BieBoss Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit der neuen Aufgabe.
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...
BieBoss Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit der neuen Aufgabe.
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...
Ich wohne in Frankfurt, falls ihr da Trainertipps habt.
Schau mal bei "Sicher auf 4 Pfoten"
Corinna Dehn und Anja Dulleck sind Tierärzte mit Spezialisierung auf Verhaltenstherapie.
Sie machen aber auch ganz "normales" Training, Verhaltensberatung und -analyse.
Ich kann mir gut vorstellen, dass du da viel für euch mitnehmen könntest.
Dass es nicht merle heißt ist mir bewusst, aber das muss ja nichts heißen. Gibt ja viele lustige Bezeichnungen dafür (Tiger, Harlekin...)
Schimmel ist dann aber auch ein ganz anderer Genort nehme ich an. Wäre ja auch logisch. Bei diesen Rassen gibt es ja kaum andere Farben.
Ich hab da mal ne Frage an die Farbgenetik-ExpertInnen
Die Farbe beim Bleu de Gascogne sieht für mich äußerlich einem blue-merle sehr ähnlich. Weiß jemand was da für Gene hinterstecken?
Alles anzeigenEin bisschen OT, aber ihr arbeitet doch auch nach der GemPPO, oder?
Der Eignungstest ist dabei Voraussetzung für den Beginn der Ausbildung, muss also streng genommen abgelegt werden, bevor die Ausbildung überhaupt startet. Ich kenne einige, die schon mit ihrem Welpen daran teilnehmen. Dass das wenig Aussagekraft hat, sehe ich genauso, aber Tatsache ist doch, dass das die Prüfungsordnung der drei großen Hilfsorganisationen so vorsieht.
Ja, ich weiß, dass das oft anders gehandhabt wird. Auch wir beginnen schon mit dem Training und machen den Eignungstest dann, wenn wir es terminlich einrichten können und die Anfänger halbwegs motiviert sind und hoffentlich dabeibleiben...
Ja, GemPPO, genau, und definitiv nicht aussagefähig.... Da kann sich einfach noch viel zu viel tun, bis der Hund erwachsen ist.
Es finden ja auch nicht allzu oft Eignungstests statt, und es müssen vor allem genügend Aspiranten da sein, sonst macht eine Prüfung keinen Sinn. Dann möchte man vielleicht nicht bei -20° prüfen. Oder bei 35 Grad im Schatten. Und schon ist doch ein Viertel oder halbes Jahr vorbei..... Insofern kann man eh nicht sofort zum Test. Man kann natürlich auch früher gehen, wenn der Hund nicht gerade irgendeine spooky Phase hat. Und nicht mitten in der Pubertät, wo er nur Knete im Hirn hat.
Aber Sinn macht es tatsächlich erst, wenn der Hund wenigstens erwachsen ist. Und in der Rettungshundearbeit macht man ja nichts kaputt, wenn man den Test erst später ablegt. Wie schon geschrieben, was man dort lernt, wird ja nicht nur, weil man den Test vielleicht nicht bestünde, dann im Alltag gefährlich für Andere. Dann verbucht man das halt als Beschäftigungsmaßnahme und fertig.
Natürlich wäre sofort testen einfacher, weil man nicht Zeit in die Ausbildung von Hunden investiert, die dann vielleicht durch den Wesenstest durchfallen. Aber diese Gefahr halte ich für relativ gering, jeder normale Ausbilder wird merken, wenn ein Hund auf dem falschen Weg ist, und dann auch rechtzeitig eingreifen.
Genau, das Dabeibleiben ist auch sowas. Ein halbes Jahr dabei sein ist nichts, viele kommen in der Zeit auf die Idee, daß ihnen das doch zu zeitaufwendig ist, und gehn wieder. Wozu sollte man für diese Hunde dann Zeit auf einen Eignungstest verschwenden.
Letztlich entscheidet ja der Ausbilder, wann der Hund so weit ist, den Test ablegen zu können, und schickt ihn dann zur Prüfung, wenn er soweit ist. Also bei uns definitiv nicht in den ersten Wochen.
Wie gesagt, ich halte es es so, wie es laut Prüfungsordnung vorgesehen ist, auch nicht für besonders gut oder richtig.
So wie du es oben formuliert hast, klingt es nur so, als gäbe es immer und notwendigerweise eine 6 Monats-Frist bis zum Test und genau diese gibt es eben nicht. Im Gegenteil!
