Vor einigen Wochen wurde ein gutes Dutzend unserer Kälber "nur" von einem Hund gehetzt, noch nicht einmal angegriffen.
Die Tiere waren so in Panik, dass sie den Stromdraht der eigenen Koppel über bestimmt 100 m niederrissen. Jemand, der bestimmt einen halben Kilometer Luftlinie entfernt wohnt, hörte sie schreien, nicht brüllen, das waren seine Worte, und telefonierte die Bauern in der Umgebung ab, weil er nicht genau zuordnen konnte, welches Vieh es sein könnte.
Wir haben sie dann mit unseren eigenen Hunden mit ganz viel Abstand in eine andere Koppel bestimmt einen Kilometer weiter bugsiert, wo sie jetzt mit Färsen zusammen sind.
Ich mag mir gar nicht vorstellen, wenn da Wölfe am Werk gewesen wären.
Wer immer meint, Wölfe hätten in unserer Kulturlandschaft ihren Platz, den lade ich ganz herzlich ein, mal Ohrmarken zwicken zu gehen (oder sonst eine notwendige Vorrichtung am lebenden Tier vorzunehmen) in einer Rinderherde, die schon Bekanntschaft mit Wölfen gemacht hat.
Tote Tiere könnte man sicherlich verschmerzen, aber man muss auch bedenken, was ein Wolfsangriff für Folgen für die überlebenden Herdenmitglieder hat.
Mir graut davor, wenn hier bei uns Wölfe auftauchen, weil der Hof so viele Außenweiden und so viel Vieh hat, dass wir eine hohe zweistellige Anzahl an Herdenschutzhunden bräuchten, was absolut unpraktikabel ist.
Oder wenn eine Rinderherde in Panik über den Autobahnzubringer galoppiert und Menschen zu Schaden kommen. Wir hatten das vor einigen Jahren mal mit Schafen (nicht unsere!), als eine Autofahrerin schwer verletzt wurde.
Caterina