Ja, unsere Voraussetzungen sind jetzt nicht die besten, aber irgendwie überleben andere Border Collies, Huskys oder Schäferhunde ja auch in der Stadt. Das soll ja auch nicht für immer sein. Ich bin Studentin und ja ich habe kein Auto, jedenfalls nur am Wochenende...
Ich denke auch für dich ist das reine Überleben nicht das wirkliche Ziel. Anhand dessen was du schreibst, schätze ich dich als durchaus reflektiert ein und glaube, dass du die Situation ganz richtig einschätzt. Dein Welpe kommt schlecht zur Ruhe, überdreht leicht und du hast Probleme eine Struktur zu finden, die das besser machen würde.
Eben zu dieser Selbstreflexion gehört aber auch, dass man sich eingesteht, dass man sich und dem Hund mit der Rassewahl keinen Gefallen getan hat. Was du daraus für Schlüsse ziehst liegt ganz bei dir.
Mein Weg wäre: Ich baue mein Leben um, damit es für den Hund und mich besser läuft. Das kann unbequem und anstrengend sein, aber es finden sich für fast alle Dinge Lösungen, wenn man es will. Ich habe auch mit Border studiert (allerdings war das ein Senior). Wohnen außerhalb und ein Auto wären dafür tatsächlich aber echt wichtig in meinen Augen.
Im 4. Stock ohne Pampa in der Nähe, find ich es ne echte Herausforderung.
Ein anderer Weg kann tatsächlich sein den Hund wieder abzugeben. Ob es damit für ihn besser wird, das liegt dann nicht mehr 100% in deinen Händen.
Die Option einfach so weiterzumachen beinhaltet die nicht so abwegige Möglichkeit, dass du später einen echt dauergestressten und anstrengenden Hund hast, dem es eben nicht gut geht. Davon gibt es leider deutlich mehr als man denkt.
Ich glaube einfach es hilft dir überhaupt nicht weiter, wenn man dir nur schreibt "Hey, das wird alles super. Du musst den Welpen nur liebhaben, dann klappt das von alleine..."
Aber ich sage nicht, dass du es nicht schaffen kannst mit diesem Hund ein für beide Seiten glückliches Leben zu haben. Dafür kenne ich dich und den Hund zu wenig. Klar ist jedoch: Du hättest es dir deutlich leichter machen können.