Beiträge von Cherubina

    Oh ich bin mir sicher, dass das für meine Kollegin alles andere als spaßig ist. Sie nimmt das schon ernst. Sie sagte mir jetzt auch, dass ihr unter bestimmten Bedingungen noch Aufschub gewährt wird. Sie ist da wie gesagt mit dem Ordnungsamt schon in gutem Kontakt.

    Der Trainer wurde ihr von dem Menschen empfohlen, der bei ihr den Wesenstest abnehmen wird. Drum geht sie dahin.

    Ja, das hast du gut zusammengefasst und ich würde nicht sagen, dass da irgendetwas konträr zueinander steht.

    Das Tierheim hat da nichts beschönigen, allerdings hat sie selbst als Gassigängerin, die den Hund über ca. ein halbes Jahr regelmäßig mit in die Natur genommen hat und relativ wenig Hundeerfahrung hat, den Hund völlig anders erlebt. Er ist bei ihr tatsächlich im Handling völlig unkompliziert.

    Die Probleme mit Fremden haben sich in ihrem Beisein erst gezeigt, als er schon bei ihr gewohnt hat. Vorher dachte sie eben, dass das Tierheim da übertreibt - klassische Fehleinschätzung eben.

    Was sie nicht (mehr) fehleinschätzt ist ihre Verantwortung. Der Hund wird draußen mit Maulkorb und an der Leine geführt, sie hat keinen Garten, der irgendwie gesichert werden müsste und sie versucht das Ganze zu trainieren.

    Sie hofft schlicht darauf, dass der Hund nicht eingezogen wird und wieder im Tierheim landet Da käme er wohl lebend dann nicht mehr raus.

    Mit einer realistischen Einschätzung und entsprechenden Auflagen kann sie sicher leben, ist sich aber durchaus bewusst, dass das schwer wird, wenn der Hund beißend nach vorne geht, wenn sich ihm ein Fremder nähert.

    Ja, mit den Behörden ist sie im Gespräch, aber die Frage nach dem Was wenn hat sie noch nie gestellt. Hat wohl Angst vor der Antwort.

    Hat die Tierschutzorga ihr das nicht bei Übernahme klipp und klar gesagt? Das würde ich zumindest schon erwarten, damit man genau weiß, auf was man sich einlässt.

    Naja, die können das ja nicht genau vorhersehen. Wir sind hier sehr ländlich. Das ist nicht wie in Frankfurt, wo jeder zweite Tierheimhund ein Listenhund ist.

    Über die Auflagen wusste sie selbstverständlich Bescheid und sie hat auch vor Übernahme geklärt, wie das dann mit dem Wesenstest laufen wird.

    Dass der Hund problematisch ist, hat das Tierheim durchaus kommuniziert. Er kam wegen nicht näher beschriebener Beißvorfälle ins Tierheim und die Abschlussuntersuchung beim Tierarzt wurde abgebrochen, weil er den "fressen" wollte.

    Meine Kollegin hat den Hund halt völlig anders erlebt und kennengelernt und das Problem sicher unterschätzt.

    (OT, aber tierärztliche durchgecheckt ist er inzwischen natürlich. Auch da ist meine Kollegin sehr genau, war wegen Lahmheit auch schon in der Klinik und Hund im CT)

    BieBoss Das Problem ist nur, dass im Wesenstest nicht du entscheidest, was mit dem Hund passiert. Weigerst du dich, bestimmte Dinge zuzulassen, fällt der Hund durch und ist dann im Hessen einfach weg. Keine Haltererlaubnis, kein Hund.

    Danke Sunti, genau das ist ja das Problem. Ich würde Ayu solch engen Situationen wie im Wesenstest auch nicht aussetzen. Ich kenne durchaus einige Hunde, die da nicht bestehen würden.

    Das Problem ist aber ja, dass meine Kollegin gar nicht die Wahl hat das nicht zuzulassen.

    Ich habe jetzt den Thread quergelesen, aber zugegebenermaßen nicht jeden Beitrag, also entschuldigt bitte, wenn ihr genau dieses Thema schon erörtert habt.

    Mir geht es um den Hund einer Kollegin. Sie hat diesen (AmStaff) vor kurzem aus dem Tierheim übernommen und ihr waren die behördlichen Anforderungen an die Haltung eines Listenhundes in Hessen durchaus bewusst.

    Was sie unterschätzt hat, ist das Aggressionspotential dieses Hundes.

    Er ist angemeldet, die Haltung ist also legal, der Wesenstest noch nicht absolviert, da man den beiden etwas Zeit geben möchte. Sachkunde, Führungszeugnis... Das liegt alles vor.

    Sie führt ihn sehr umsichtig, er trägt Maulkorb in der Öffentlichkeit und unter den meisten alltäglichen Bedingungen ist er unauffällig. In der direkten Auseinandersetzung mit Menschen, die er nicht gut kennt stößt er allerdings unvermittelt mit dem Maulkorb, springt Menschen deutlich unfreundlich an und wie ich am eigenen Leib erfahren habe, beißt, wenn der Maulkorb nicht drauf ist (ein ca. 3 x 3 cm großes Hämatom und ein Kratzer vom Zahn an meinem Bauch war die Folge).

