Beiträge von BeardiePower

    Habe mir die Folge erst gestern angesehen und musste echt schmunzeln.... :D ...

    Wie ich solche "Vereine" liebe... Gemauschel hoch 10 und sonst gar nichts. Da sticht eine Krähe der anderen nicht das Auge aus...
    Und DIE, die aufstehen und Mängel benenne, denen wird dann der Mund verboten und am liebsten will man sie los werden...

    Ja, überall das gleiche. Ich habe da auch schon so manches gehört, wie schwer es z.B. die Beardiezüchter haben, die offen zugeben, daß sie gerne den "alten Typ" züchten möchten. Die haben es nicht leicht. Ob es jetzt wirklich so stimmt, wie gehört, kann ich natürlich nicht sagen.

    Wenn ich an die Züchterin meiner ersten Beardiehündin denke, die ihre Hunde im Bretterverschlag gehalten hat...
    Als ich den Nachruf auf die Züchterin gelesen habe, habe ich gedacht, ich lese nicht richtig bzw. es würde um wen anders gehen.
    Die Frau war eine renommierte Collie- und Sheltiezüchterin in der DDR gewesen, hatte mit ihrem Mann einen Rassehundeclub gegründet. Sie war Zuchtwartin, Richterin...
    Sie wurde in den höchsten Tönen gelobt (gut, das haben Nachrufe so an sich). Aber das, was da stand, hatte rein gar nichts mit dem zu tun, was ich erlebt habe.

    Ich frage mich noch heute, wie um alles in der Welt eine Züchterin, die in einem dem VDH-angeschlossenem RZV gezüchtet hat, ihre Hunde in der Pampa - weit weg vom Zuhause der Züchterin - in einem Bretterverschlag halten konnte? Es gibt doch Kontrollen, wo der Zuchtwart kommt. Wie kann das sein? Warum wurde das nie beanstandet? Warum durfte sie das?
    Seitdem ist der VDH für mich nicht mehr DAS Gütesiegel schlechthin. Auch wenn ich den VDH von den Verbänden her trotzdem bevorzugen würde.

    @Gammur Ich kann deinen Frust und dein Unverständnis total verstehen und bin da ganz bei dir.
    Da läuft oft einfach etwas in der Vermittlung komplett schief. Einen extremen Angsthund/Problemhund kann man bereits vor Ort einschätzen und dann an Leute vermitteln, die ggf Erfahrung mit solchen Hunden haben. Aber nein das wird totgeschwiegen und der Hund kommt zu Neulingen, die a) vollkommen überfordert sind und b) sich das alles anders vorgestellt haben.
    Manchmal sind es aber auch die Halter selbst, die das alles runterspielen und sich das durchaus zutrauen und erst dann damit konfrontiert werden, was es wirklich bedeutet mit eibem solchen Hund zu leben.

    Dem Tier ist damit überhaupt nicht geholfen, wenn er in die falschen Hände gerät und die Menschen sind auch einfach unglücklich.

    Was ich mich noch frage ist wie sinnvoll es ist ein Tier ins Land zu holen, welchs dann Psychopharmaka und andere starke Medis braucht um ein "normaleres" Leben führen zu können, bzw mussma skch da fragen ob der Hund das wirklich braucht...

    Entweder man nimmt sich dem Hund wirklich an, ist sich bewusst, dass es Jahre dauern kann, bis der Hund kleinste Verbesserungen zeigt oder man lässt es sein.

    Stimmt.
    Nur oftmals ist es so, daß die Interessenten den Hund vorher noch gar nicht live sehen, weil er noch im Ausland sitzt und die Interessenten ihn dann vom Flughafen abholen.
    In "seinem" Land kann er der bravste Hund der Welt sein, hier jedoch kann er sich plötzlich als ängstlich, unverträglich, territorial- / futter-aggressiv etc. herausstellen; oder daß ihm wider Erwarten das Leben hier schwer fällt.

    Und wenn die Leute dem Hund dann alles durchgehen lassen, ihn verwöhnen, weil er es ja sooo schlimm hatte und jetzt soll er das Leben genießen ... nun ja.

    @Gammur Da gebe ich dir vollkommen Recht.

