Die Erbse ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und wurde schon 8000 v Chr. belegbar angebaut. Die ältesten Funde stammen aus Syrien und dem Jordanland.
Auch in Mitteleuropa hat sie schon eine lange Geschichte und wurden schon in der Zeit der Bandkeramik Erbsen kultiviert.
Die Erbse gibt es weltweit in den unterschiedlichsten Varietäten - alle sind aber Pisum sativum.
Die Blüte der Platterbse ist übrigens sehr ähnlich, die Pflanzen lassen sich aber leicht am Stängel unterscheiden.
Spannend finde ich die Brauchtümer, die sich um die Erbse entwickelt haben.
Zum Einen war sie die Totenspeise:
Aß man Erbsen z.B. in der Karwoche so riskierte man einen Todesfall in der Familie. In Böhmen hat man an Heilig Abend kreuzweise Erbsenmus in die Zimmerecken gestrichen, ursprünglich wohl zur Verehrung der Totengeister.
In manchen Regionen Deutschlands ist Erbsensuppe noch immer traditioneller Leichenschmaus nach Beerdigungen (ich kenne da ja nur Streuselkuchen).
Zum Anderen gilt die Erbse aber auch als Fruchtbarkeitsbringer (Tod und Fruchtbarkeit sind wohl in vielen Kulturen eng verwoben):
So wurden mancherorts Säcke mit Erbsen an Obstbäume geschlagen, damit diese soviel Früchte bringen wie Erbsen im Sack waren.
Auch Brautpaare wurden mit Erbsen beworfen.
Über den Erbsenbären kann jeder nochmal selbst nachlesen, sonst wird es so lang hier.
Interessant finde ich, dass die Erbse, trotz dieser so großen Bedeutung, in der Bibel keine Erwähnung findet.