Meiner ist Freiverweiser aber erst 2 Jahre alt und noch nicht geprüft - seine Anzeige ist aber so sicher wie bei einem Verbeller mit gleichem Ausbildungsstand. Super viel Erfahrung habe ich trotzdem nicht weil erster Hund in RH Ausbildung.
Ich finde meine Ausbilderin aber super kreativ und das Training auch die Anzeige betreffend sehr abwechslungsreich - wenn du etwas konkretes hast habe ich vielleicht eine Idee oder kann es mal mit zum Training zur Diskussion nehmen.
Wo trainierst du denn? Und magst du was über den Aufbau bei euch erzählen?
Ich habe den Anfang gelegt über Rückführen an der Leine. Ob das sinnvoll ist kann ich nicht genau sagen, aber die anderen Freiverweiser, die ich kenne wurden auch so aufgebaut und später auf Pendeln umgestellt, darum habe ich es auch so begonnen. Es kam mir auch einfach klarer vor für den Hund.
Das heißt:
Hund läuft zur VP, bekommt Keks.
Hund wird von mir zurückgerufen und springt mich an (habe ich mit Target aufgebaut), bekommt von mir Keks
Hund wird angeleint und führt mich zurück zur VP, bekommt dort Belohnung.
Wir haben sehr schnell Fortschritte gemacht und das Rufen konnten wir schnell abbauen. Auch das Target als Hilfe beim Anspringen hatte schnell seinen Sinn verloren. Ich war sehr zufrieden.
Erste Problemchen:
In einem Training hat Ayla mich plötzlich gemieden. Sie ist freudig zur VP, wollte aber nicht mehr zu mir. Ich habe keine Ahnung was da war, aber wir haben es innerhalb von 3-4 Trainings wieder ausbügeln können. Seit dem gab es bei mir immer eine hochwertigere Belohnung.
Einige Wochen lang haben wir dann verschiedene Anzeigepositionen geübt. Anspringen im Gehen, Anspringen halb abgewandt, vorgebeugt oder im Gespräch etc. Unsicherheiten hat sie nur gezeigt, wenn ich ihr voll den Rücken zugekehrt hatte, aber das habe ich dann eben auch kleinschrittig aufgebaut - eigentlich würde ich sagen sind wir auf nem guten Weg.
Auch kleine Suchen gehen schon echt gut. Natürlich immer mit Funkverbindung, damit wir keine Fehlanzeige belohnen.
In einem Training hatte sie mal die Idee nicht ganz zur VP zu gehen und direkt bei mir anzuzeigen - war schon eine Woche später kein Problem mehr (VP hat nun fürs Ankommen nicht mehr nen trockenen Keks, sondern Fleischwurst oder Frolic).
So und nun ganz aktuell:
1. Trainingsdurchgang super gut. Ich war total begeistert von ihrem Tempo, von der sicheren Anzeige....
2. Trainingsdurchgang: Sie sucht toll, findet schnell die Person im Nebel, kommt zielstrebig zu mir zurück, muss mich kurz suchen, stellt sich dafür auf die Hinterbeine in einer Entfernung von vielleicht 20 Metern zu mir, sieht mich und rennt zurück zur VP, bekommt sort noch nen Keks (schlechte Absprache) kommt wieder zu mir und zeigt an.
Ich wollte dann noch ne Wiederholung, damit das nicht so stehenbleibt. Sie sucht wieder schön, löst sich direkt von der VP, rennt schnell zu mir, schlägt direkt vor mir einen Bogen und will wieder zur VP. Ich hab sie dann angesprochen, woraufhin sie doch noch ihre Anzeige gemacht hat.
Eigentlich denke ich, dass ich die Lösung für dieses Problem kenne. Die Leine fürs Zurückführen muss weg. Sie mag es nicht, wenn ich nach der Anzeige nach ihrem Geschirr greife. Es irritiert sie und nimmt ihr den Schwung. Mit dem Anspringen an sich hat sie null Probleme.
Wahrscheinlich werde ich es auch einfach beim nächsten Training versuchen, aber:
- Lasst ihr Pendler immer wieder anzeigen? Bei der VP bekommen sie ja jedes Mal nen Keks, oder?
- Wer hat den Jackpot? Die VP oder ich? Könnte mir vorstellen, dass es klarer wird, wenn ich sie habe, weil es dann für den Hund sinnvoll ist dafür zu sorgen, dass ich das Futter zur VP bringe.
- Gibt es irgendetwas, was ich übersehen?