    Natürlich gibt es auch die unkomplizierten Gesellen, aber eben auch viele Problemhunde.
    Und wenn ich in Tiervermittlungssendungen Hunde aus dem Ausland sehe, sind immer wieder Exemplare dabei, die vollkommen ängstlich / panisch sind (und das ist gar nicht so selten); die man ins Studio hineinträgt oder -zieht; die wie ein Häufchen Elend da zusammengekauert sitzen. Genau da frage ich mich, warum man diese hergeholt hat. Menschen, die mit solchen Hunden umgehen können, gibt es schließlich nicht wie Sand am Meer. Was wird mit ihnen, wenn sich partout keiner findet? Schließlich werden ja auch weiterhin Hunde nach Deutschland geholt.
    Genau das frage ich mich auch, wenn Herdenschutzhund(mixe) hergeholt werden. Diese Hunde haben so manche Ansprüche, die nicht jeder erfüllen kann, schon alleine von der Wohnsituation her. Wo die TH schon von in Deutschland unüberlegt angeschafften Herdenschutzhunden immer voller werden, und die Vermittlung schwierig ist, wegen der Ansprüche dieser Rassen. Und dann werden noch zusätzlich HSH hergeholt.
    Ich will jetzt nicht allgemein gegen den Auslandstierschutz reden. Also nicht falsch verstehen.

    Mal ganz dumm gefragt:
    Wenn der VDH angeblich nichts aber auch gar nichts mit dem Zuchtgeschehen zu tun hat (wird ja hier immer gesagt, daß das Sache des RZV ist und nicht VDH) und auch nichts machen könnte, wozu ist der VDH dann eigentlich da bzw. gut? Einfach nur als Siegel? Hat er nicht doch irgendwo ein Mitspracherecht, was Zucht, Ausstellung und so angeht?
    Denn so, wie das hier klingt, frage ich mich ernsthaft, was der VDH dann soll, wozu er da ist.
    Wozu brauchen die RZV dann den VDH, wenn sie sowieso alles alleine entscheiden und machen dürfen? Das angebliche Gütesiegel muß ja irgendwo herkommen.
    Ich hoffe, ich habe mich hier gut ausgedrückt, daß ihr mich versteht. Könnte mich bitte mal jemand aufklären, wozu dann der VDH da ist und wo das Gütesiegel herkommt?

    Darf ich mal dazwischen fragen :winken:
    Mein Tierarzt schimpft über die vielen Hunde aus dem Auslandstierschutz. Er meint, es werden Krankheiten eingeschleppt, die wir hier kaum noch hatten/im Griff hatten ...
    Leider habe ich nicht nach Details gefragt, Herr Hund wollte weg :D
    An die Foris mit Erfahrung im Auslandstierimport, hat er Recht mit seinen Bedenken? Sind Hunde aus dem Auslandstierschutz eine Gefahr?

    In meiner Straße hat eine Hündin aus dem Auslandstierschutz gelebt. Leider durfte sie da nur ungefähr ein halbes Jahr sein. Dann starb sie an Ehrlichiose.
    Trotz der Erfahrung lebt da jetzt wieder ein Hund aus Spanien.

    Nach einigen Erklärungen würden Welpen die nicht extreme Merkmale zeigen weniger nachgefragt und die Käufer würden zum Vermehrer abwandern. Ich halte es für wahrscheinlicher dass Käufer wieder vermehrt Hunde mit Gütesiegel kaufen würden wenn sichergestellt wäre das man einen gesunden Hund bekommt.

    Es gibt aber genug und gefühlt immer mehr Käufer, denen das wurscht ist mit dem Gütesiegel. Die wollen z.B. einen Mops, weil er in Mode ist; weil sie sich mit ihm schmücken möchten, und nicht, weil sie einen Freund fürs Leben möchten, der möglichst gesund ist. Denen ist es scheißegal, ob der Hund krank sein oder leiden könnte. Und genau diese Leute wollen ja diese platten Nasen, weil das ja so süß ist, und weil ja gerade das die Rasse so "in" macht. Wenn diese Leute einen Mops mit einer guten Schnauzenlänge hätten, dann wäre dieser Mops ja nicht das Bild, was gerade "in" ist - sie könnten sich demnach also nicht mehr damit schmücken. Diese gewisse Klientel möchte ja gerade diese platten Nasen. Je platter, desto besser. Und wenn sie dafür zum Händler gehen müssen.
    Das ist ja der Mist.