Im Prinzip ist der Test Augenwischerei, auch weil er oft nur staffelintern gemacht wird und man so am Ende auch Hunde irgendwie durchschleusen kann, die vielleicht eher nicht bestanden hätten, wenn es einem wirklich darauf ankommt.
In der RH-Arbeit theoretisch nach 6 Monaten in der Staffel, im Rahmen des Eignungstests - aber meist wird der Hund erst dorthin geschickt, wenn er erwachsen im Kopp ist, und nicht grad in einer "spooky"-Phase. Bei Nichtbestehen darf er die Prüfung nicht machen und damit nicht auf Einsätze.
Ein bisschen OT, aber ihr arbeitet doch auch nach der GemPPO, oder?
Der Eignungstest ist dabei Voraussetzung für den Beginn der Ausbildung, muss also streng genommen abgelegt werden, bevor die Ausbildung überhaupt startet. Ich kenne einige, die schon mit ihrem Welpen daran teilnehmen. Dass das wenig Aussagekraft hat, sehe ich genauso, aber Tatsache ist doch, dass das die Prüfungsordnung der drei großen Hilfsorganisationen so vorsieht.
Ja, ich weiß, dass das oft anders gehandhabt wird. Auch wir beginnen schon mit dem Training und machen den Eignungstest dann, wenn wir es terminlich einrichten können und die Anfänger halbwegs motiviert sind und hoffentlich dabeibleiben...
Das größte Problem dieser Marke sind die unendlichen Versprechungen, die gemacht werden.
Ich kenne inzwischen einige Elos und die meisten würde ich als unkomplizierte Begleiter bezeichnen, die Anfängerfehler durchaus verzeihen.
Aber da ist eben auch die ehemalige Zuchthündin, die in Zuchtrente im Garten der neuen Halter die Nachbarskatze erlegt hat.
Da ist der junge Rüde, der seinen Unmut übers gebürstet werden schmerzhaft mit den Zähnen kundtun...
Man darf einfach nie (und bei so einer jungen "Rasse" erstreckt nicht) bestimmte Dinge 100% voraussetzen.
Im übrigen glaube ich zu wissen, dass die kleinen Elos eine noch kürzere Zuchtgeschichte haben und damit noch mehr Überraschungsei sind. Aber da darf man mich gerne korrigieren.
Der Trainer wurde ihr von dem Menschen empfohlen, der bei ihr den Wesenstest abnehmen wird. Drum geht sie dahin.
Was ja eine gute Sache ist.
Du hattest hier aber mal angemerkt, du wärest dem Trainer gegenüber skeptisch.
Kannst du sagen, warum?
Zum einen kommt er aus der konservativen Schäferhundverein-Denke. Hat wohl früher ganz klassisch mit Stachler und Gebrüll trainiert. Aber das alleine muss ja noch nichts heißen. Mensch entwickelt sich ja weiter.
Was sie erzählt hat war nie völlig haarsträubend, aber an manchen Stellen hätte ich ganz andere Herangehensweisen im Kopf gehabt und seine Art würde mir wohl gar nicht liegen, aber für meine Kollegin ist es völlig in Ordnung.
Beispiele:
Beim Kennenlernen hat er sich von ihr verschiedene Elemente aus der Unterordnung zeigen lassen. Sitz, Platz, Bleib, Fuß... Seine Kritik war, dass er die Kommandos nicht beim ersten Mal sagen ausführt. "Das muss er können" und "Du musst mehr Führung ausstrahlen" waren allerdings seine ganzen Hilfen dazu. Sonst gar nichts.
Meine Kollegin hat sich dann in den 14 Tagen bis zum nächsten Treffen viel in der Hinsicht selbst erarbeitet (mit ein paar Tipps von mir, vielen Leckerlis und keinem so schlechten Gefühl für Hundetraining). Er hat es dann direkt beim nächsten Mal wieder sehen wollen und hat zur Kenntnis genommen, dass das jetzt besser klappt. Aber wie gesagt hat er dazu nichts beigetragen.
Seine Idee das Thema mit Menschen zu bearbeiten war eine Gewöhnung durch Füttern. Also fremde Menschen sollen ihn füttern, mit einer Tube durch den Maulkorb. Das ist gescheitert. Die Situation ist mit Fremden total spannig und er springt auch dabei mit Maulkorb Richtung Bauch der Menschen.
