Antoni: Schön, mal wieder was von Dir zu lesen. Dann nutze ich gleich die Gelegenheit und frage, wo Du eigentlich trainierst, an Rindern, meine ich.
Und auch gleich die nächste Frage: War Phelan nun schon auf den Moorweiden im Einsatz? Wenn ja, wie hast Du es aufgebaut?
Hier gibt es insofern Neues, als dass die Kröte mit ihren knapp 11 Monaten ordentlich schiebt, seit einigen Tagen auch ganz alleine, ohne Schwarzi-Border. Unsere Hauskoppel ist mittlerweile durch das Wetter - die armen Touris, die hier oben Urlaub machen - so vermoddert, dass die Kühe einen immer breiteren Trichter vor dem Stall bilden und natürlich nur sehr unwillig durch den Morast stapfen. Die meisten haben inzwischen gemerkt, dass wir Menschen in dieser Einflugschneise nur noch an wenigen Stellen vorsichtig balancieren können, und ohne die Hunde möchte ich nicht die über 100 Tiere in den Stall bugsieren wollen.
Spockie-Koolie ist beim Schieben leider keine große Hilfe, das ist nicht sein Ding, und weil wir vor dem Stall natürlich auch noch einen kleinen Buckel haben - wenn es einen Preis für die blödeste Hauskoppel gibt, bitte hierher! -, können wir Menschen uns nicht unbedingt sehen und müssen uns voll und ganz auf die Hunde verlassen, dass jeder auf seiner Seite die Rindviecher praktisch im Alleingang durch die Modder schiebt. Schwarzi-Border hilft Herrchen, der vor diesem schwierigen Stück die Kröte zu mir rüberlaufen lässt, denn ich habe das Spockie-Tier dann an der Leine, ansonsten würde er mir die Kühe wieder zutreiben.
Und das kleine Krötentier treibt die Kühe mit viel Gekreisch stolz wie ein Spanier voran, immer mit gebührend Abstand. Geheelt hat sie nämlich auf der Koppel noch nicht...
Zum Glück haben die Kühe selber ihre Not mit dem Laufen, denn ich möchte nicht unbedingt erleben, dass eine Kuh doch noch umdreht und den jungen, unerfahrenen Hund platt macht... Sie haben aber aber mittlerweile gehörigen Respekt vor Spockie, der sich auf der Seite der Hauskoppel, die wir beide absammeln, nur zeigen muss, schon gehen die Kühe von alleine, und er kläfft mit der Kröte mit, so dass sie wissen, dass er auch da ist.
Bevor die Hunde mithalfen, bewarfen Herrchen und sein Vater dann halt die Kühe, die nicht voran wollten, mit Matsch, immer in der Hoffnung, dass sie doch weitergehen.
Schwarzi-Border hat auf seiner Seite der Einflugschneise wesentlich mehr zu tun, weil er nicht bellt und die Tiere durchaus mal stehen bleiben und sogar den ein oder anderen Schritt zurück machen, so dass er ordentlich abschnappen muss.
Und natürlich haben wir wieder ordentlich Mortellaro im Bestand, was mit ziemlicher Sicherheit das vorzeitige Aus für die ein oder andere Kuh bedeutet; zwei schöne, junge Tiere, gerade vor ein paar Wochen gekalbt, gingen erst letzte Woche zum Schlachter. Es steht auch immer wieder zur Debatte, die Kühe gar nicht mehr rauszulassen, aber an den wirklich schlimmen Tagen, an denen das Gitter zur Koppel zu blieb, war dann auch entsprechend Unruhe im Stall, denn sie wollen ja raus...
Kann hier oben im Norden nicht einmal normal Sommer sein?
Caterina