Auch von mir herzlichen Glückwunsch zu dieser freudigen Überraschung! Ich habe Zwillingsneffen, von denen man erst im Grundschulalter sicher sagen konnte, dass sie zweieiig sind, weil sie sich wirklich so verdammt ähnlich sahen. Es war einfach entzückend zuzuschauen, wie sich schon die wenigen Wochen alten Knirpse im Babybettchen angrinsten, und als sie anfingen zu brabbeln, kam "Mama" praktisch zeitgleich mit dem verballhornten Namen des Bruders.
Die aus vollem Herzen kommende Aussage im Kindergartenalter "Mein Bruder ist mein bester Freund" bekommen sie von den Eltern noch heute aufs Brot geschmiert, wenn sie sich zanken; inzwischen sind sie im schönsten Pubertätsalter. Und als einer sich beim Sturz von einer Schaukel den Arm auskugelte und aus Leibeskräften "Mein Arm wächst nie mehr nach!" brüllte, fiel der andere mit "Wenn mein Bruder stirbt, will ich auch nicht mehr leben!" ein.
Meine Schwägerin hätte aber gegen Ende der Schwangerschaft, also so ab 7. Monat, wirklich keine Bäume mehr ausreißen können, geschweige denn einem jungen Windhund gerecht werden können.
Außerdem wäre es dann in Eurem Fall Winter, d. h. abgesehen von der Sturzgefahr für die werdene Mutter käme noch der Aspekt hinzu, dass man einen so kurzfelligen Hund nicht unbedingt stundenlang draußen parken kann.
Triebstarke Hunde müssen meiner Erfahrung nach gerade im Welpen- und Junghundealter relativ eng und gut geführt werden, um keine Marotten wie z. B. Althund jagen oder Kundschaft belästigen zu entwickeln, und ich sehe ehrlich gesagt nicht, wie das in einer von so vielen Unbekannten geprägten Lebenssituation halbwegs sicher funktionieren soll. Und diese Aufgabe an evtl. wechselnde Fremde zu delegieren, halte ich für keine gute Idee, denn eine gute HundeERziehung beruht zu einem nicht unerheblichen Teil auf einer funktionierenden BEziehung zu Herrchen/Frauchen.
Nun ist aber Herrchen schon jetzt durch seine beruflichen Abwesenheiten nicht in der Lage, den Althund vollumfänglich zu versorgen, und Frauchen weiß nicht, ob bzw. wie lange sie künftig ausfällt.
Hinzu kommt, dass keine Erfahrung mit diesem Hundetyp und seinen speziellen Bedürfnissen da ist (mit Kindern wäre vielleicht auch eine andere Rasse geeigneter), ganz zu schweigen vom Althund, der mit dem Älterwerden evtl. auch mehr Pflege und Aufmerksamkeit benötigt.
Für mich ist das eine Gleichung mit viel zu vielen Unbekannten, und mir wäre auch die Anzahlung egal, wenn es nicht so auf den Euro ankommt. Wie schon jemand schrieb, der Greyhound war für eine völlig andere Lebenssituation geplant, nicht für eine Zwillingsschwangerschaft.
Caterina