankheit und Tod von geliebten Pferden; ab und zu Verkauf von Pferden; Unfälle; und auch Tschernobyl wird in die Geschichten eingewoben und zum Thema. Wie schon gesagt, geht es auch viel um Natur- und Umweltschutz. Auch die Angst vor einem erneuten Krieg, vielleicht sogar einem Atomkrieg, und die Friedensbewegung ist Thema. Die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz.

    Es ist keine heile Ponyhof-Welt, sondern greift so manches auf.

    Beim Beardie ist es eher umgekehrt. Da schreiben viele Züchter, daß man aufpassen sollte mit dem sogenannten "alten Schlag"; daß das nur geschäftemacherei wäre; daß ein Beardie ein Langhaarhund wäre und alle mit kürzerem Fell entweder nicht reinrassig oder krank wären. Da gibt es teilweise regelrechte Schimpftiraden. Es wird regelrecht davor gewarnt, sich einen Beardie von "altem Schlag" zu kaufen.

    Daß ein Beardie ursprünglich ein Hund mit mittellangem Fell ist, das sogar im Standard steht, wird nicht gesehen. Den ihre Hunde mit dem langen Fell sind eigentlich standardwidrig. Aber nein, man stellt diese als Standard hin. Ach, es ist manchmal ein Graus...

    Wieder ein Spatz weniger...

    Diesmal war es ein Eichelhäher, der sich einen der Spatzen geschnappt hat...

    Und der Spatz hat auch wieder so jämmerlich geschrien ... Das geht einem durch und durch, auch wenn es Natur ist.

    Irgendwie haben es dieses Jahr alle auf die Spatzen-Bande abgesehen...

    Sperber, Turmfalken, Elstern, Raben, Eichelhäher, Marder, Katzen...

    So wie dieses Jahr war es noch nie.