Meine Idee wäre das Abwenden von den Personen zu bestätigen und zwar durch meine Kollegin. Ihm so ein Alternativverhalten beizubringen, um dann, wenn er das verstanden hat auch mal einen gezielten Abbruch setzen zu können, wenn er im Konflikt doch wieder nach vorne geht.
Als ich das mit meiner Kollegin besprochen habe, hieß es nur, dass der Hund sich aber zwingend anfassen und sogar vorne hochheben lassen muss.
Zuletzt hat der Trainer übrigens gesagt, dass er auch nicht wirklich ne Idee hat, wie er da vernünftig ansetzen soll. Menschlich finde ich es super, wenn man das eingestehen kann. Als Trainer für so nen heiklen Fall, fehlt mir da allerdings einfach ne Menge an Fachwissen und Werkzeug im Trainerkasten...
Alles anzeigenAlles anzeigenIch habe jetzt den Thread quergelesen, aber zugegebenermaßen nicht jeden Beitrag, also entschuldigt bitte, wenn ihr genau dieses Thema schon erörtert habt.
Mir geht es um den Hund einer Kollegin. Sie hat diesen (AmStaff) vor kurzem aus dem Tierheim übernommen und ihr waren die behördlichen Anforderungen an die Haltung eines Listenhundes in Hessen durchaus bewusst.
Was sie unterschätzt hat, ist das Aggressionspotential dieses Hundes.
Er ist angemeldet, die Haltung ist also legal, der Wesenstest noch nicht absolviert, da man den beiden etwas Zeit geben möchte. Sachkunde, Führungszeugnis... Das liegt alles vor.
Sie führt ihn sehr umsichtig, er trägt Maulkorb in der Öffentlichkeit und unter den meisten alltäglichen Bedingungen ist er unauffällig. In der direkten Auseinandersetzung mit Menschen, die er nicht gut kennt stößt er allerdings unvermittelt mit dem Maulkorb, springt Menschen deutlich unfreundlich an und wie ich am eigenen Leib erfahren habe, beißt, wenn der Maulkorb nicht drauf ist (ein ca. 3 x 3 cm großes Hämatom und ein Kratzer vom Zahn an meinem Bauch war die Folge).
In der Liste oben würde ich es unter Nr. 6 packen. Bei mir war es so, dass ich ihm seitlich hockend auf langem Arm Futter gereicht habe, das hat er sich genommen und ist dann super schnell auf mich zugesprochen und hat mir in den Bauch gebissen. Ein Knurren oder Bellen, ein Zähnefletschen, das war alles nicht zu sehen. Als er von der Besitzerin daraufhin zurückgenommen wurde, saß er dann ruhig (angeleint) neben ihr.
Dieses Verhalten zeigt er wohl bei fremden Menschen mit Maulkorb häufig. Meine Kollegin hat es immer als "Pocken" bezeichnet. Nach dem Biss habe ich sie gefragt, ob das das Pocken war. Sie sagte ja, genau. Ich zeigte ihr daraufhin meinen Bauch "Jetzt wissen wir, was er macht, wenn der Maulkorb nicht drauf ist". Sie war sichtlich schockiert.
Für mich wirkt dieses Verhalten sehr ritualisiert und es passiert regelmäßig in Situationen, in denen sich ihm Menschen zuwenden, im Futter geben, etc.
Sie trainiert seit einiger Zeit mit einem Trainer, der ihr von dem Tierarzt empfohlen wurde, der den Wesenstest durchführen wird. Mir behagt der Trainer nicht, aber das ist ein anderes Thema.
Einen Trainingserfolg sehe ich bislang überhaupt nicht.
Meine Kollegin hofft tatsächlich auf einen nicht so streng durchgeführten Wesenstest und viele zugedrückte Augen.
Ich bin mir recht sicher, dass sie das Potential ihres Hundes ernst nimmt und in der Lage ist ihn sicher zu führen. Ihr gegenüber gab es bisher keinerlei Aggression.
Aber was wenn nicht? Was passiert denn nun in Hessen tatsächlich, wenn ein Hund den Wesenstest nicht besteht? Was ich dazu finde ist irgendwie schwammig. Hat da jemand konkrete Beispiele für?