    In der Liste oben würde ich es unter Nr. 6 packen. Bei mir war es so, dass ich ihm seitlich hockend auf langem Arm Futter gereicht habe, das hat er sich genommen und ist dann super schnell auf mich zugesprochen und hat mir in den Bauch gebissen. Ein Knurren oder Bellen, ein Zähnefletschen, das war alles nicht zu sehen. Als er von der Besitzerin daraufhin zurückgenommen wurde, saß er dann ruhig (angeleint) neben ihr.

    Dieses Verhalten zeigt er wohl bei fremden Menschen mit Maulkorb häufig. Meine Kollegin hat es immer als "Pocken" bezeichnet. Nach dem Biss habe ich sie gefragt, ob das das Pocken war. Sie sagte ja, genau. Ich zeigte ihr daraufhin meinen Bauch "Jetzt wissen wir, was er macht, wenn der Maulkorb nicht drauf ist". Sie war sichtlich schockiert.

    Für mich wirkt dieses Verhalten sehr ritualisiert und es passiert regelmäßig in Situationen, in denen sich ihm Menschen zuwenden, im Futter geben, etc.

    Sie trainiert seit einiger Zeit mit einem Trainer, der ihr von dem Tierarzt empfohlen wurde, der den Wesenstest durchführen wird. Mir behagt der Trainer nicht, aber das ist ein anderes Thema.

    Einen Trainingserfolg sehe ich bislang überhaupt nicht.

    Meine Kollegin hofft tatsächlich auf einen nicht so streng durchgeführten Wesenstest und viele zugedrückte Augen.

    Ich bin mir recht sicher, dass sie das Potential ihres Hundes ernst nimmt und in der Lage ist ihn sicher zu führen. Ihr gegenüber gab es bisher keinerlei Aggression.

    Aber was wenn nicht? Was passiert denn nun in Hessen tatsächlich, wenn ein Hund den Wesenstest nicht besteht? Was ich dazu finde ist irgendwie schwammig. Hat da jemand konkrete Beispiele für?

    Wird der Hund zwangsläufig eingezogen? Und dann? Kann sie ihn mit Maulkorb- und Leinenpflicht weiter führen? Gibt es nochweitere Auflagen, die auf einen zukommen können?

    Eigentlich ist es nicht mein Problem, aber irgendwie tut sie mir echt leid. Sie hängt an dem Hund und versucht echt alles richtig zu machen, aber die Unsicherheit wird immer größer.

    Kann man mit (schwarzen) Crocs auf eine Beerdigung gehen?

    Ich empfinde es auch als unpassend, für mich sind Crocs maximal Haus- und Gartenschuhe, ich persönlich würde damit nicht mal einkaufen gehen. Auf einer Beerdigung würde ich mich damit sehr unwohl fühlen.

    Wenn jemand anderes solche Schuhe bei dem Anlass wählen würde, wäre es mir vermutlich zwei Blicke wert und dann wäre es auch gut. Am Ende musst ja du dich wohlfühlen damit.

    Aber wahrscheinlich hat es einen Grund dass du fragst!?

    An der Farbe der Schuhe würde ich mich nicht lange aufhalten. Weiße Sneaker fänd ich immernoch besser als Crocs. Kaum jemand kauft sich für so einen Anlass neue Schuhe.

    Oder hast du eine Verletzung am Fuß und passt nicht in andere Schuhe rein? Dann ist das nunmal so und für mich ein völlig nachvollziehbarer Grund nicht auf Kleidernormen zu achten.

    Bei den Rettungshundlern gibt es viele Rituale um den Hund vor der Suche in motivierte Stimmung zu bringen.

    Viele flüstern ihrem Hund ein ganz spannendes "Wo isser?" ins Ohr, eine Bekannte täuscht kurz ein Loslaufen an und klopft dann mit der Hand an die Brust des Hundes, bevor sie ihn losschickt.

    Eine andere Bekannte hat sich bei Prüfern mal nen Rüffel abgeholt, weil sie den Hund immer mit "Such den Lump!" in die Suche geschickt hat. Das sei für die eventuell danebenstehenden Angehörigen einer vermissten Person doch wirklich unpassend.

    Ich habe mir angewöhnt Ayla vor dem Start anspringen zu lassen (so zeigt sie bei mir auch an, wenn sie jemanden gefunden hat) und ihr ganz spannend ein Stück besonders gutes Futter zu geben.

    Dabei sage ich "Es geht um die Wurst!"

    Nicht gelogen, in zweierlei Hinsicht.

    Mega!

    Ich finds aber echt interessant, wie es gefühlt(!) immer nur Frenchie, Mops oder Goldie sind, mit denen geworben wird. Unter den 10 beliebtesten Hunderassen sind ja auch immer noch andere "süße" Hunde. (natürlich ist jeder Hund süß, ihr wisst, was ich meine :) )

    Meinst du/ meint ihr anderen da eine bestimmte Art Werbung? Ich bin jetzt mal wahllos verschiedene Anti-Parasitenmittel und diverse Hundefuttermarken durchgegangen und ich finde sehr viele Rassen, aber keinen einzigen Frenchi oder Mops mehr und nur einmal lief mir ein Goldi über den Weg.

    Wo ich Möpse ab und zu noch sehe ist bei Werbung in der es gar nicht um den Hund geht...

    Oder meint ihr das?