    Der Einzige der verallgemeinert bist du. Ich schreibe dass solche Hunde oft in den richtigen Händen ganz normale Hunde werden können...ich kann dir aus meiner direkten Familie gleich 3 solcher Beispiele nennen. Aus dem weiteren Umfeld sind es nochmal 4. Insofern ist da nix mit immer zwangsläufig problematisch. 1 davon wird niemals ein Hund sein der Labbilike direkt jeden Fremden abschlabbert..die anderen haben inzwischen absolut gar kein Problem mit Menschen mehr..man kann es hinkriegen...wenn man sich die Zeit dafür nimmt und bereit ist sich drauf einzulassen. Sicherlich kann man nicht jeden Hund wieder hinkriegen..aber lernen und gute Erfahrungen verarbeiten kann auch ein Hund nach der Prägephase.
    Ich sage nicht dass die Prägephase nicht wichtig ist..eine gute Aufzucht ist immer zu bevorzugen..aber nicht jeder Hund mit schlechter Kinderstube ist unwiderruflich im Eimer

    Ja, man kann es hinkriegen. Meine eine Hündin war ja auch 8 Monate im Bretterverschlag aufgewachsen und hat nichts kennengelernt.
    Als sie zu mir kam, bestand sie nur aus Angst und Panik. Vor allem und jedem hatte sie Angst oder gar Panik.
    Ein Jahr harte Arbeit habe ich investiert und dann ist sie zum besten Hund der Welt geworden. Wir haben Agility gemacht (aber keine Turniere, ich bin nicht so der Turniertyp, obwohl sie die BH geschafft hätte, da ich mal in der BH-Gruppe mitgemacht habe, was ich dann aber total doof fand); sie hat durch Clickern viele Tricks gelernt; konnte ohne Leine laufen und hat so gut gehört, daß andere uns bewundert haben; und nicht zuletzt: sie ist zu einem richtigen Kasperkopf geworden.
    Keiner, der sie nicht von Anfang an kannte, wollte glauben, daß sie mal so ein Häufchen Elend war.
    Und die anderen, die meine Hündin von Anfang an kannten, die meinten, ich solle sie doch weggeben, weil aus der sowieso nichts werden würde (O-Ton von vielen, auch HH), haben dann irgendwann doch gestaunt, was aus ihr geworden ist.
    Zu anderen Menschen als meine Familie ist sie zwar nie hingegangen, aber das mußte sie auch nicht.

    Man kann es also hinbekommen. Aber die Frage ist: Haben wir genug Interessenten, die dazu fähig und in der Lage sind?

    Ich wage mich jetzt nen bisschen auf dünnes Eis, weil ich kein Profi in der Materie bin, also wenn es wer genauer weiß, bitte korrigieren.
    Einerseits musst du erstmal eine Rasse finden die grob passt. Wäre ja doof wenn der schutztrieb mit der außerordentlichen menschenfreundlichkeit im Hund kämpft.

    Dann sollte diese Rasse nicht die gleichen Probleme haben wie die ausgangsrasse. Was schonmal nicht so leicht ist.
    Wie zb pointer und dalmatiner

    Dann muss man ein Konzept beim vdh vorlegen. Bei dem ne gewisse Anzahl am Züchtern mitmacht. Was hat man vor, mit welchen hunden etc.
    Oft menschelt es an dem Punkt. Denn man muss ein gemeinsames Ziel definieren.

    Es ist halt schon nen Stück Arbeit, aber dafür dann durchdacht.

    Wie ich schon etliche Seiten weiter vorne schrieb: Beim Beardie gab es vor vielen, vielen Jahren schon einen Aufschrei, als man am überlegen war, das Zuchtbuch für Einkreuzungen von Working Beardies zu öffnen. Es wäre dieselbe Rasse gewesen, nur halt Arbeitslinie. Die Züchter haben sich vehement gewehrt und behauptet, daß die Working Beardies nur Krankheiten reinbringen würden; die Rasse insgesamt kaputt machen würden; und daß das gar keine richtigen Beardies wären.
    Wenn das schon bei derselben Rasse so einen Widerstand auslöst - dann viel Spaß!

    Mal kurz eingeworfen zur Gesundheit. Es gibt die Haplotypen-Bestimmung. An den Haplotypen kann man schon vieles, was die Gesundheit angeht, nachlesen.
    DLA - Haplotypenbestimmung - FERAGEN DNA Testing
    Und eine Studie beim Beardie dazu
    fbcace_ce0705c083824628b71d091f924e9a2c.pdf
    Der Bruder meiner Hündin ist Deckrüde. Bei ihm wurde eine Bestimmung gemacht. Raus kam 4 /4. Das sind gute Haplotypen. Die Frau vom Institut hat sogar die Besitzerin gefragt, ob da Arbeitsbeardie drin ist, weil diese Haplotypen eher die Arbeitsbeardies hätten.
    Die kranken Exemplare haben die Typen 1 und /oder 2.

    Diese Materie ist sehr interessant.