Gestern im SWR: betrifft: Schöne neue Essenswelt - Die Angst vor Weizen, Milch und Co. Sehr interessant. Und ich finde, gewisse Parallelen zur Hundeernährung gibt es allemal.
Den wichtigsten Punkt habe ich typischerweise vergessen. Also: Ein ganz entscheidender Grund ist, daß man bedenken muß, daß man ja auch älter wird.
Eigentlich sollte Maddy kein Beardie mehr sein, sondern ein kleinerer, leichterer Hund. Warum? Das habe ich gemerkt, bevor Rica starb. Wir haben hier eine Treppe und wenn der Hund nicht mehr so kann, dann muß man ihn tragen (können). Ein Beardie wiegt im Durchschnitt 20 kg, ich selber mit Klamotten höchstens 50 kg (leider kann ich nichts dagegen machen!!!) und meine Knochendichte ist jetzt schon nicht mehr die beste. Könnte ich später, wenn der Hund alt ist, ihn noch tragen? Das muß bedacht werden. Ich hoffe, daß es bei Maddy noch geht!
Der nächste Hund - wenn es denn nochmal einer werden sollte - muß also definitiv kleiner und leichter sein. Und selbst wenn ich jetzt oder in einem Jahr einen Beardie nehmen würde, so würde der ja 5, 6 Jahre nach Maddy alt werden. Und 5, 6 Jahre sind schon eine lange Zeit, in der viel passieren kann. Deshalb ist mir das einfach zu gewagt.
Und nicht zuletzt bleibt die Frage, ob ich "so einem" Beardie auch gerecht werden könnte.
Aber wenn die ganzen Umstände nicht so wären, wie sie sind, dann würde ich zugreifen.
Ich könnte mir vorstellen, dass Fuchs und Co auch was bekommen sollen, aber ich würde mir wünschen, dass das dann ein paar Meter weiter im Wald abseits vom Weg liegt.
Ist in der Nähe vielleicht ein Jägersitz? Dann könnte es ein Luderplatz sein. War hier auch schon mal. Nur ein paar Meter vom Wanderweg entfernt lagen Innereien und Putenschlunde. Der Jägersitz war ungefähr 200 m weg. Ich fand das damals auch unmöglich. Es gibt doch ein Seuchengesetz. Und auch so. So kann man auch Wölfe anlocken - und dann wundert man sich, wenn die Wölfe näher kommen und die Scheu verlieren.
Warum geht es denn bei dir nicht mit einem Zweithund? Platz? Zeit?
Das sind verschiedene Gründe. Einmal der Platz; dann auch finanziell; noch der ein oder andere Grund. Und nicht zuletzt hätte Maddy wohl was dagegen. Sie ist eher ein Einzelhund. Welpen findet sie überflüssig; langhaarige Hunde findet sie auch irgendwie blöd; wilde und aufdringliche Hunde sowieso, seit sie öfter an den Haaren geziept (Madame ist da ja soo empfindlich) und auch schon öfter von Hunden angegriffen wurde; auch so ist sie von Welpenbeinen an eher der Typ, der nicht unbedingt andere braucht. Der Piwie hat es nicht leicht, wenn er hier ist. Nichts darf er bei ihr. Vielleicht ist er auch selber schuld, weil er so lieb ist. Denn die Shelties meiner Cousine dürfen hier alles. Na ja, Maddy ist sowieso total Sheltie geprägt und liebt Shelties. Wenn es nach Maddy gehen würde, dann würde sie wohl sagen "Wenn es schon ein zweiter Hund sein muß, dann nur ein Sheltie!"
Hast du schon mal Brambledale-Beardies live getroffen? Ich finde es immer schwer, von etwas überzeugt bzw. begeistert zu sein, wenn ich es noch nicht live gesehen habe. Nein, live gesehen leider nicht. Aber so manches gehört bzw. gelesen. Cuddles ist z. B. kein einfacher (Jung)Hund (gewesen). Ich denke, dass manche Leute mit ihr nicht zurecht gekommen wären. Dafür ist Cap mein kleiner Buddha
Ja, sowas habe ich gehört, daß die nicht ganz so einfach sein sollen. Auch eigenständiger und daß sie sich nicht leicht von was beeindrucken lassen und so. Wobei Maddy ja auch kein einfacher Hund war bzw. ist. Die Züchterin meinte zu uns, als wir sie dann abholten: "Maddy macht IHR Ding" - das sagt schon alles. Ich sage immer, daß Maddy mein Meisterstück wäre. Da, wo sie her ist, sind die Beardies auch sehr wesensfest gewesen, daß die Züchter die Welpen - wenn es geht - bevorzugt an Leute abgeben, die schon mal einen Beardie gehabt haben. Als Welpe hat sie sich auch nichts sagen lassen; hat gemeckert oder sogar in die Luft geschnappt, wenn man ihr was verbieten wollte. Folgetrieb, wie man gerne von Welpen hört, hatte sie überhaupt nicht. Sie ist ihrer Wege gegangen, daß sie erstmal an der leichten Schleppi bleiben mußte. Schon als Welpe war sie selbständig. Also habe ich sie fast die ganze Tagesration an Futter mit dem Preydummy erarbeiten lassen, damit sie merkte, daß da ja noch jemand ist, auf den man achten muß. Das fand sie super, und so sind wir dann ganz langsam zum Dummytraining gekommen. Sie hat unheimlichen Jagdtrieb, daß man immer aufpassen muß. Sie geht auf Sicht und Fährte. Im tiefen Wald muß sie an die Leine. Sie darf nicht so hochgepusht werden, denn sonst hängt sie einem am Ärmel. Das war auch ein Grund, warum wir Agility nicht mehr weitergemacht haben. Die Rübe hat mir wahnsinnig viele Nerven gekostet. Aber trotz allem ist sie wahnsinnig schmusig und will mit jedem knuddeln, was auch so ein Problem ist. Ja, und sie ist ein kleiner Entdecker. Wenn es nach ihr ginge, würde sie jeden Tag andere Wege und Straßen entdecken wollen; vielleicht sogar ein Nomadenleben führen. Noch bei den Züchtern hat es Maddy geschafft, der Aufsicht der Züchter zu entkommen und sich davon zu machen. Sie ist einen Zaun hochgeklettert, hat es aber nicht bis ganz oben geschafft und hing dann auf der halben Höhe, als sie gefunden wurde. So einen Hund wie Maddy habe ich noch nie gehabt.