Beiträge von Cattledogfan

    Wahrscheinlich wurde es in diesem Thread schon gefühlte 1000 Male geschrieben, aber mir ist gerade nach dem 1001. Mal:

    Wölfe braucht in unserer dichtbesiedelten Kulturlandschaft niemand mehr, und alle Vergleiche mit "früher" - wie dicht besiedelt waren da die jeweiligen Landstriche? - sowie mit anderen Ländern hinken ganz gewaltig, weil es bei uns gar nicht mehr so große unwirtliche und nur schwach vom Menschen genutzte Gegenden gibt, dass sich Wölfe nur in ganz geringem Maße an Nutztieren gütlich tun würden.

    Ist doch klar, dass die sich die Nahrung holen, für deren Erlangung sie den geringsten Kraft- und Energieaufwand benötigen, und das sind nun mal Nutztiere.

    Außerdem lernen laut dem, was man so im Fernsehen sieht, große Beutegreifer rasend schnell und passen sich der vom Menschen gestalteten Umwelt an, da können die Wolfsmanager mit ihren Flatterbändern und ähnlichem Krimskrams einpacken.

    Und gegen Wölfe sollen die Kaukasen auspacken, was sie an Mut besitzen - was ist, wenn sie gegen Spaziergänger und deren Hunde gehen, die ihnen zu nahe kommen? Spätestens dann ist die Kacke am Dampfen.

    Das ist für michvöllig falsch verstandener Naturschutz; danke für die Zahlen, Chris, ist sehr aufschlussreich.

    Caterina

    Blöde Frage: Darf der Hund denn mausen?

    Du schreibst ja explizit, dass ihn nix interessiert an Spielzeug, "aber wenn ich eine Maus aussetzen würde...".

    Wenn Du so abgelegen wohnst, gibt es doch mit Sicherheit genügend Möglichkeiten zum Mausen, alleine die Stoppeläcker nach der Getreideernte. Hier bei uns sind z. B. Wiesen und Äcker so von Maulwurfsgrabungen unterhöhlt, die z. T. auch von Mäusen mitgenutzt werden, dass selbst längere Grabungen der Hunde nicht auffallen.

    Und während sich Nr. 1 durchs Gelände fräst, kannst Du derweil mit Nr. 2 irgendwas spielen oder trainieren.

    Das wäre zumindest mein Ansatz, d. h. einmal am Tag ein festes Ritual, dass der Hund weiß, jetzt geht es auf zur Arbeit, sprich zum Mausen, und daneben auf den anderen Spaziergängen evtl. auch noch kurze Maussequenzen.

    Ich hatte mal einen Huskymix, da habe ich mir regelmäßig bei Sauwetter die Beine in den Bauch gestanden, bis sie im Duett ihr Terrain abgemaust hatten, z. B. rund um die Kiesgruben, wo sie ab und an auch Ratten erwischten, die im Sommer durch die Zumüllerei der Wildcamper prächtig gediehen.

    Ich fand es natürlich nicht so prickelnd, aber die Hunde haben es geliebt.

    Caterina

    Hallo Paulchen,

    das Einschläfern selber kann ganz friedlich vonstatten gehen, wenn man die Zauberworte "erst i/m sedieren" spricht.

    Will sagen: erst einen Pieks in den Oberschenkel. Bei mir bekommt kein todgeweihtes Tier mehr bei Bewusstsein eine Betäubung in die Vene, und genauso wenig kommt es auf den Behandlungstisch, wenn es denn in der Praxis sein muss.

    Ich habe bei allen Hunden, die ich wegen Krankheit in Eigenregie einschläfern lassen musste, diesen letzten gemeinsamen Gang als sehr friedlichen, intensiven Moment und als Erlösung erlebt, wenn sich der geschundene Körper entspannt und die Atmung flach und regelmäßig wird, bis dann gar kein Leben mehr in ihnen war. Teilweise habe ich sie auf dem Schoß gehalten.

    Ich schließe mich den Vorschreibern an und wünsche Euch noch eine möglichst beschwerdefreie Zeit.

    Caterina

    Du meinst sicherlich La Tranche sur Mer. Dort hast Du in der Hauptsaison mit einem so großen und auffälligen Hund keine Chance am Strand, es stehen überall Schilder.

    Mein Bruder hat vor einigen Jahren in der Gegend geheiratet (Schwiegerumutter wohnt dort), und ich hatte mir mit dem damaligen Hund für eine Woche ein Zimmer in La Tranche gebucht.

    Aber ganz in der Nähe in La Grière vor dem Campingplatz ist der Strand für Hunde frei, auch in der Hauptsaison. Also entweder jeden Tag von La Tranche nach La Grière fahren (habe ich damals gemacht) oder evtl. nach einem Mobilhome auf dem Campingplatz schauen, falls es Euch zusagt.

