Die medikamentöse Unterstützung von Angsthunden - wobei man noch zwischen Angst und Panik unterscheiden muss - ist in meinen Augen eine ganz heikle Sache.
Meines Erachtens spielt es auch eine große Rolle, wie der Mensch auf seinen Hund im Angstmodus reagiert. Bei einem nur drei Tage dauernden Schützenfest würde ich den Hund nicht noch zusätzlich durch Versuche stressen, ihn entweder nach draußen locken oder im Haus beruhigen zu wollen.
Wäre es mein Hund, müsste er das aushalten, genau, wie ich in einem alten Bauernhaus gelegentlich Mäuse im Haus oder Ratten draußen auf dem Hof aushalten muss, was mir regelmäßig hysterische Schreie entlockt.
Ich habe gelernt, mit Mäusen und Ratten zu leben, und wenn ich im Winter Kaminholz hole, dann tue ich das tagsüber und mit mindestens einem Hund als Begleitung. Angst und Panik gehören zum Hunde- und Menschenleben dazu. Allerdings hängt das erträgliche Maß von Individuum ab.
Zum Rausgehen würde ich diesen Hund nur nötigen, wenn ich ziemlich sicher weiß, um die Uhrzeit ist kein Krach (z. B. frühmorgens), oder dieser Ort (z. B. Wald) ist weit genug entfernt.
Ich finde es ganz wichtig, dass ein Angsthund kleinschrittig lernt, dass es auch angstfreie Zeiten und Räume gibt, egal, wie klein diese auch sein mögen.
Caterina