Wird der Hund zwangsläufig eingezogen? Und dann? Kann sie ihn mit Maulkorb- und Leinenpflicht weiter führen? Gibt es nochweitere Auflagen, die auf einen zukommen können?
Eigentlich ist es nicht mein Problem, aber irgendwie tut sie mir echt leid. Sie hängt an dem Hund und versucht echt alles richtig zu machen, aber die Unsicherheit wird immer größer.
Auf zugedrückte Augen würde ich nicht hoffen
Das ist nunmal ein Wesenstest und keine spass Veranstaltung
Ich hab jetzt keine Ahnung wer in Hessen prüft (Sachverständige, Vet Amt, Polizei, aber die prüfen halt)
Ich persönlich würde nicht den empfohlenen Trainer vom TA wählen, sondern einfach mal verschiedene abtelefonieren die auf Listenhund spezialisiert sind
Oftmals kann man dann (bei uns (NRW)) den WT auch mit ü2Jahren später machen, vorausgesetzt man nimmt 1x die Woche am Training teil (das wird dem OA übermittelt; nicht Teilnahme benötigt dann z.B. „wichtige Gründe“
Hier gibt es auch die Unterscheidung zw. WT, MK Befreiung und Leinen Befreiung
Oh ich bin mir sicher, dass das für meine Kollegin alles andere als spaßig ist. Sie nimmt das schon ernst. Sie sagte mir jetzt auch, dass ihr unter bestimmten Bedingungen noch Aufschub gewährt wird. Sie ist da wie gesagt mit dem Ordnungsamt schon in gutem Kontakt.
Der Trainer wurde ihr von dem Menschen empfohlen, der bei ihr den Wesenstest abnehmen wird. Drum geht sie dahin.
Alles anzeigenDas hier:
Dass der Hund problematisch ist, hat das Tierheim durchaus kommuniziert. Er kam wegen nicht näher beschriebener Beißvorfälle ins Tierheim und die Abschlussuntersuchung beim Tierarzt wurde abgebrochen, weil er den "fressen" wollte.
steht völlig konträr zu diesem hier:
Meine Kollegin hat den Hund halt völlig anders erlebt und kennengelernt
Das Resultat daraus ist:
und das Problem sicher unterschätzt.
Bearbeitet wird das jetzt so:
Mir behagt der Trainer nicht, aber das ist ein anderes Thema.
Einen Trainingserfolg sehe ich bislang überhaupt nicht.
weshalb sie jetzt darauf hofft:
Meine Kollegin hofft tatsächlich auf einen nicht so streng durchgeführten Wesenstest und viele zugedrückte Augen.
damit ihr Hund das Ergebnis: "Geringes Gefahrenpotential, deshalb Haltung genehmigt." bekommt - obwohl sie weiß, dass das Potential dieses Hundes tatsächlich so groß ist, dass eine Haltungsgenehmigung verwehrt werden müsste.
Die Prüfer sehen und erleben den Hund vor Ort, und ich hoffe sehr, dass sie ihn realistisch einschätzen.
Ja, das hast du gut zusammengefasst und ich würde nicht sagen, dass da irgendetwas konträr zueinander steht.
Das Tierheim hat da nichts beschönigen, allerdings hat sie selbst als Gassigängerin, die den Hund über ca. ein halbes Jahr regelmäßig mit in die Natur genommen hat und relativ wenig Hundeerfahrung hat, den Hund völlig anders erlebt. Er ist bei ihr tatsächlich im Handling völlig unkompliziert.
Die Probleme mit Fremden haben sich in ihrem Beisein erst gezeigt, als er schon bei ihr gewohnt hat. Vorher dachte sie eben, dass das Tierheim da übertreibt - klassische Fehleinschätzung eben.
Was sie nicht (mehr) fehleinschätzt ist ihre Verantwortung. Der Hund wird draußen mit Maulkorb und an der Leine geführt, sie hat keinen Garten, der irgendwie gesichert werden müsste und sie versucht das Ganze zu trainieren.
Sie hofft schlicht darauf, dass der Hund nicht eingezogen wird und wieder im Tierheim landet Da käme er wohl lebend dann nicht mehr raus.
Mit einer realistischen Einschätzung und entsprechenden Auflagen kann sie sicher leben, ist sich aber durchaus bewusst, dass das schwer wird, wenn der Hund beißend nach vorne geht, wenn sich ihm ein Fremder nähert.