    Caterina

    @Antoni & flying-paws: Das Spock-Tier ist ein Outrunner mit eingebauter 12-Uhr-Stellung, also absolut bordermäßig (während Schwarzi-Border 0,0 Bögen läuft, sondern abgeduckt gerade draufzu hält, mit ihm kann man prima wegtreiben), aber weite Bögen läuft er aufrecht und pendelt auch aufrecht hinter dem Pulk, nur einzelne Tiere holt er abgeduckt heran und schiebt wie ein Border, legt sich allerdings nicht ab - genial, denn eine Kuhweide ist nun mal, mit Verlaub gesagt, ganz anders zugesch... als eine Schafsweide.

    Ich würde sagen, Border mit deutlichen Kelpie-Anteilen. Mich freut sehr, wie schön tief er abschnappt, Flotzmaul, Vorder- und Hinterbein, hätte ich nicht gedacht. Und ich mag, dass er laut ist, das setzt die Tiere, die ihn noch gar nicht sehen, schon von alleine in Bewegung.

    Die letzten Wochen vor dem Aufstallen hatten sich Bauer & Spock prima arrangiert, das Küheholen klappte prima.

    Er ist allerdings nichts fürs Enge wie Phelan. Am liebsten mag er losspurten und alles bringen, was ihm vor die Linse kommt. Er lässt sich aber gut stoppen. Für den Stall ist er daher eher nicht zu gebrauchen, einmal, weil er friert, und zweitens, weil es ihm in der Enge an Mut fehlt. Das ist auf der Weide anders, da weicht er nicht zurück.

    Mir ist, ehrlich gesagt, das Nachtreiben lieber, ich blicke es immer noch nicht so ganz, wo ich mich auf dieser dämlichen, krummen, buckelpistigen Weide positionieren muss, damit Spockie die Tiere nicht in die falsche Richtung schiebt, daher war ich meist mit dem Border unterwegs.

    Ach, wie gerne hätte ich auch eine vernünftige Übungskoppel mit Jungtieren!

    ACD-Neuzugang Iznogood Let it burn, die eigentlich Lotta heißen sollte, läuft mittlerweile als "Kröta", weil sie den Großen gegenüber sowas von selbstbewusst ist, das habe ich bei einem so jungen Tier noch nicht erlebt.

    Sie ist jetzt die 2. Woche mit im Melkstand. Die ersten 2 Tage lag sie platt wie eine Flunder in einem dort drapierten Körbchen und stellte sich tot (macht sie auch, wenn sie es beim Schwarzi-Border-Ärgern übertreibt und der ihr die Meinung geigt), nur die Augen bewegten sich, frei nach dem Motto, ich bin schon tot, ihr braucht mich gar nicht mehr fressen, ich schmecke ganz bestimmt nicht, aber inzwischen fängt sie schon an, das Ein- und Austreiben vom Melkgraben aus zu verfolgen und auch mit zaghaften Geräuschen zu kommentieren.

    Leider will sie nicht durch den Laufstall getragen werden wie ihre Vorgängerin, so dass Herrchen sie nur mit hochnimmt, wenn die letzten paar Kühe - beim letzten Mal wird nur eine Seite ca. halb voll - reinzutreiben sind, damit sie lernt, auf Spalten zu laufen.

    Hinterher ist sie platt von all den Eindrücken.

    Caterina

    Ich hatte bisher immer mittelgroße Hunde und bin schon immer nach Möglichkeit nur Trabetempo gefahren, und fiel/fällt ein Hund länger in Galopp, versuche ich immer, auf Trab zu drosseln. Das genaue Tempo gibt/geben immer der/die jeweilige(n) Hund(e) vor, die meiste Zeit ohne Leine, nur ein Extremjäger war dauerhaft an der umgehängten 10m-Gurtflexi.

    Wenn ich nicht gerade beruflich unterwegs bin, fahre ich eigentlich jeden Tag, außer bei extremer Glätte.

    Ich bin auch noch mit älteren, gesundheitlich angeschlagenen Hunden Rad gefahren, einfach, weil sie es gewohnt waren und von sich aus schnurstracks zum Rad gingen, aber das sah dann oft so aus, dass ich die meiste Zeit geschoben habe.

    Egal, wenn die Herrschaften dann doch noch mal flotter wurden, weil ein Lieblingsfeind oder was zu jagen voraus war, dann konnte ich immer noch aufsteigen.

    Mit fitten Hunden kommt/kamen auch schon mal 15 bis 20 km am Tag zusammen, je nachdem, wie flott sie unterwegs waren. Gab/gibt es aber z. B. viel zu mausen oder bei Hitze im Wasser zu planschen, dann waren es eben nur 3 km pro Stunde. Bzw. gerade mal den knappen Kilometer bis zum nächsten Baggersee und wieder zurück.

    Regelmäßiges Radfahren im Wolfstrab ist für mich die beste Gesundheitsvorsorge, weil es für eine gute Kondition und Bemuskelung sorgt, und mir geht regelmäßig das Herz auf, wenn ein Hund so richtig voller Unternehmungslust mit Schub aus der Hinterhand losläuft, um die Welt zu erobern.

    Und meist haben/hatten die Herrschaften auch ziemliche Gestaltungsfreiheit, wo es denn nun genau hingehen soll(te).

