Ich bin über den Satz mit dem "großen Grundstück" gestolpert, auf dem der Hund "laufen und spielen" kann. Hunde sind keine Kinder, die von sich aus "spielen" gehen. Rein vom Lesen her würde ich sagen, da liegt wesentlich mehr im Argen als nur das Verbellen von vorübergehenden Menschen und Hunden, dass es evtl. sogar am grundlegenden Verständnis für die Ansprüche und Bedürfnisse von Hunden allgemein und von diesem Hund im Besonderen fehlt - aber das ist, wie gesagt, nur so ein Gefühl...
Was passiert sonst noch mit dem Hund? Hat er einen strukturierten Tagesablauf? Wird er außerhalb des Grundstücks beschäftigt, ausgeführt - regelmäßig? Wie ist er, wenn er mit Euch unterwegs ist? Macht er da auch sein Ding?
Wenn man Hunde nämlich sich selbst überlässt, kann es durchaus sein, dass sie sich ihre Beschäftigung selber suchen, in diesem Fall offensichtlich das Bewachen des eigenen Grundstücks. Und so ein Überraschungspaket aus dem Ausland kann durchaus auch genetisch bedingt ein gerüttelt Maß an Wach- und Schutztrieb mitbringen, und wenn der junge Hund mit seiner Energie nicht in vernünftige Bahnen gelenkt wird, macht er halt, was er will.
Die 1. Maßnahme muss natürlich ein vernünftiger Zaun oder eine Absicherung des Hundes sein, damit er niemanden mehr anfallen kann; ich würde mich bedanken, wenn ich an so einem Grundstück vorbei müsste...
Und dann solltet Ihr Euch fragen, was Ihr bereit seid zu leisten an Aufwand für die Beschäftigung und Erziehung des Hundes. Ein Hund muss nicht mit allen anderen verträglich sein, dann ist man halt als Mensch umso mehr gefordert, den Hund so zu führen und zu sichern, dass niemand durch ihn zu Schaden kommt.
Fragt Euch, ob Ihr das könnt bzw. wollt.
Caterina