@Antoni & flying-paws: Das Spock-Tier ist ein Outrunner mit eingebauter 12-Uhr-Stellung, also absolut bordermäßig (während Schwarzi-Border 0,0 Bögen läuft, sondern abgeduckt gerade draufzu hält, mit ihm kann man prima wegtreiben), aber weite Bögen läuft er aufrecht und pendelt auch aufrecht hinter dem Pulk, nur einzelne Tiere holt er abgeduckt heran und schiebt wie ein Border, legt sich allerdings nicht ab - genial, denn eine Kuhweide ist nun mal, mit Verlaub gesagt, ganz anders zugesch... als eine Schafsweide.
Ich würde sagen, Border mit deutlichen Kelpie-Anteilen. Mich freut sehr, wie schön tief er abschnappt, Flotzmaul, Vorder- und Hinterbein, hätte ich nicht gedacht. Und ich mag, dass er laut ist, das setzt die Tiere, die ihn noch gar nicht sehen, schon von alleine in Bewegung.
Die letzten Wochen vor dem Aufstallen hatten sich Bauer & Spock prima arrangiert, das Küheholen klappte prima.
Er ist allerdings nichts fürs Enge wie Phelan. Am liebsten mag er losspurten und alles bringen, was ihm vor die Linse kommt. Er lässt sich aber gut stoppen. Für den Stall ist er daher eher nicht zu gebrauchen, einmal, weil er friert, und zweitens, weil es ihm in der Enge an Mut fehlt. Das ist auf der Weide anders, da weicht er nicht zurück.
Mir ist, ehrlich gesagt, das Nachtreiben lieber, ich blicke es immer noch nicht so ganz, wo ich mich auf dieser dämlichen, krummen, buckelpistigen Weide positionieren muss, damit Spockie die Tiere nicht in die falsche Richtung schiebt, daher war ich meist mit dem Border unterwegs.
Ach, wie gerne hätte ich auch eine vernünftige Übungskoppel mit Jungtieren!
ACD-Neuzugang Iznogood Let it burn, die eigentlich Lotta heißen sollte, läuft mittlerweile als "Kröta", weil sie den Großen gegenüber sowas von selbstbewusst ist, das habe ich bei einem so jungen Tier noch nicht erlebt.
Sie ist jetzt die 2. Woche mit im Melkstand. Die ersten 2 Tage lag sie platt wie eine Flunder in einem dort drapierten Körbchen und stellte sich tot (macht sie auch, wenn sie es beim Schwarzi-Border-Ärgern übertreibt und der ihr die Meinung geigt), nur die Augen bewegten sich, frei nach dem Motto, ich bin schon tot, ihr braucht mich gar nicht mehr fressen, ich schmecke ganz bestimmt nicht, aber inzwischen fängt sie schon an, das Ein- und Austreiben vom Melkgraben aus zu verfolgen und auch mit zaghaften Geräuschen zu kommentieren.
Leider will sie nicht durch den Laufstall getragen werden wie ihre Vorgängerin, so dass Herrchen sie nur mit hochnimmt, wenn die letzten paar Kühe - beim letzten Mal wird nur eine Seite ca. halb voll - reinzutreiben sind, damit sie lernt, auf Spalten zu laufen.
Hinterher ist sie platt von all den Eindrücken.
Caterina