    Caterina

    Hut ab vor Eurem Engagement für den Hund! Wie lange kennt Ihr ihn denn nun schon?

    Und wie oft pro Woche geht Ihr mit ihm raus? Immer Ihr beide zusammen, oder hattest Du ihn auch schon mal alleine mit? Warst Du schon einmal in der Situation, ihn unter allen Umständen halten zu müssen? Z. B., weil er partout zu einem anderen Hund hin wollte?

    Bekommt Ihr ihn nur mit Maulkorb mit, oder läuft er mittlerweile ohne? Und hat er bei Euch auch schon mal rumgelangt und nach der Leine gefasst? Was würdet Ihr tun, wenn es es dazu käme?

    Ich finde, hier wurden einige sehr kluge Gedanken und Anregungen geäußert, von Regula, von SanSu und den anderen, und ich hoffe doch sehr, dass Ihr für Euch und für den Hund eine gute Entscheidung trefft, vielleicht unter Berücksichtigung des ein oder anderen Kriteriums aus diesem Beitrag.

    Caterina

    Noch einmal die Frage:

    Warum genau wird der Hund als problematisch eingeschätzt? Wenn er Interessenten nur mit Maulkorb zum Spazierengehen mitgegeben wird, muss irgendwas vorgefallen sein, sprich, der Hund hat wahrscheinlich bei Artgenossen oder Menschen schon zugebissen.

    "Das Tierheim" ist ein dehnbarer Begriff. Da schwirren oftmals viele Frewillige herum. Gibt es denn einen Ansprechpartner für diesen Hund, sprich, eine(n) Festangestellte(n), also jemanden, der/die regelmäßig mit dem Hund zu tun hat?

    Und was ist das für ein Trainer, der die Einschätzung "unerzogen und hat nicht gelernt zu spielen" abgegeben hat? Hat er den Hund überhaupt gesehen, oder habt Ihr lediglich mit ihm gesprochen?

    Ganz ehrlich, ich an Deiner Stelle würde mir wirklich viel Zeit lassen, diesen speziellen Hund besser kennenzulernen und selber mehr über Hunde zu erfahren, denn mein Eindruck aus Deinen Beiträgen ist, dass Du mit viel Begeisterung, aber relativ blauäugig an diesen Hund herangehst - zum Beispiel, weil Du die immer wieder gestellte Frage nach dem Grund für das Etikett "problematisch" nicht beantwortet hast.

    Dass es lediglich daran liegt, dass der Hund "lebhaft" ist, wage ich zu bezweifeln.

    Oder macht es nur mich stutzig, dass der Hund Euch als Interessenten mit Maulkorb mitgegeben wird?

    Wie hier schon geschrieben wurde, keiner kennt Dich/Euch und diesen Hund und auch die Tierheimmitarbeiter, aber so gewisse Dinge lassen einem aufgrund immer wieder gemachter Erfahrungen einfach zusammenzucken, da drängt sich der Gedanke förmlich auf, dahinter muss mehr sein - wie z. B. der Maulkorb.

    Gibt es denn im Tierheim eine Hundeschule, oder arbeitet das Tierheim mit einem Trainer o. ä. zusammen? Vielleicht könntet Ihr ja dort einen Kurs besuchen oder Einzelstunden nehmen.

    Caterina

    Ketzerische Frage: Bist Du dem Hund körperlich gewachsen? Kannst Du sein Verhalten so lesen, dass man Dich guten Gewissens alleine mit ihm losschicken kann? 30 kg Muskeln, unerzogen, Du ohne Erfahrung mit einem eigenen Hund, noch dazu in dieser Größenklasse...??

    Ich muss sagen, ich kann das Tierheim verstehen. Der Hund ist geistig und körperlich auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit, seine unerwünschten Verhaltensweisen dürften ziemlich gefestigt sein - bist Du, seid Ihr in der Lage, entsprechend zu antizipieren und sein Verhalten sinnvoll zu kanalisieren? Bzw. auch ohne Trainer nebendran den Alltag so zu meistern, dass weder der Hund Schaden nimmt noch andere zu Schaden kommen?

    Ich muss sagen, ich lese aus Deinen Beiträgen - jetzt mal überspitzt formuliert - heraus, man muss ihn nur gut auslasten und ganz doll lieb haben, dann wird das schon. So einfach ist das aber oft nicht. Man muss schon ein Gefühl dafür entwickeln, mit welcher Taktik man an den Hund herangeht, welche bisherigen Muster man zuerst aufbricht und in neue Bahnen lenkt und was man fürs erste einfach nur aussitzen oder durchstehen muss.

    Warum stuft das Tierheim ihn denn als problematisch ein? Doch nicht nur, weil er unerzogen ist?

    Ich vermute mal, der Hund dürfte, da als problematisch gehandelt, auch nicht so leicht zu vermitteln sein.

    Was, wenn Ihr zunächst eine Patenschaft übernehmt und seine regelmäßigen Gassigänger werdet? Evtl. wächst ja tatsächlich zusammen, was bisher laut Ansicht des Tierheims noch nicht zusammengehört.

    Wäre das eine Option?

    Caterina