ZitatFolgende Situation: Sammy liegt an ihrem Platz und jemand geht auf sie zu. Der Kopf geht runter und wagt man es nun, sich ihr zu nähern, knurrt sie, daraufhin gehen die Lefzen hoch und im letzten Schritt geht sie nach vorne. Sie schnappt nach einem, allerdings ohne zuzubeißen. Danach springt sie hoch, der Schwanz hängt unterm Bauch und sie ist unterwürfig wie nicht sonst was.
Ich musste gerade sehr an die Hündin denken, die wir in der Familie hatten als ich Teenie war. Sie hat dieses Verhalten genauso gezeigt, mit dem Unterschied, dass sie von sich aus kam und ihren Kopf zum Streicheln gereicht hat. Hat man dann gedankenverloren gestreichelt gingen irgendwann die Lefzen hoch, dann kam ein Grollen. Hörte man in dem Moment einfach nur auf zu Streicheln kam ein hektisches Naselecken und geduckt Wegschleichen. Hat man sie, weil sie knurrt, energisch weggeschickt (mit Fingerzeig und deutlichem "Hau ab"), hat sie laut Aufgekläfft und ist wiederum beschwichtigend auf ihren Platz gehuscht.
Besonders häufig passierte das bei Besuch und ich glaube im Nachhinein, dass sie einfach keinen sinnvolleren Weg wusste aus der Situation heraus zu finden. Ihr war es unangenehm, aber sie hat es nicht geschafft einfach den Kopf wegzunehmen und zu gehen. Wir haben gelernt das Verhalten schon sehr früh zu bemerken und haben dem Besuch dann nur nett gesagt, dass sie mal kurz aufhören sollen zu streicheln - meist ist sie dann friedlich gegangen.
Das Alternativverhalten, was man dem Hund anbietet, indem man ihn (bei deiner Situation) aus dem Korb herauslockt und möglichst entspannt anspricht, wäre womöglich eine gute Lösung, allerdings genau wie das Gegenkonditionieren mit Leckerli nichts, was von Heute auf Morgen klappt und vor allem auch auf fremde Kinder übertragen wird.
Bei unserer Hündin damals galt die klare Regel für alle fremden Kinder: Nur gucken, nicht anfassen! Und den Hund in fremder Umgebung immer in der direkten Nähe und damit im Einflussbereich behalten...